Die Sängerinnen und Sänger der Mosiktos waren auch als Erzähler oder als Figuren gefordert. Bild Salome Rath
Die Sängerinnen und Sänger der Mosiktos waren auch als Erzähler oder als Figuren gefordert. Bild Salome Rath

Musik

Rostiges Konzert mit viel Applaus

Am vergangenen Wochenende präsentierte der Kinderchor Moskitos der Musikschule Einsiedeln unter der Leitung von Corinne Rath die Kindergeschichte «Ritter Rost hat Geburtstag» von Hilbert und Janosa.

Der Gemeindesaal im Alten Schulhaus war in eine festliche Stimmung eingetaucht, als die knapp 20-köpfige Chorschar die Bühne betrat. Die Altersspanne der aktuellen Mitglieder des Ensembles liegt zwischen dem Kindergarten und der sechsten Primarklasse. Neuer Chor-Nachwuchs ist immer sehr willkommen und der Spassfaktor garantiert! Dieser war auch immer in diesen Aufführungen den funkelnden Kinderaugen und an der tollen Präsenz der jungen Sängerinnen und Sänger anzumerken.

Neues Programm

Drei junge Sängerinnen des Chors begrüssten das Publikum mit spitzen und lustigen Kommentaren zum folgenden Programm und forderten von allen Anwesenden, mit viel Fantasie, mit viel Humor, mit viel Emotio und wenig Ratio durch die Geschichte mitzureisen. Das neue Stück von Ritter Rost, welches die Chorleiterin Corinne Rath für das aktuelle Programm ausgesucht hatte, wusste mit tollen Liedern in einem zeitgemässen stilistisch vielfältigen Klang zu gefallen. Nicht umsonst sind die beiden Autoren zwei erfolgreiche Künstler im Kindermusikgenre.

Die Kinder waren doppelt gefordert, sangen sie doch nicht nur die teilweise anspruchsvollen Kinderlieder, sondern fungierten alle auch noch abwechslungsweise als Erzähler oder in der Rolle einer der witzigen Figuren: «Ritter Rost», an dessen Geburtstag dank einem Zeitreisetaxi das Abenteuer seinen Anfang nimmt, «Koks der kleine Drache», das «Burgfräulein Bö», und viele mehr waren mit von der Partie. Die Kinderjahre mit dem kleinen piepsigen Ritter Rost sind die erste Station. Im Song «Oh, diese Kinder!» entstand sogar eine schöne Selbstironie auf die nervigen As pekte jedes Familienlebens und endete mit dem pubertären Ausbruch aus dem Elternhaus mit Hilfe der Zeitmaschine und dem Lied: «Mach es gut, ich mach es besser».

Reise durch die Zeit

«E-M-C-Quadrat» der rührige Pilot des Zeitreisetaxis brachte die Freunde noch weiter in die Vergangenheit in den wilden Westen der Urururgrosstante (Wilde) Lilly. Diese mischte im Wilden Westen in rauer Manier mit Hilfe der Zeitreisenden den Saloon und den «Knallermann» mächtig auf. Nach weiteren Zeitsprüngen in die Steinzeit und weit in die Zukunft, kamen Ritter Rost und seine Freunde zum Schluss wieder heil an dessen Geburtstagsparty in der Gegenwart an. Besser vorstellen dank Projektion

Beherztes Schauspiel

Nebst den gut gesungenen Liedern überzeugten die Sprechteile mit gut erarbeitetem Schriftdeutsch und die Figuren bekamen durch das beherzte Schauspiel der Chormitglieder richtig Leben eingehaucht. Gerade für das jüngste Publikum waren die projizierten Bilder eine Hilfe, damit dem Geschehen auch wirklich nachgelebt werden konnte und alle Kinder und Erwachsenen diesem wilden Ritt durch die Zeiten folgen konnten. Zu folgen wussten auch die musikalischen Begleiter des Chors: Samuel Rath an den Tasten, Josia Rath an der Perkussion und André Ott am Kontrabass. Es war einmal mehr sehr erfreulich, wie auch das aktuelle Kinderchor-Programm dem interessierten Publikum zu gefallen wusste.





Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

14.02.2014

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