Drei Maturandinnen und ein Maturand verabschiedeten sich in buntem Outfit, die Uniform der Zukunft? Bild René Steiner
Drei Maturandinnen und ein Maturand verabschiedeten sich in buntem Outfit, die Uniform der Zukunft? Bild René Steiner

Musik

Fröhliche Musik, ansteckende Wirkung

Die Studentenmusik zählt zurzeit 27 Spieler. Mit einem gut angepassten Repertoire haben sie unter der Leitung von Marcel Schuler ihren Eifer und ihr Können dem gut gelaunten Publikum vorgestellt.

Das traditionelle 61. Laetarekonzert startete mit «Miss Liberty». King-Märsche lassen sich auch mit kleineren Besetzungen gut spielen und tönen erst noch rassig. Wohltuend die differenzierte Dynamik, mit der die Feldmusik nicht nur in diesem Eröffnungsstück aufwartete. Mächtig und bestimmt präsentierte sich der Klang des Baritonsaxofons, es war das einzige Instrument der Basslage. Dem Ensemble fehlen zurzeit vor allem die Instrumente der tiefen Lage.

Saxofone mit wichtiger Funktion

Da Aushilfen kein Thema sind, gespielt wird mit den Bläsern, die zur Verfügung stehen, wirkte das grosse Saxofonregister stark klangbestimmend. Es deckt vor allem die Alt- und Tenorlage ab, ersetzt die verwaisten Sousafone und sorgt für einen stützenden Grundklang. Besonders gut kam das im Arrangement «Super Hit Mega-Mix» zum Ausdruck, aber auch beim Saxofonquartett, das sich mit einem Stück präsentierte. Leider trat an diesem Abend neben dem Saxofon-Ensemble nur noch Sorpresa Musicale auf. Nach ihrem ersten Stück widmete die reine Mädchenband das zweite, «This old Man», speziell Marcel Schuler. Herzhaftes Lachen begleitete diesen Spruch.

Aufbauarbeit jedes Jahr

Doch was wäre die Studentenmusik ohne ihren «old Man»? Seit 1997 leitet er diese Formation, die sich jedes Jahr in einer anderen Besetzung und seit einigen Jahren in gelichteten Reihen präsentiert. Praktisch jedes Jahr gleicht einem Neuanfang. So verabschiedeten sich Ende des letzten Schuljahres 14 Mitspieler, das Schlagwerk war verwaist. Das Lösen solcher Besetzungsprobleme ist alles andere als eine leichte Aufgabe. Doch ein knappes Jahr später erle digten vier Jungs diesen wichtigen Part sehr respektabel. Marcel Schuler leistet da nicht zuletzt als steter Motivator einen wesentlichen Anteil! «Old Man» ist somit Garant für Fortsetzung.

Fröhliche Musik und Widmung

Das Arrangement «Fiddler on the Roof» mit Ausschnitten aus dem Musical Anatevka war Elena Stäger gewidmet, der kürzlich verstorbenen Physiklehrerin an der Stiftsschule. Die folgende Fantasy mit drei irischen Liedern brachte die fröhliche und lüpfige Musik der grünen Insel in den Theatersaal. «San Carlo on the Water»,dieser freche Mix von Reto Mayer war für den Schreiber das zweifellos lustigste Stück des Abends. Hier der viel gespielte, gefällige Marsch von Oscar Tschuor, da der Hitparadenstürmer der Deep Purple, beide typische Vertreter ihres Genres. Wer gewinnt, wer brilliert? Eine witzige, gut gelungene Symbiose! Man wünschte sich allerdings die Übergänge noch bewusster ausgestaltet.

Bekannte Melodien

Ein Medley mit Musicalmelodien von Andrew Lloyd Webber sowie «Caravane» waren zwei weitere bekannte Titel im Programm. «A Klezmer Karnival» von Philip Sparke sorgte mit seinem schnellen Schlussteil für einen rassigen Abschluss des offiziellen Teils. Doch ohne Zugaben und ohne Tequila konnte auch dieser Auftritt nicht enden!

Bunte Farben statt schwarz

Ein Höhepunkt des Abends war die Einlage der vier Maturanden. Sie erinnerten an die Reisen nach Belgien, Holland, Polen und Luxembourg. Dabei übergaben sie Marcel Schuler passende Geschenke und betonten: «Sie hatten es schön mit uns!» Besonders bemerkenswert war ihr buntes Outfit, das der Leiter der Feldmusik spontan als «Uniform 2020» bezeichnete. Die 27 Musikanten spielten konzentriert, präsentierten ihr Können mit viel Eifer und Spielfreude und hielten eine recht gute musikalische Grundstimmung. Dieses jugendlich frische Auftreten der Studentenmusik wirkte einmal mehr ansteckend!



Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

08.04.2014

Webcode

schwyzkultur.ch/NE5GaF