Die Sänger des Jodelklubs Waldstatt-Echo und die des Interkantonalen Männerchors überzeugten bei gemeinsamem Gesang. Fotos: Franz Kälin
Die Sänger des Jodelklubs Waldstatt-Echo und die des Interkantonalen Männerchors überzeugten bei gemeinsamem Gesang. Fotos: Franz Kälin
Unter die Haut gehende Stimmen: der interkantonale Männerchor. Bild Franz Kälin
Unter die Haut gehende Stimmen: der interkantonale Männerchor. Bild Franz Kälin

Musik

Gemeinsames Gesangsexperiment begeisterte

Konzert mit dem Interkantonalen Männerchor und dem «Waldstatt-Echo» in der Jugendkirche Einsiedeln.

Vorgestern Sonntag lud der Jodelklub «Waldstatt-Echo» zu einem gemeinsamen Chorkonzert zusammen mit dem Interkantonalen Männerchor. Zustande kam diese spezielle Kombination dadurch, dass sich die Dirigentinnen der beiden Chöre, Nadja Räss, Sarah Hänggi und Lisa Appenzeller, kennen.


Grosses Publikum


Bei Beginn war die Jugendkirche fast voll. Dies zeigt einmal mehr, dass, wenn die Jodlerklubs zum Konzert rufen, ihre Angehörigen sowie die Liebhaber des Jodelgesangs kommen. Ein Mitglied des Gastchores begrüsste die Zuhörenden herzlich. Man freue sich auf diesen gemeinsamen Auftritt. Die 16 Männer, einheitlich in Schwarz gekleidet und mit orangem oder grünem Schlips ausgestattet, eröffneten mit dem Lied «Imeruli mgzavruli» um 17 Uhr den Konzertspätnachmittag. Es war ein typisches Hirtenlied aus Georgien, wo vor allem die tiefen und unter die Haut gehenden Stimmen beeindruckten. Mit zwei weiteren östlichen Volksliedern setzten sie ihr Programm fort. Nun war es an Nadja Räss, ihr «Waldstatt-Echo» kurz vorzustellen. Sie kündigte eine Reise durch die Jodlerwelt an.


Beeindruckende Stimmen


Im kommenden Viererblock des «Waldstatt- Echos» kamen die klaren, sauberen und immer wieder beeindruckenden Stimmen der Jodler voll zur Geltung. Aber auch die Stimmen der drei Frauen und von Nadja Räss klangen sehr rein und schön. Besonders hörbar war dies im Naturjodel von Fredy Wallimann «Dr Bürgestöckler ». Danach hatten die beide Chöre ihren ersten gemeinsamen Auftritt, und zwar mit der Uraufführung «Wänns dimmered», vertont von Nadja Räss und getextet vom Einsiedler Mundartdichter Meinrad Lienert. Der Interkantonale Männerchor, der als Projektchor überall in der Schweiz auftritt, unterlegte mit einem sehr schönen Klangteppich den Gesang der Männer und Frauen des einheimischen Jodlerklubs.


Gastchor


Im nächsten Programmteil begeisterte der Gastchor mit seinem grossen Volumen und den beiden Liedern «Laila, oh» und dem Lied über das schöne Greyerzerland «Que la Gruyère es belle». Mit den Liedern «Schnittertanz » und «Lippsche jützli», ein Muotathaler Naturjutz, war dann die Reihe wieder am «Waldstatt-Echo». Der ganze Chorklang sowie auch die Stimmen der Jodlerinnen Yvonne Fuchs, Tanja Bissig und Florina Ott sowie von Roli Ochsner und Gabriel Kälin beeindruckten. Vermutlich hatten die beiden Chöre nicht allzu viel Gelegenheit für gemeinsame Proben und deshalb vermischten sich bei den nun kommenden gemeinsam gesungenen Liedern die Sänger des Männerchors mit den Singenden des «Waldstatt-Echos». Mit dem «Tansulaul » des Männerchors, das auch Jodelelemente enthielt, dem «Nachtbuebäliedli», dem «Nonsens Madrigals» und dem «Schwäbbärg- Zäuerli» ging ein Experiment nach 75 Minuten zu Ende. Ein Experiment, das sehr gelungen war. Zum Schluss ergriff Nadja Räss kurz das Wort, bedankte sich bei den Zuhörenden, aber auch bei Sigrist Edgar Fuchs, der die Jugendkirche einmal mehr für ein Konzert öffnete sowie dem Bühnenbauer Franz Bürgler, auf dessen Mithilfe schon mehrmals und immer wieder gezählt werden kann.


Einsiedler Anzeiger / we

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

06.03.2018

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