Patrick Schönbächler ist Gründungsmitglied der Wood and Metal Connection (WMC) und momentan im besten Bläseralter. Bild Patrizia Pfister
Patrick Schönbächler ist Gründungsmitglied der Wood and Metal Connection (WMC) und momentan im besten Bläseralter. Bild Patrizia Pfister

Musik

Ich bin im besten Bläseralter!

Patrick Schönbächler ist Gründungsmitglied der Wood and Metal Connection (WMC). Im Oktober feiert die Einsiedler Wood and Metal Connection ihr 20-jähriges Bestehen. Die Mitglieder machen eine Jubiläumsreise und spielen gleich zwei Mal im Kultur- und Kongresszentrum auf.

Patrizia Pfister: Sind Sie seit der Gründung bei der WMC dabei?

Patrick Schönbächler: Ja. Ich bin das älteste noch mitspielende Gründungsmitglied!

Wie kam es denn vor mehr als 20 Jahren zur Gründung des Orchesters?

Es gab damals das Young People Orchestra im Talkessel Schwyz. Sie spielten Filmmusik und Musicals, zum Teil auch selber arrangiert. Wir fanden das eine gute Sache und gründeten die WMC. Das waren Roman Kühne, Peter Werder, Andi und Karin Theiler und ich. Das Gründungsdatum war der 16. November 1994. Wir brauchten dann 14 Monate bis wir konzertreif waren.

Was waren die grössten Herausforderungen für das neue Orchester?

Die Bläser hatten wir relativ schnell zusammen. Das Problem waren genügend Streicher. Sie kamen und kommen heute noch aus der ganzen Region.

Was ist der Vorteil eines Orchesters mit Bläsern und Streichern?

Es ermöglicht das Spielen von Originalliteratur und fetziger Musik, die über die reine Blasmusik hinaus geht. Aktuell zählt die Wood and Metal

Connection rund 60 Mitglieder. Wie ist die Zusammensetzung?

Wir sind etwa zu einem Drittel Bläser und zwei Drittel Streicher. Ich höre schon meine Frau, die Dirigentin, sagen: Streicher kann man nie genug haben (lacht)!

Wie ist die aktuelle Situation mit den Streichern?

Momentan läuft es sehr gut. Da müssen wir auch den Musikschulen ein Kränzchen winden. Wir ha ben viele junge Mitglieder, da gibt es bedingt durch Ausbildung und Beruf aber auch oft Wechsel.

Sie selber spielen ja Posaune und verstärken damit das Blech-Register - ist das der konstantere Teil des Vereins?

Es ist schon so, dass die Bläser den Motor des Vereins bilden (lacht). Wir haben bislang alle Präsidenten ausser der aktuellen gestellt und waren auch bei den Kon zertprojekten stark engagiert. Aber das darf sich auch ändern.

Die WMC ist heute bekannt für ihre besonderen Projekte - was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Der Funke hat gezündet mit den Standing Ovations am ersten Konzert im Dorfzentrum. Ein erstes Highlight war, als Roman Kühne 1997 den Kulturförderpreis erhielt. Prägend waren auch das Musical Evita (2004), die Elvis-Show (2009) und das Stabat Mater (2012).

Das Jubiläumsprogramm beinhaltet zwei Konzerte im Kulturzentrum und eine Reise, wohin führt diese?

Nach Langenlois in Österreich. Zu Beginn der Woche absolvieren wir jeweils eine Probe am Vormittag. Der grösste Teil steht jedoch zur freien Verfügung.

Was gibt es am Jubiläumskonzert zu hören?

Filmmusik bildet den Schwerpunkt, das ist unser Kernrepertoire. Darunter sind unter anderem Stücke aus Hobbit und Hook. Wir spielen auch noch einige Stücke aus den Anfangszeiten.

Sind Sie nochmals 20 Jahre bei der WMC dabei?

Ich bin schliesslich im besten Bläseralter! Ich will mich auch weiterhin einbringen. Meine Idee ist Jesus Christ Superstar im Kloster aufzuführen.



Jubiläumskonzerte vom 11. und 19. Oktober. Das Konzert wird mit einem Galadinner inklusive vorgängigem Apéro verbunden. Das Essen ist im Konzertticket inbegriffen. Vorverkauf unter 077/468'25'33 oder reservation@wmc-einsiedeln.ch.



Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

10.10.2014

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