Ein gewohntes Bild während des Kultursommers im Paracelsus-Park: gefüllte Bänke. Foto: Karl Hensler
Ein gewohntes Bild während des Kultursommers im Paracelsus-Park: gefüllte Bänke. Foto: Karl Hensler

Musik

«Es ist eine bewährte Mischung»

Der Einsiedler Kultursommer lockte mehr als 3500 Zuschauer zu den Konzerten in den Paracelsus-Park Sehr zufrieden zeigen sich die Organisatoren des gerade zu Ende gegangenen Einsiedler Kultursommers. Das Wetter spielte zumeist mit, und viele Zuschauer besuchten die Konzerte. Im nächsten Jahr fällt die Veranstaltungsreihe wegen des Welttheaters leider aus.

«Es ist eine bewährte Mischung aus Konzert-, Gesangs- und Tanzgruppen, die schon mehrmals aufgetreten sind, und von solchen, die erstmals mitmachen», charakterisiert Susanne Staiger den populären, musikalischen Mix des letzten Sonntag mit dem Völkerfest und Musigsunntig ausgeklungenen Einsiedler Kultursommers (siehe Artikel unten). «Wir sind sehr zufrieden mit der Zuschauerzahl», sagt die Leiterin vom Tourist Office Einsiedeln. Sie hatte wieder die Veranstaltungsreihe für den Verein Einsiedeln Tourismus organisiert.


17 Konzerte


Vom 7. Juni an standen in diesem Jahr 17 Konzerte auf dem Programm, die insgesamt mehr als 3500 Besucher in den Paracelsus- Park lockten. In dieser Zahl sind die Zuschauer bei der Tour de Suisse und beim Einsiedler Musikfest nicht miteingerechnet. «Nur ein Konzert, nämlich das von Hejbsch Brass am 2. August, musste wegen schlechten Wetters abgesagt werden », berichtet Staiger. Pro Konzert der 16 stattgefundenen Anlässe seien im Schnitt zwischen 100 und 250 Zuschauer erschienen. Bei der Musikparty des Kulturvereins Fismo und am Abschlussfest waren es noch mehr. Das Zelt des Kultursommers im Paracelsus- Park wurde auch von der Tour de Suisse, am 1. August sowie vom Einsiedler Musikfest genutzt. Erstmals traten beim Kultursommer auch auswärtige Interpreten auf – die Musiker der «Filarmonica di Castagnola» aus Lugano sowie das «Happy Sound Orchester & Xylophonband Runaway» aus der Region Basel. Susanne Staiger freut sich auch, dass die irischen Melodien und Volkslieder der Einsiedler Gruppe «Ceoltòir» beim Publikum sehr gut angekommen seien. «Diese Art von Musik hatten wir bislang noch nicht im Programm», erklärt Staiger. Seit mittlerweile fünf Jahren nun gibt es den Einsiedler Kultursommer. An der erfolgreichen Strategie der Musikveranstaltungsreihe soll sich grundsätzlich nichts ändern. «Die lokalen Vereine nehmen die Gelegenheit gerne wahr, sich zu zeigen – der Kultursommer ist für sie eine willkommene Plattform, auch wenn keine Gage bezahlt wird», betont Staiger. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Den Erlös aus dem Verkauf von Getränken komme dafür den Vereinen zugute. «Es wäre schön, noch mehr Konzerte im Kultursommer anzubieten – aber vor allem während der Schulferien ist es schwierig, weitere Gruppen zu finden, die auftreten wollen.»


2020 kein Kultursommer


Auch der Paracelsus-Park als Veranstaltungsort hat sich bei den Zuschauern längst bestens etabliert. Staiger: «Es ist schön und stimmungsvoll, unter den Bäumen Musik zu geniessen.» Nicht zuletzt komme der Kultursommer keiner anderen Veranstaltungsreihe in die Quere – wie etwa dem Einsiedler Orgelsommer. «Dessen Konzerte finden ja dienstags statt, während die des Kultursommers zumeist zwischen Freitag und Sonntag auf dem Programm stehen.» Lediglich einen Wermutstropfen verzeichnet die Bilanz des Einsiedler Kultursommers. Denn nächstes Jahr, wenn das Einsiedler Welttheater inszeniert und den Sommer über gespielt wird, fällt die Musikveranstaltungsreihe aus. «Welttheater und Kultursommer wäre zu viel», sagt Staiger, «zumal viele Musiker und Sänger eben beim Welttheater mitwirken.»


Einsiedler Anzeiger / zl

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

20.08.2019

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