Marcel Schuler dirigiert «sein» 20. und letztes Laetare-Konzert . Das Publikum war begeistert. Bild FranzKälin
Marcel Schuler dirigiert «sein» 20. und letztes Laetare-Konzert . Das Publikum war begeistert. Bild FranzKälin

Musik

Grosse Begeisterung am Laetare-Konzert

Am alljährlichen Laetare-Konzert bot die Studentenmusik der Stiftsschule Einsiedeln eine einladende und abwechslungsreiche Vorstellung.

Im vollen Theatersaal der Stiftsschule eröffnete der Dirigent Marcel Schuler am vergangenen Samstag das Laetare-Konzert mit einem Amerikanischen Marsch. Laetare bedeutet «sich freuen» und diese Freude spürte man, sowohl bei den Mitwirkenden, als auch beim Publikum durch das ganze Konzert hindurch. Die vielseitigen Stücke wurden von den Schülerinnen und Schülern, die alle zwischen 13 und 20 Jahre alt sind, gekonnt gespielt. Wie jedes Jahr führte Marcel Schuler das Publikum mit Anekdoten und Hinweisen zu den verschiedenen Stücken durch das facettenreiche Programm. Von Filmmusik, über Klezmer bis hin zu anspruchsvollen Werken mit mehreren Sätzen wurde alles geboten. Natürlich durften auch die Klassiker aus dem Repertoire nicht fehlen. Es wurde sogar einige Male in Kleinbesetzungen musiziert und Deborah Züger überzeugte an der Trompete mit einem rhythmisch sehr anspruchsvollen Solo.

Ehemalige am Konzert

Vier Maturandinnen und Maturanden verabschiedeten sich am Konzert von Herrn Schuler. Dies geschah wie immer mit sehr viel Witz. Unter dem Motto «Dick und Doof» spielten die vier gemeinsam mit ihrem Dirigenten das anspruchsvolle Jazz-Stück gleichen Namens, in ungewohnter Besetzung. Ein E-Bass, eine Querflöte, ein Cajon, eine Trompete und ein Klavier erweckten das Stück zum Leben. Marcel Schuler durfte aber nicht nur selber musizieren, er kam auch dazu, die grösste Studentenmusik seit Langem zu dirigieren. Die Stiftsschülerin Deborah Züger hatte Ehemalige angefragt, ob sie inklusive Instrument an das Konzert kämen, um Herrn Schuler zu überraschen und unter ihm ein letztes Mal zu musizieren. Es sei eine spontane Idee gewesen und sie habe einfach einmal die Leute angefragt. Angekommen ist die Idee allerdings gut. Über 25 Ehemalige waren dem Aufruf gefolgt und so wurde es im Theatersaal für einmal sogar ziemlich laut. Auch das Publikum war davon begeistert und die Formation durfte ihr Stück sogar noch ein zweites Mal spielen.

Letztes Konzert

Dieses Konzert war jedoch nicht nur das letzte für vier Maturanden, sondern auch für ihren Dirigenten Marcel Schuler. Zwanzig Jahre lang hatte er die Studentenmusik dirigiert und mit ihr wohl so einiges erlebt. Ein letztes Mal geht er noch in der ersten Frühlingsferienwoche mit den Schülerinnen und Schülern auf die alljährliche Reise. Dieses Mal geht es für eine Woche nach Brüssel, wo das Ensemble an verschiedenen Schulen konzertieren wird. Dies ermöglicht auch den Austausch mit anderen Studenten. Aber natürlich wird an der Stiftsschule weitermusiziert. Lukas Meister wird die Nachfolge antreten und wie man hört, hat er vor, alles auf die gleiche Art weiterzuführen. Die Latte ist auf jeden Fall hoch gesetzt. Marcel Schuler war nicht nur bei seinen Schülerinnen und Schülern beliebt, sondern er verstand sich auch darauf, das Publikum zu begeistern. Dies mochte daran liegen, dass man ihm die Leidenschaft zur Musik gerade auf dem Podest des Dirigenten besonders gut ansah. Das Publikum bedankte sich entsprechend mit einer Standing Ovation. Nach 20 Jahren überkommt Marcel Schuler wohl schon jetzt ein bisschen Heimweh, denn er sagte, er freue sich schon darauf, im nächsten Jahr selber im Publikum zu sitzen.

Einsiedler Anzeiger (cel)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

12.04.2016

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