Unter dem Motto «Wo man singt, da lass dich ruhig nieder», lud der Jodelklub Waldstatt-Echo am Samstagabend in Einsiedeln zum Konzert. Bild Franz Kälin
Unter dem Motto «Wo man singt, da lass dich ruhig nieder», lud der Jodelklub Waldstatt-Echo am Samstagabend in Einsiedeln zum Konzert. Bild Franz Kälin

Musik

Jodlerabend: «Sing du es Lied, s'bringt Freud is Härz!»

Der Jodelklub Waldstatt-Echo trat am vergangenen Samstagabend im Kultur- und Kongresszentrum «Zwei Raben» auf. Mit dem Engagement der «Schüpferi Meitli» hatten die Verantwortlichen des Waldstatt-Echo erneut ein «Juwel der Jodelszene» nach Einsiedeln geholt. Sie boten zusammen mit den «urchigen Grossern» und dem Jodelklub Waldstatt-Echo den zahlreichen Gästen einen gemütlichen Abend.

Angekündigt wurde der Abend unter dem Motto «Wo man singt, da lass dich ruhig nieder» - und es wurde gesungen und wie. Die Gastgeber eröffneten den Abend mit dem «Bärgchilbijutz», einer Naturjodelkomposition von Adolf Stähli. In ihrer sympathischen Art begrüsste Präsidentin Pia Kälin die anwesenden Ehrenmitglieder, allen voran Ehrenpräsident Kurt Kalbermatten, alle Gäste und viele Vereinsdelegationen. Das Altersspektrum im Klub sei gross, so Pia, liegen doch zwischen dem ältesten Aktiven (Bode Märtel, 1938) und dem jüngsten (Tobias, 2000), dem Sohn des Dirigenten Eugen Carl Hänggi, «satte» 62 Jahre. Stefanie Sitzmann übernahm dann das Mikrophon und führte gekonnt und brillant durch das Programm.

Bunter Melodienreigen

In der Folge wechselten sich bekannte Jodelmelodien und lüpfige Volksmusik ab. Gespannt warteten die Zuhörer auf den ersten Auftritt der «Schüpferi Meitli», den Siegerinnen der Alpenrose 2013. Silvia (23) und Anita (21) Bucher gewannen vor Jahresfrist den Wettbewerb der sechs Bewerber mit grossem Vorsprung (40,46 Prozent des Zuschauervotings). Mit dem Lied «Chum los doch zue», einer Komposition von Stephan Haldimann, stellten sich die beiden hübschen Nidwaldnerinnen vor und zogen das Publikum von der ersten Minute an in ihren Bann. Ihre ruhige und sympathische Art, die hellen und klaren Stimmen, gepaart mit der versierten Begleitung durch Dani Waser, wusste in allen Belangen zu überzeugen. Das die beiden «das Juze im Bluet hend» bewies ihr zweiter Vortrag von Kurt Mummenthaler. Auf die Frage von Stefanie Sitzmann, wie sich ihr Leben seit dem grossen Erfolg verändert habe, antworteten die beiden Jodlerinnen: Trotz der vielen Auftritte arbeiten beide noch 100 Prozent. Auch «einheimische Kost» wurde vom Waldstatt-Echo geboten: «Hei wili hei», die Komposition von Fred Stocker mit dem Text von Meinrad Lienert, gefiel einmal mehr.

Einheimischer Nachwuchs

Mit den «urchigen Grossern», einer Ländlermusikformation aus der Region, wusste eine weitere Nachwuchsformation zu gefallen. Luca Kälin, Valentin Kälin und Marcel Späni an den Schwyzerörgeli und Fabian Kälin am Bass überzeugten mit ihrem Auftritt vor, während und nach dem Programm. Alle vier Musikanten sind nicht älter als 17 Jahre! Pia Kälin, sichtlich erfreut über das gute Gelingen des Jodlerabends, dankte zum Schluss allen Jodlerinnen und Jodlern, den Musikanten und den Verantwortlichen. Dirigent Eugen Carl Hänggi bat alle anwesenden Jodlerinnen und Jodler auf die Bühne zum Gesamtchor. Mit dem Geburtstagsjuz und dem Dauerbrenner «Kamerade wemmer si» fand der Jodlerabend 2014 des Jodelklubs Waldstatt-Echo seinen würdigen Abschluss. Es war ein gemütlicher Abend, sagen wir es doch mit den Worten der Schüpferi Meitli: «Länid zrugg und gniässids i vouä Ziig!»

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

28.10.2014

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schwyzkultur.ch/Gb9rA9