Gospelsingers beim Lied «Down to the river to pray». Am Saxophon Isabelle Ott-Bingisser, am Klavier Sybille van Veen-Bingisser und die verschiedenen Solisten, darunter (4.v.r.) ohne Schal Saida Hauser. Bild Martina Reichmuth
Gospelsingers beim Lied «Down to the river to pray». Am Saxophon Isabelle Ott-Bingisser, am Klavier Sybille van Veen-Bingisser und die verschiedenen Solisten, darunter (4.v.r.) ohne Schal Saida Hauser. Bild Martina Reichmuth

Musik

Gelungenes Projektkonzert der Gospelsingers

Am Samstag luden die Gospelsingers Einsiedeln zu ihrem Projektkonzert «You raise me up» ein. Chorleiterin Sybille van Veen-Bingisser und ihre Singers konnten in der vollen Kirche des Frauenklosters zeigen, was sie in nur fünf Proben zusammen mit 20 zusätzlichen Projektsängern erreicht hatten.

Mia. Mit einem Werbeschreiben in der Zeitung und auf ihrer Homepage wandten sich die Gospelsingers Einsiedeln im Sommer 2013 an interessierte, singfreudige Frauen und Männer, um bei ihrem Projektkonzert im November mitzumachen. Die Chorleiterin Sybille van Veen-Bingisser hatte solch ein Projekt schon vorgängig in einer anderen Gemeinde durchgeführt und wusste, dass man Gospellieder einfacher lernt als andere. Daher wurden nur vier Proben und eine Hauptprobe eingeplant.

Von Anfang an ein Chor

In der Probe vom 14. Oktober 2013 war es dann so weit: Zusätzlich zu den 25 Vereinsmitgliedern des Gospelchors fanden sich auch 20 interessierte Sänger und Sängerinnen ein, welche sich auf das Schreiben hin gemeldet hatten. Bereits dort war klar, dass sich das Projekt trotz engem Zeitplan als Erfolg erweisen wird, da alle Anwesenden schon nach der ersten Probe als eine Einheit wirkten.

Unterstützung aus der Familie

An diesem Projekt beteiligte sich auch Isabelle Ott-Bingisser. Wie der Name schon erraten lässt, ist sie die Schwester der Chorleiterin. Sie begleitete den Chor erstmals mit dem Tenorsaxophon. Umso grösser war die Anspannung bei den Gospelsingers, als sie dann am letzten Samstag, begleitet von einem Saxophonsolo und Orgelmusik, zur Eröffnung des Konzerts mit einer Kerze in der Hand von hinten in die gefüllte Kirche eintraten.

Abwechslungsreiches Programm

Das Lied «Deep River» stimmte die Gäste auf die folgende Stunde voller Gospellieder ein. In den verschiedenen Liedern, welche jeweils durch einen Gospelsinger vorgängig vorgestellt wurden, lobte und dankte man nicht nur Gott, sondern auch den Müttern. Die verschiedenen Titel stammten aus Amerika, über Norwegen bis nach Afrika. Es wurden langsame Balladen, aber auch schnelle, rassige Gesänge a capella, begleitet durch Bongo und Körperinstrumente, gesungen.

Junge Projektsängerin als Solistin

Neben den verschiedenen Stimmensoli konnten auch einige Sänger einen Solopart übernehmen. Darunter war auch die junge Saida Hauser, welche sich als Projektsängerin in der Stimmlage Alt gemeldet hatte. Sie überzeugte zusam men mit anderen Solisten im Lied «Down to the river to pray», welches indianische Wurzeln hat.

Unmögliches geschafft

Vor dem letzten Lied, das den Titel «You raise me up» trägt und dem ganzen Projekt den Namen gab, bedankte sich der Präsident der Gospelsingers, Dominique Mischler, bei allen Beteiligten, den Zuschauern und dem Frauenkloster Au. «You raise me up»  übersetzt heisst dies: «Du ermutigst mich zu mehr, als ich je sein kann.» In diesem Projekt wurden Leute ermutigt mitzusingen, um in nur fünf Proben ein Konzert zu bewältigen. Und dank der Ermutigung von Projektleiterin Sybille van Veen-Bingisser und dem Einsatz von allen haben sie dies auch geschafft. Die Zuhörer bedankten dies mit grossem Applaus, worauf die Gospelsingers noch zwei Lieder als Zugabe präsentierten, bevor sie, wie zu Beginn, hintereinander aus der Kirche des Frauenklosters Au schritten.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

12.11.2013

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schwyzkultur.ch/WynrPM