Die Jugendmusik präsentierte verschiedene Stücke mit Klängen aus aller Welt. Dem Publikum gefiels! Bild Franz Kälin
Die Jugendmusik präsentierte verschiedene Stücke mit Klängen aus aller Welt. Dem Publikum gefiels! Bild Franz Kälin

Musik

Musikalisch fremde Länder bereisen

Die jungen Musikerinnen und Musiker der Jugendmusik Einsiedeln unter der Leitung von Erwin Füchslin nahmen die zahlreichen Besucher im Kultur- und  Kongresszentrum mit auf eine musikalische Weltreise bei ihrem Jahreskonzert.

Der Saal des Kultur- und Kongresszentrums Zwei Raben war am Samstagabend wie gewohnt gefüllt. Die Freude an Musik brachte erneut Jung und Alt zusammen. Man liess sich gemeinsam für zwei Stunden an Orte entführen, die man vielleicht selber noch nie gesehen hatte. Mithilfe der Musik kriegte man als Zuschauer jedoch eine ganz genaue Vorstellung davon, wie es in diesen fremden Ländern zu und her ging.

Beschwingter Auftakt

Der Start der Weltreise war natürlich in der Schweiz und so wurde als allererstes der Marsch «Arosa» gespielt. Unterstützt von dieser heiteren Melodie hatten die jungen Leute das Publikum sofort in der Tasche. Durch das Programm führten anschliessend die beiden Mitglieder Simon Märchi und Luca Kälin. Sie taten dies auf lustige und auflockernde Weise, indem sie gleich selber auf Weltreise gingen. Und wie das beim Reisen so ist, erlebt man manchmal ziemlich lustige Geschichten. Es gab zum Beispiel Flieger, auf denen man die ganze Zeit Rosenkränze beten musste und die jüngste Stewardess 71 Jahre alt war. Zum Glück gab es da noch Flieger wie den Airbus Saxology Airline. Dort wurde nämlich Musik gespielt und man konnte sogar als Gast mitspielen. Das jazzige Stück Saxology wurde mit viel Pep gespielt. Souverän waren die Soli des Saxophonregisters. Die unterschiedlichen Solisten glänzten nicht nur durch fehlerfreies Spiel, sondern auch durch gutes Taktgefühl und volle Töne.

Highlight Häppchen

Der Abend war ausserdem gespickt mit Highlights. Ein erstes war sicher, dass in Schottland ein Dudelsack – gespielt von Joseph Manser – zur Formation dazukam. Dies verlieh dem Stück «Highland Cathedral » eine ganz besondere Stimmung. Man fühlte sich, als würde man selber durch die schottischen Highlands reiten. Ein weiteres Highlight war natürlich das Aspirantenspiel. Die Jüngeren unter den Musikbegeisterten, unter der Leitung von Sebastian Rauchenstein, verstanden es ebenso wie die älteren, das Publikum schon mit ihrem ersten Stück (Celtic air and Dance) mitzureissen. Auch bei ihnen wurde durch das Programm geführt, diesmal von Anna und Svenja. Sie erzählten dem Publikum von ihrem Teil der Reise, und davon, dass sie Lieder von den Popstars von früher spielen. Ausserdem verrieten die beiden Ansagerinnen dem Publikum, dass sie vielleicht eine Zugabe spielen dürften, wenn sie nur laut genug klatschen würden. Dies wurde natürlich sofort ausprobiert. Ebenfalls ein Highlight war wohl die Kreuzfahrt, die die Reisewütigen unternahmen. Diese war nämlich auf einem echten Piratenschiff – genauer gesagt, auf der Black Pearl. «Pirates of the Carribean: At World’s End», gefiel nicht nur dem Publikum sehr gut. Man sah auch den jungen Musikanten an, wie viel Spass es machte, dieses Stück spielen zu können.

Ende der Reise

Wie jede Reise, kam auch diese irgendwann einmal auf ihr Ende zu. Und sie endete dort, wo sie begonnen hatte, nämlich in der Schweiz. Gezeigt wurde dies mit einem Stück, das verschiedenste bekannte Schweizer Volkslieder mit bekannten amerikanischen Rhythmen unterlegte. Mit «An American in Switzerland» verstanden es die jungen Leute, die Weltreise und auch das Konzert mit viel Energie abzuschliessen.



Einsiedler Anzeiger (cel)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

11.04.2017

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schwyzkultur.ch/JnYg3m