Das Musical «Elia» wurde von den Jugendlichen mit vielen Emotionen überzeugend aufgeführt. Bild Heidi Degiorgi
Das Musical «Elia» wurde von den Jugendlichen mit vielen Emotionen überzeugend aufgeführt. Bild Heidi Degiorgi

Musik

Eine Geschichte, die zu Tränen rührt

Am letzten Freitagabend kamen über 300 Leute ins Kultur- und Kongresszentrum zum Konzert «Elia». 80 Jugendliche musizieren und singen sich in die Herzen der begeisterten Zuhörerschar.

Der Saal des «Zwei Raben» war am Freitag rappelvoll. Eine erwartungsvolle Zuhörerschar sass da. Man winkte sich zu, einige kannten sich. Es war bereits das achte Mal, dass Adonia mit einem Chor in Einsiedeln gastiert. Die Verantwortlichen im Hintergrund dieser Aufführung in Einsiedeln sind Doris und Sepp Beeler. Sie freuten sich, dass so viele kamen.

Musical-Aufführung

Die zuhörenden Leute wurden mit fetzigen Klängen empfangen. Der Chor, bestehend aus 78 Jugendlichen von nah und fern, singt rein und klar das erste Lied. Wenn man bedenkt, dass sie alles auswendig singen, ist das eine grosse Leistung. Zwischen den Liedern werden die Zuhörer mit dem Theater, das auch von Jugendlichen aus den Reihen des Chors gespielt wird, mitten in die Zeit versetzt, wo Jesus lebte. So sind die Jünger mit Jesus unterwegs auf einen Berg. Dort treffen sie drei Männer, einer davon ist Elia. Dann folgten wieder diese ansprechenden Lieder, deren Text jeweils an der Leinwand eingeblendet wird, dass alles verstanden wird. Die Lieder sprechen davon, dass man auch in der Not, wie der Prophet Elia, von dem während des ganzen Abends die Rede ist, auf Gott vertrauen darf. Dass Gott hilft. Und zwar tut er dies spektakulär, wenn man bedenkt, dass zu jener Zeit grosse Dürre und demzufolge Hungersnot herrschte. Dann hat Elia eine Botschaft für den König, dass Gott Regen schicken möchte, wenn das Volk zu ihm zurückkehrt. Diese Begegnung am Königshof mit der Königin, die an die Macht ihrer eigenen Götter glaubt, und nicht an den Gott, von dem Elia sprach. Ihre gespielte zickige Art liess im Publikum manchen Lacher ertönen. Doch das täuschte nicht darüber hinweg, dass sie nach dem Leben des Elia trachtete. Elia musste fliehen und versteckte sich an einem entfernten Bach. Alles war ihm verleidet; er wollte nicht mehr. Doch Gott versorgte ihn mit Wasser aus dem Bach und Essen, das ihm Raben brachten. Dazwischen immer die passenden Lieder, die alle klar gesungen wurden. Und die Choreografie, die die konzertierenden Jugendlichen darboten, unterstützte das Gesungene. Etwas muss auch noch erwähnt werden, dass alle Lieder durch eine Live-Band unterstützt wurden. Trompete, Geige, Keyboard, Bassgitarre, E-Gitarre und Schlagzeug wurden super gekonnt gespielt. Es war eine wunderbare Vorführung. Wenn man dazu bedenkt, dass dieses grosse Konzertprojekt in nur drei Tagen einstudiert wurde, gebührt allen Mitwirkenden umso mehr ein grosses Kompliment.

Gott gibt genug

In den Liedern wird immer betont, dass Gott hilft. Dazu noch eine Sequenz des Theaters, als Elia, auch wieder mal auf der Reise, in ein kleines Dörfchen kommt. Er hat grossen Hunger aber nichts Essbares mehr dabei. Da begegnet er einer Frau und bittet sie um Brot. Sie weint und sagt, dass sie auch nur noch ein bisschen Mehl und Öl habe für ihre Familie, sonst müssten sie verhungern. Doch Elia macht ihr Mut, dass Gott sie versorgen werde. Und wirklich ... das Mehl und Öl reicht aus. Die Leute im Saal waren berührt. Nach dem Konzert sprach eine Zuhörerin eine junge Frau, die mitgesungen hatte, direkt an und bedankte sich. Es habe ihr gut gefallen, mittendrin hätte sie sogar weinen müssen.

Einsiedler Anzeiger (hd)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

10.05.2016

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schwyzkultur.ch/wf6FXZ