Die «Wood & Metal Connection» spielte ihre Stärken im Dorfzentrum gekonnt aus.
Die «Wood & Metal Connection» spielte ihre Stärken im Dorfzentrum gekonnt aus.
Die «Wood & Metal Connection» betrat am Sonntagvormittag Neuland – ein Open Air auf dem Sagenplatz. Auch dank Wetterglück ein voller Erfolg. Bilder Franz Kälin
Die «Wood & Metal Connection» betrat am Sonntagvormittag Neuland – ein Open Air auf dem Sagenplatz. Auch dank Wetterglück ein voller Erfolg. Bilder Franz Kälin

Musik

Sich in einen Rausch gespielt

Die «Wood & Metal Connection» hat übers Wochenende das fachkundige Publikum begeistert. Dirigentin, Orchester und Publikum steigerten sich gleicher- massen in einen wahren Konzertrausch.

Wenn der Saal des Dorfzentrums, trotz verschiedenen, teils grösseren anderen sommerlichen Anlässen und Veranstaltungen gut gefüllt ist, dann erwarten die Besucher einen besonderen Leckerbissen. Wenn das vierzigköpfige, 1994 in Einsiedeln gegründete Orchester «Wood & Metal Connection» ein Konzert ankündigt, dann bekommen die Konzertbesucher eben einen solchen musikalischen Leckerbissen.

«Fetzige Musik»

Auch am vergangenen Freitagabend, 1. Juli, hat «Wood & Metal Connection» unter der Leitung von Susanne Theiler sein Publikum nicht enttäuscht. Ein Konzert im Sommer, das verlange geradezu nach fetziger Musik, meinten im Vorfeld des Konzertes die Verantwortlichen wohl zu Recht. So erstaunte es nicht, dass ein Hauptteil des Konzertes Abba, The Beatles und Queen und somit den wohl erfolgreichsten Bands der 60er-, 70er- und 80er-Jahre gewidmet war. Ob «We Are The Champions» (arrangiert von Manfred Schneider und Susanne Theiler), ob das Beatles-Medley mit «Yesterday – Get Back – Michelle – Abbey Road», oder das Abba-Medley mit «Money, Money, Money – Knowing Me, Knowing You – One Of Us – Thank You For The Music» und das Deep Purple-Medley mit «Burn – Highway Star – Smoke On The Water». Das Repertoire der Band umfasst auch Filmmusik, zum Beispiel «American Symphony»aus dem Film «Mr. Holland's Opus». «Who Wants to Live Forever» aus dem Film «Highlander» mit dem voluminösen, ausgezeichneten Sologesang von Doris Grossenbacher, das von ihr auch arrangiert wurde.

Ein breit gefächertes Spektrum

Es ist schon erstaunlich, wie breit gefächert das Spektrum des Orchesters ist, und mit welcher Professionalität die meist sehr jungen Musikerinnen und Musiker, (das durchschnittliche Alter beträgt gerade einmal 25 Jahre!) die sehr hohen Anforderungen mit Bravour meisterten. Neben sehr viel Talent und Fleiss jedes einzelnen, ist es vor allem das Verdienst der Dirigentin Susanne Theiler. Sie schafft es, aus vierzig begabten Individualisten ein hochklassiges Orchester zu schmieden. Es gibt sicher leichtere Aufgaben, als Streichinstrumente, Blasinstrumente, Schlag- und Rhythmus-Instrumente zu einem harmonischen, auf hohem Niveau spielenden Orchester zusammenzuführen; ein Verdienst, das alle – Musiker, Solisten und die Dirigentin – gleichermassen für sich in Anspruch nehmen dürfen. Einzelne Solisten oder Musiker besonders hervorzuheben wäre unfair, es waren ganz einfach alle grossartig.

Ein richtiger Steigerungslauf

Eines war aber besonders augenfällig: Das ganze Konzert war ein richtiger Steigerungslauf, mit sinfonischem Beginn des Orchesters, vor allem aber auch vom Publikum. So wie sich das Orchester langsam aber sicher auf Rock eingespielt hatte, erwachte auch das Publikum. Es war herrlich zu spüren, zu sehen und zu hören, wie das Orchester das Publikum mitnahm auf eine wunderbare musikalische Reise in die 60er-, 70er- und 80er-Jahre. Dass diese musikalische Reise in die Vergangenheit auch sehr viele ganz junge Konzertbesucher ebenso genossen, ist ein Garant, dass diese «Ohrwürmer» auch in Zukunft ihren verdienten Platz in der Musik-Szene behalten werden.

«Open Air» am Sonntag

Zwei Tage später, am Sonntag, 3. Juli, wagte das Orchester einen Open-Air-Auftritt. Ort war der Sagenplatz, wo eine kleine Infrastruktur aufgebaut wurde und das Orchester auf 11 Uhr zur Matinee lud. Auch dank Wetterglück war das zweite Konzert wiederum gut besucht. Die über zweihundert Besucher genossen das Open Air und die schmissige Musik sichtlich – und ebenso den Grillplausch. Dass am Sonntag das Wetter so herrlich mitspielte, war den Verantwortlichen für ihren Mut und ihre musikalische Leistung von Herzen zu gönnen.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

05.07.2011

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schwyzkultur.ch/UAYhvS