Unter der Leitung von Juli Vogt wurde ein akustisches und optisches Feuerwerk entflammt.
Unter der Leitung von Juli Vogt wurde ein akustisches und optisches Feuerwerk entflammt.
Keine reine Schlagzeugshow: Zwei Sängerinnen und ein Sänger, zwei Gitarristen und ein Keyboarder komplettierten das grosse Ensemble. Fotos: Lukas Schumacher
Keine reine Schlagzeugshow: Zwei Sängerinnen und ein Sänger, zwei Gitarristen und ein Keyboarder komplettierten das grosse Ensemble. Fotos: Lukas Schumacher
Die Mitwirkenden genossen am Sonntagabend eine Standing Ovation für ihre tolle Leistung.
Die Mitwirkenden genossen am Sonntagabend eine Standing Ovation für ihre tolle Leistung.

Musik

Farbenprächtiges «Drum Fever» steckte alle an

Drum Fever: Faszinierende Rhythmen – packende Melodien – fesselnder Gesang – spektakuläre visuelle Effekte: In zwei Aufführungen am Samstag und am Sonntag begeisterten die jungen Musikerinnen und Musiker.

ms. Die Schlagzeugshow «Drum Fever » wurde 2009 von Juli Vogt ins Leben gerufen und seither mit grossem Erfolg durchgeführt. Der in Wangen wohnhafte Schlagzeuger unterrichtet unter anderem an der Musikschule Einsiedeln und weiss die jungen Leute für die Rhythmen und das Schlagzeug und die diversen Perkussionsinstrumente zu begeistern. Bei beiden Aufführungen war der Saal voll besetzt. Die Zuhörerinnen und Zuhörer genossen tolle Unterhaltung. Nicht nur akustisch, sondern auch optisch war der Verlauf mit einer raffinierten Lichtshow durchgestaltet. Hinzu kamen Showeinlagen, welche auflockerten und Überraschungen boten. Bauarbeiter, welche ihre Werkzeuge und Kübel als Perkussionsinstrumente verwendeten oder Indianer und Cowboys mit Tanz und Duell. Wesentlich waren auch die ausgezeichnete Band mit This Camenzind (Gitarre), Severin Bruhin (Bass), Roberto Carrasco (Keyboard) und den Sängern Saida Hauser, Jacky Kümin und Michael Jud. Sie ergänzten die Rhythmen mit Melodik und Harmonik und erweiterten das Klangspektrum. Was immer wieder erstaunte, war die durchdachte Choreografie. Keine Bewegung der über 30 mitwirkenden Schlagzeuger war zufällig. Alle Abläufe wirkten selbstverständlich, aber präzise zusammen. Das erfordert sehr viel Disziplin und den Willen, gemeinsam etwas zu erreichen.


Wie ein Ehemaligentreffen


Juli Vogt meinte zur Vorbereitungszeit und dem Probenaufwand des «Drum Fever», dass es wie beim Kochen sei. Man hat zwei Stunden Aufwand und in einer Viertelstunde ist alles gegessen. Hier waren es wohl mehr als zwei Stunden Aufwand. Der Schlagzeuglehrer schreibt sämtliche Arrangements selbst und setzt sie in den Proben um. Eine riesige und bewundernswerte Arbeit! Er darf sich aber auf viele Helfer, vor allem aus dem Kreis der ehemaligen Schlagzeugschüler, verlassen. So hat auch Mathias Brandenberger – mittlerweile selbst Berufsmusiker als Schlagzeuglehrer und Dirigent – erneut mitgewirkt und er meinte: «Es ist wie ein Ehemaligentreffen. Wir sind zusammen musikalisch aufgewachsen und bei diesen Konzerten sehen wir, welche jungen Leute nachkommen.» Es helfen also auch einige Profis mit und geben ihre Erfahrung weiter und vermitteln mit Juli Vogt zusammen die Wichtigkeit der gemeinsamen präzisen Arbeit, damit etwas Tolles entsteht. So meinte der junge Schlagzeuger Florian: «Mir ist der Wille zur Perfektion wichtig und es geht nicht nur um Rhythmik, sondern um ein musikalisches Ganzes, das wir zeigen wollen.» Und das ist wohl mit dem «Drum Fever» 2018 erneut gelungen. Eine tolle Show, die begeisterte!


Einsiedler Anzeiger / Lukas Schumacher

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

06.11.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/MkBfX3