Mit dem «Schönbüel-Jutz» und dem herrlichen Jodellied «Bärgwanderig» eröffnete der Jodelklub Waldstatt-Echo schwungvoll den zweiten Teil. Foto: Franz Kälin
Mit dem «Schönbüel-Jutz» und dem herrlichen Jodellied «Bärgwanderig» eröffnete der Jodelklub Waldstatt-Echo schwungvoll den zweiten Teil. Foto: Franz Kälin

Musik

Mit bodenständiger Jodlerkost

Unter dem Motto «d'Lüt im Dorf» überzeugten gestandene und junge Jodler gleichermassen und begeisterten mit einem abwechslungsreichen Programm die treuen Jodelliebhaber.

Mit den Akteuren, dem «Buebechörli Stein», dem «Muulörgeli-Quartett Stiefelgässler» aus Sattel, dem Jodelterzett «Pia Kälin/Yvonne Kälin/Marcel Meier» und dem organisierenden «Jodelklub Waldstatt-Echo» war auch am diesjährigen Jodlerabend ausgezeichnete Unterhaltung garantiert. N ach dem stimmgewaltigen «Ensemble Ermitage» aus St. Petersburg im letzten Jahr war heuer wieder «Bodenständiges» angesagt.

Musikalisch überzeugend

Mit dem «Gummenalp-Jutz» von Fredy Wallimann und mit «D'Lüt im Dorf» von Kurt Mumenthaler, beides ausgezeichnet vorgetragen, brachten die «Waldstatt Jodler» die Besucher so richtig auf Betriebstemperatur. Für die Ansagen war erstmals Rita Noser zuständig, sie machte ihre Sache prima. Gespannt erwartete das Publikum den ersten Auftritt vom «Buebechörli Stein». Was die 27 Appenzeller-Jungs, zwischen 8 und 18 Jahre alt, boten, war Jodel vom Feinsten. Den verdienten Applaus haben sie sichtlich genossen. Danach traten vier gestandene Herren mit Mundharmonika auf. Das war nur optisch ein Kontrast, musikalisch war es ein gelungener Übergang. Das «Muulörgeli-Quartett Stiefelgässler» überzeugte mit ausgezeichnet und virtuos gespielter Unterhaltungsmusik, ob Marsch, Walzer oder Fox, das Publikum war hingerissen. So perfekt gespielte «Muulörgeli» hört man nicht alle Tage. Mit einem Jodellied und einem typischen Appenzeller-Zäuerli schloss das «Buebechörli Stein» den ersten, sehr abwechslungsreichen Block gekonnt ab.

Der zweite Teil

Die Pause bot Gelegenheit, Lose für die reichhaltige Tombola zu ergattern, um mit etwas Glück einen Butterzopf, ein Stück Speck oder sogar einen herrlichen Früchtekorb mit nach Hause zu nehmen. Mit dem «Schönbüel-Jutz» von Ruedi Rymann und dem herrlichen Jodellied «Bärgwanderig» von Ueli Moor eröffnete das Waldstatt-Echo schwungvoll den zweiten Teil. Auch bei seinem zweiten Auftritt glänzte das Buebechörli mit präzise vorgetragenen «Appenzeller Zäuerli». Die mit tosendem Applaus geforderten Zugaben setzten den Schlusspunkt für eine tolle gesangliche Leistung der Appenzeller-Jungs. Eine Uraufführung und damit seine Feuertaufe erlebte das Terzett «Pia/Yvonne/Marcel». Mit «Dr Läbessinn» und «Lass Dir no es bitzli Zyt», haben Pia Kälin, Yvonne Fuchs und Marcel Meier das Publikum hingerissen und begeistert. Es bleibt zu hoffen, dass man das Terzett nicht zum letzten Male gesehen und gehört hat. Auch das «Muulörgeli-Quartett Stiefelgässler» zog bei seinem zweiten Auftritt nochmals alle Register seines Könnens.

Einheimische am Schluss

Der Schlussauftritt gehörte dem Waldstatt-Echo mit der Volksweise «Ranz des vaches», wo der musikalische Leiter Bruno Durrer überzeugte und als Solist begeisterte. Wenn im Welschland die wenigen Silben «Lioba, lio-o-ba….» gesungen werden, dann fühlen sie sich zu Hause, dann sind sie zu Hause. Der Kuhreihen ist für sie die heimliche Landeshymne. Bruno Durrer und der Jodelklub Waldstatt-Echo haben nicht nur mit «Lioba» das Publikum begeistert. Mit «Johr y, Johr us» von Matthias Zogg machten sie den Abschluss, der passender nicht hätte sein können.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

30.10.2012

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