Die Konkordia Einsiedeln bot den Besuchern ihres Unterhaltungskonzertes ein vielfältiges Programm. Bild Franz Kälin
Die Konkordia Einsiedeln bot den Besuchern ihres Unterhaltungskonzertes ein vielfältiges Programm. Bild Franz Kälin
Walter Kälin, der älteste Musikant, spielte am modernsten Instrument. Mit diesem Auftritt verabschiedete sich der Vollblutmusiker. Bild René Steiner
Walter Kälin, der älteste Musikant, spielte am modernsten Instrument. Mit diesem Auftritt verabschiedete sich der Vollblutmusiker. Bild René Steiner

Musik

Ein überzeugendes Schlussbouquet

Die Konkordia freute sich an ihrem Unterhaltungskonzert im Haus «Zwei Raben» über zahlreiche Besucher. Nach sieben erfolgreichen Jahren war dies das Abschiedskonzert von Rolf Galliker. Ebenso gab Walter Kälin seine musikalische Abschiedsvorstellung.

In des Schreibers Notizen taucht zu diesem Abend mehr als üblich das Wort «super» auf und dies nicht, weil er einen schönen Bericht schreiben sollte. Die Konkordia wartete an diesem Wochenende mit einem Programm auf, das dem Titel Unterhaltungskonzert vollauf gerecht wurde. Zudem zeigte sich der Verein auch musikalisch sattelfest. Die Musikanten machten freudig und willig mit, was ihr Chefstratege Rolf Galliker von ihnen verlangte. Ein total «rundes» Konzert. Von einer Überraschung kann man nicht schreiben, denn Gallikers Credo war schon eh und je «Musik für das Publikum»  gut gemacht und mit Freude umgesetzt. Und diese Freude merkte man der Musikantenschar an. Wenn auch konzentriert musiziert wurde, sah man doch dann und wann ein Lächeln und zufriedene Gesichter auf der Bühne.

Ein Vollblutmusiker tritt ab

«So schön ist Volksmusik» die Eröffnungsmelodie des GP der Volksmusik veranschaulichte treffend, wie es an diesem Abend laufen sollte. Auffallend der volle, ausgewogene Klang, der nie überbordete, obwohl die Musikanten durchaus einmal ein sattes Forte bringen durften. Mit den «Föxli-Klarinetten-Launen» leistete auch die Konkordia ihren Beitrag zum Jahr der Klarinette. Das Galliker-Arrangement trifft den Stil von Martin Beeler bestens. In der Ländlerkapelle sass mit Walter Kälin auch ein Urgestein des legendären Tanzorchesters. Der älteste Musikant spielte das modernste Instrument, das E-Piano. Leider verabschiedete sich Heizers Walti mit diesem Auftritt. Präsident Beat Gschwend verdankte sein langjähriges Mitwirken mit würdigen Worten. Nach einem Riesenapplaus für diesen verdienten Musikanten folgte die erste Zugabe an diesem Abend: «s Babeli». Und da hatte das Publikum ebenfalls seinen  gesanglichen  Beitrag zu leisten. Die «3 Spitzbuben» Christian, Hanspeter und Valentin sorgten mit ihrem Trompetensolo für einen gelungenen Auftritt. Das Medley «Trio Eugster Hits» zeigte eindrücklich, wie volksnah diese Eugster-«Buben» seinerzeit musizierten. Eindeutiger Höhepunkt des ersten Teils war der dynamisch fein und wirkungsvoll ausgestaltete «Fliegermarsch» von Herman Dostal. Dazu der anerkennende Kommentar an der Tischrunde: «Gut gemacht»!

Grosse Momente

Nach der langen Pause wartete die Konkordia mit einer Gestaltung auf, die restlos den Namen Unterhaltungsmusik verdiente. Da war ein Mix mit modernen Titeln, aber auch Musik mit Jahrringen und Volks songs. Doch vor allem zeigte sich, was zwei Gitarren einer Blasmusikbesetzung bringen. Das Medley «James Last Golden Hits» erinnerte mit Stücken wie Wochenend und Sonnenschein an den grossen deutschen Entertainer. Andrea Deuber sang den berühmten Song «Angels» von Robbie Williams, die Konkordia begleitete dezent, wie selbstverständlich. Ebenso überzeugte die «Einsiedler Tina Turner» mit «Simply the Best!». Peter Annen legte mit seiner E-Gitarre dann vor allem in «Hard Rock Stones» so richtig los, was das Publikum zum spontanen Mitgehen und -klatschen animierte. Da braucht es unbedingt noch ein Wort zu den übrigen Musikanten. Sie lieferten mit differenzierter Dynamik gekonnt den Background! «Chum übers Mätteli» ist das beste Beispiel, wie alte Volksmusik auch heute Anklang findet. Und wenn Valentin Egli sein Flügelhornsolo zum besten gibt, dann geht das «unter die Haut». Mit «My Way» verabschiedete sich Rolf Galliker musikalisch vom Publikum. Präsident Beat Gschwend verdankte seine Verdienste und überreichte dem Gourmet einen Gemüsekorb.

Zugaben und Standing Ovation

Dieses Konzert war eine wahre Freude, nach zögerlichem Beginn entwickelte sich der Abend immer mehr zum Feuerwerk der Musik, in dem auch sentimentale und gar nachdenkliche Momente ihren Platz fanden. Dies ist nicht zuletzt das grosse Verdienst des «Zürchers»  seine eigene Aussage , der für musikantengerechte Arrangements sorgte oder mit Eigenkompositionen aufwartete. Und nun will Rolf Galliker gehen  schade! Er hat die Konkordia auf einen klaren Weg gebracht. Mehrere Zugaben wie der programmgebende Marsch «Viva Konkor

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

10.11.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/EAuZxP