Wüste so weit das Auge reicht (von links): Valentin Kälin, Marcel Späni, Fabian Kälin, Luca Kälin und Reto Cavadini (Betreuer der Schweizer Botschaft). Bilder René Hensler
Wüste so weit das Auge reicht (von links): Valentin Kälin, Marcel Späni, Fabian Kälin, Luca Kälin und Reto Cavadini (Betreuer der Schweizer Botschaft). Bilder René Hensler
Die urchigen Grosser zusammen mit dem Botschafter Ehepaar nach getaner Arbeit. Von links Luca Kälin, Marcel Späni, René Hensler, Monika und Peter Reinhardt, Valentin Kälin und Fabian Kälin. Bild zvg
Die urchigen Grosser zusammen mit dem Botschafter Ehepaar nach getaner Arbeit. Von links Luca Kälin, Marcel Späni, René Hensler, Monika und Peter Reinhardt, Valentin Kälin und Fabian Kälin. Bild zvg

Musik

Ländlermusik mitten in der Wüste

Am Sonntagmorgen startete das Abenteuer Saudi-Arabien für die «urchigen Grosser». Es stand eine Reise in ein Land an, in welchem ein Besuch eher unwahrscheinlich ist. Grund dieses Ausfluges war der Schweizer Herbsttag in der Botschaft unseres Landes.

Nachdem am Samstagabend noch ein Auftritt an einer Hochzeitsfeier anstand, galt es für die fünfköpfige Reisegruppe am Sonntagmorgen früh aus den Federn zu steigen. Die Gruppe umfasste die Musiker Fabian Kälin, Luca Kälin, Valentin Kälin, Marcel Späni und Begleiter René Hensler. Mit der Lufthansa führte der Flug via München in die saudische Hauptstadt Riad.

Grosse Unterschiede

Schon das Aussteigen aus dem Flugzeug zeigte den Reisenden, welche Temperaturen sie nun in den nächsten zwei Tagen erwartete. War es doch um sechs Uhr abends immer noch 35 Grad warm. Die Zollformalitäten durften zuerst erledigt werden. Obwohl vorgängig ein Visum eingeholt wurde, musste dennoch eine weitere Einreisekarte ausgefüllt werden. Beim Eintreffen in der Einreisehalle, standen unzählige Schalter zur Verfügung. Da gab es eine Reihe Touristen mit Visum, dann Personen, welche ein Rückkehrvisum hatten, solche die ein Arbeitsvisum hatten, für die saudischen Bewohner und eine für Bewohner der Golfstaaten. Nach dem Durchlesen dieser Reihen, war klar, wo es hinging. Mitnichten stand die Gruppe dann aber am richtigen Ort, sie wurden in eine andere Reihe gelotst. Glücklicherweise war es dann aber die richtige. Andere hatten weniger Glück und durften sich rund drei Mal neu in einer Reihe anstellen. Eine Stunde verging und endlich war das Königreich Saudi-Arabien offiziell erreicht.

Sonne und Pool

Die Koffer abgeholt, unter den melodiösen arabischen Klängen des Betrufes, bestieg die Gruppe zwei Autos. Eine rund 40-minütige Fahrt brachte alle zum diplomatischen Quartier. Dieses war gegenüber den anderen Vierteln hermetisch abgeriegelt und von Soldaten bewacht. In der Schweizer Residenz angekommen, wurden die Zimmer bezogen und sogleich ein Nachtessen serviert. Dann war Zeit für eine Erfrischung. Während rund einer Stunde wurde der Swimming Pool intensiv begutachtet und getestet.

Soundcheck bei 38 Grad im Schatten

Den Montag ging es ruhig an, stand doch am Abend der Auftritt bevor. Nach dem Frühstück wurde ein erster Soundcheck bei rund 38 Grad im Schatten absolviert. Befürchtungen betreffend der Örgeli-Verstimmung durch die grosse Hitze bewahrheiteten sich zum Glück nicht. Der ganze Nachmittag stand wiederum zu freien Verfügung. Natürlich musste da der Pool wieder zur Erfrischung herhalten. Kurz nach halb sieben stand ein weiter Testlauf mit der Verstärkeranlage an.

Schwyzer Musik in der Wüste

Schon bald galt es ernst. Pünktlich um viertel vor acht standen die urchigen Grosser bereit für ihren ersten Auslandauftritt. Mit drei Musik-Sets von rund 45 Minuten Länge brachten sie Schweizer Musikkultur in die saudische Wüste. Da das Gelände zweigeteilt war, wurden extra grosse Leinwände aufgestellt. Darauf konnten alle die urchigen Grosser live mitverfolgen. Jedoch verleitete dies einige zu denken, dass dies Live aus der Schweiz übertragen wurde. Dem war natürlich nicht so! An diesem Schweizer Herbsttag wird der Nationalfeiertag nachgeholt. Im Sommer herrschen auch nachts so warme Temperaturen, dass an eine Feier nicht zu denken ist. Zudem weilen viele in den Ferien, fliehen also vor der Hitze in der Wüstenstadt Riad. Zutritt zu dieser Feier erhielten nur geladene Gäste. Vor allem waren dies Mitglieder anderer Botschaften, in Saudi-Arabien lebende Schweizer und Geschäftspartner von Schweizer Firmen. All jene genossen Schweizer Spezialitäten und das Pflegen von Beziehungen.

Typisch schweizerisch

Ein Buffet mit typischen Schweizer Spezialitäten stillte den Hunger der Anwesenden. Neben Züri-Gschnetzeltem wurde auch Raclette serviert. Die Auslandschweizer hatten ihre helle Freude an den Örgeliklängen. Der Höhepunkt wäre der Besuch des Gouverneurs von Riad, einem waschechten Prinzen des saudischen Königshauses, gewesen. Leider musste dieser kurzfristig absagen. Dadurch durften die urchigen Grosser ihr Repertoire vollumfänglich ausschöpfen.

Land und Leute

Der dritte Tag stand dann im Zeichen vom Kennenlernen von Land und Leuten. Die Festung Al-Mas-mak im histo

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.10.2013

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schwyzkultur.ch/9LFAb7