Die Musikgesellschaft Konkordia verwandelte das Dorfzentrum für ihr Unterhaltungskonzert in eine heimelige Wohnstube. Foto: Franz Kälin
Die Musikgesellschaft Konkordia verwandelte das Dorfzentrum für ihr Unterhaltungskonzert in eine heimelige Wohnstube. Foto: Franz Kälin

Musik

Hommage an den Altmeister

Am Wochenende lud die Musikgesellschaft Konkordia Einsiedeln zu ihrem Unterhaltungskonzert. Sie war «z'Bsuech bim Martin Beeler». Den zahlreichen Zuhörern wurde ein vielseitiges Programm geboten.

Nach einer erfolgreichen Aufführung am Samstagabend inklusive VIP-Angebot, bei dem die Gäste vor dem eigentlichen Konzert bereits kulinarisch verwöhnt wurden, wurde das Konzertprogramm auch am Sonntagnachmittag nochmals aufgeführt. Vorweggenommen sei, dass die Konkordianer auch in diesem Jahr keinen Aufwand scheuten, um den Konzertbesuchern einen stimmungsvollen und unvergesslichen Musiknachmittag zu bieten. Mit dezenter Dekoration wurde der Dorfzentrumsaal in eine heimelige Wohnstube verwandelt, sodass man sich wie bei Martin Beeler zu Hause fühlte. Daneben wurden Fotos aus dem reichen Wirken Beelers auf Leinwand projiziert.

Martin Beelers Kompositionen

Der erste Konzertteil war vollumfänglich Kompositionen aus dem über 500 (!) Werke umfassenden Repertoire des 2008 verstorbenen Einsiedler Komponisten gewidmet. Diese ertönten in teilweise neu arrangierten Blasmusikversionen und waren Unterhaltungsmusik vom Feinsten. Nach dem Eröffnungsmarsch begrüsste Präsident Markus Dobler die zahlreich erschienen Zuhörer, unter ihnen erfreulicherweise viele Familien mit Kindern, sowie verschiedene Vereinsdelegationen. Dann übergab er das Wort dem Ansager Oski Nauer, der auf kurzweilige Art durch den Nachmittag führte. Die rund 45 Musikanten unter der bewährten Leitung von Rolf Galliker wussten die Konzertbesucher mit ihrem lebendigen Spiel von Beginn an zu begeistern, sprang doch der Funke bereits nach wenigen Takten förmlich von der Bühne aufs Publikum über.

Mit interner Ländlerkapelle

Es gelangten schwungvolle, aber auch ruhigere Kompositionen zur Aufführung, bei denen das Klarinetten- und das Trompetenregister zu solistischen Einsätzen kamen. Daneben fand auch eine Einlage einer vereinsinternen Ländlerkapelle ihren Platz. In dieser fünfköpfigen Gruppe spielten sogar zwei ehemalige Mitmusiker Beelers, Walter Kälin und Edi Nussbaumer, mit. Sie boten den Zuhörern ein buntes Potpourri an bekannten Beeler-Melodien. Bevor der erste Konzertteil mit einer Gesangseinlage von Jasmin und Michael Brunner begleitet vom Gesamtcorps endete, erklang dasjenige Werk Beelers, das anlässlich eines solchen Unterhaltungsnachmittags nicht fehlen durfte: «Alles tanzt Fox». Diesmal in einer Version für Ländlerkapelle und Blasorchester. Das Publikum wurde sogar dazu ermuntert, das Tanzbein zu schwingen.

Lockere Stimmung

Mit Stimmungsmusik pur ging es auch im zweiten Konzertteil weiter. Dieser war geprägt von swingenden und rockigen Werken von Zeitgenossen Beelers. Ein Medley mit bekannten Hazy Osterwald Klassikern war ebenso vertreten, wie Melodien von Frank Sinatra. Die Konkordianer überzeugten mit einem ausgewogenen Gesamtklang und einer soliden Rhythmik. Mancherorts hätte die dynamische Bandbreite jedoch noch weiter ausgereizt und die Begleitung von Solisten etwas dezenter erklingen können. Mit Manuela Galliker trat eine weitere Gesangssolistin in Erscheinung. Besonders erwähnenswert ist sicher die Aufführung des traditionellen Stücks «Chum über’s Mätteli»: Der Solistenpart wurde von Valentin Egli am Flügelhorn übernommen, der mit wunderbarem Klang und gefühlvoller Interpretation vollends überzeugte.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

03.11.2012

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