Das 18. Jahreskonzert der Blaskapelle Etzel-Kristall fand beim Publikum grossen Anklang. Foto: Kurt Fässler
Das 18. Jahreskonzert der Blaskapelle Etzel-Kristall fand beim Publikum grossen Anklang. Foto: Kurt Fässler

Musik

Schönes Konzert der Blaskapelle «Etzel-Kristall»

Die Blaskapelle Etzel-Kristall hielt vergangenen Samstag zum 18. Mal ihr Jahreskonzert im Dorfzentrum ab.

Bruno Brem begrüsste auf seine herzliche Art mit der Bemerkung, er sei etwas erschrocken, als er im Foyer so viele Menschen sah. Dabei sorgte er sich, ob wohl alle Besucher im Saal einen Platz bekommen! Aber er und seine Kameraden seien hoch erfreut über den Grossaufmarsch. Unter der Leitung von Toni Gräzer hätten sie mit intensiven Probenarbeiten das Programm zusammengestellt und einstudiert.

Zum Konzert

Bei abgedunkelter Beleuchtung, passend zum ersten Stück mit dem Namen «Nachtschwärmer», eine Polka von Zdenek Gursky, wurde fulminant gestartet. Die Solisten, Christoph Dubacher und Marcel Kälin, beide Flügelhörner, standen echten Nachtschwärmern mit ihrem gekonnten, zweistimmigen Vortrag in nichts hintenan. Den Genuss einer musikalischen Perle ermöglichte der Solist Niki Schuler mit seiner Piccolo-Trompete mit «Arrival». Er spielte ausdrucksstark und wurde abwechslungsweise von den Trompeten und dem ganzen Spiel begleitet. Wenn man die Augen schloss, wähnte man sich beim Durchqueren der Wüste oder fast wie Winnetou in den Bergen. Stürmisch wurde eine Zugabe verlangt, die mit Dauerapplaus begleitet wurde. Das nächste Stück bedurfte einer Erklärung und es wurde aus dem Leben vom bekannten Musiker Ernst Mosch erzählt, der vor allem gerne Posaune spielte und 1956 die «Egerländer Musikanten» gründete. Sinngemäss und etwas bayerisch also der nächste Titel «Fesch Samma». Lautstark mit flottem Tempo, Klarinetten und Posaune gut eingesetzt, wähnte man sich am Oktoberfest. Subtil, von Piano bis Forte, fast ein wenig sehnsüchtig spielten die Musiker den nächsten Walzer «Stille Sehnsucht». Nochmals wurde Ernst Mosch gedacht mit der «Festzelt-Polka», die schmissig mit markigen Bass- und Posaunen-Soli für Stimmung sorgte. Der Konzertmarsch «Musikantengruss an Eger» bildete den Schluss des ersten Teils. Es war eine Freude, dem Dirigenten zuzusehen, wie er mit Leib und Seele, die Nuancen beherrschend, unter vollem Körpereinsatz alle Elemente auf seine Musiker übertrug.

Nach der Pause

Bei der nächsten Polka «Kozlova» demonstrierte Silvan Arnold mit seinem Bariton-Horn was Zungenschlag und Tempo ist, dabei wurde er von Bruno Brem unterstützt. Auch hier wurde eine Zugabe gewünscht. Die «Lana Polka» beruhigte die Gemüter wieder, abwechslungsweise kamen alle Register zum Einsatz und der Rhythmus war so angenehm, dass der ganze Saal mitklatschte. Wie schon der Name sagt: Das Stück «Trompetenteufel» verlangte vom Solisten Christoph Dubacher alles ab. Sensationell gespielt und dementsprechend der Applaus. Zweistimmig, wohltuend, angenehm brachten die Solisten Daniel Briel, Tenorhorn, und der Sohn des Dirigenten, Adrian Gräzer, Flügelhorn, ihre Melodien beim «Margerite Walzer» ein, sodass ebenfalls um Zugabe gebeten wurde. Wer kennt «Erinnerungen an Zirkus Renz» nicht! Die Solisten Bruno Marggi und Marcel Stössel interpretierten das Stück mit ihren Klarinetten zweistimmig mit abwechslungsweiser Unterstützung aller Musiker. Viel zu schnell tickte die Uhr, denn die Polka «Böhmischer Musikantenball» war das letzte Stück, und Bruno Brem bedankte sich ganz herzlich. Aber halt! Da standen alle auf und wünschten unter stürmischem Applaus Zugabe. Mit einem verschmitzten Lächeln gab Toni Gräzer kurz und klar den Auftakt zu «Auf der Vogelwiese», wobei die Musikanten wie gewohnt kräftig mitsangen. Bitte noch ein Stück! Auch dieser Wunsch wurde erfüllt und unmittelbar darauf, als endgültiger Abschluss, überraschten sie das Publikum mit «Guten Abend – gute Nacht».

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

23.10.2012

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