Hans Ulrich Jäger, alt Pfarrer der reformierten Kirche Einsiedeln, ist der Initiator der Band «Hot Hermits», welche seit 25 Jahren an rund 150 Konzerten das Publikum mit ihrem Dixieland begeistert.
Hans Ulrich Jäger, alt Pfarrer der reformierten Kirche Einsiedeln, ist der Initiator der Band «Hot Hermits», welche seit 25 Jahren an rund 150 Konzerten das Publikum mit ihrem Dixieland begeistert.

Musik

«Sind nicht mehr so heiss … obwohl …»

Die Dixieland-Band «Hot Hermits» feiert am kommenden Freitag ihr 25-Jahr-Jubiläum.

Hans Ulrich Jäger, alt Pfarrer der reformierten Kirche Einsiedeln, ist der Initiator der Band «Hot Hermits», welche seit 25 Jahren an rund 150 Konzerten das Publikum mit ihrem Dixieland begeistert.


Lukas Schumacher: Sie sind der Initiator der Band Hot Hermits. Was bedeutet Ihnen die Band heute?


Hans Ulrich Jäger: Es ist ein schönes Hobby und es sind wertvolle Kameradschaften, die geknüpft werden konnten. Wir proben etwa einmal im Monat und haben es immer lustig miteinander.


Welche Rolle spielt die Musik in Ihrem Leben?


Die Musik war mir schon immer wichtig. Als ich jung war, spielte ich Block  öte und später Geige. Ich wollte jedoch immer ein Blasinstrument spielen. Als ich im Gymnasium war, arbeitete ich nebenbei auf dem Bau und konnte mir so eine Posaune kaufen. Mit ein paar Schulkollegen gründeten wir damals eine Dixieband. Als Legastheniker, der dadurch nicht so gut Noten lesen konnte, war für mich die improvisierte Musik die beste (lacht).


Wie kam es zur Gründung der «Hot Hermits»?


Ich wollte eine Dixieband gründen, die nur aus Einsiedlern besteht. Dies, weil die «Altherrenbands», in denen ich vorher war, aufgrund der langen Anreisewege und des daher grösseren Aufwandes auseinanderfielen. 1993 fing ich an, mehrere Musikanten aus Einsiedeln anzufragen. So entstand die Band mit den Gründungsmitgliedern Walter Zehnder, Hansruedi Gattiker, meinem Sohn Jürg Jäger, Max Birchler, Hansjörg Schefer und Ruedi Huber.


Sie nennen sich «Hot Hermits», was bedeutet das?


Es heisst übersetzt die «heissen Eremiten», also die heissen Einsiedler. Jetzt sind wir vielleicht nicht mehr ganz so heiss … obwohl, dieses Jahr haben wir so viele Auftritte wie noch nie zuvor.


Wie viele Auftritte hatten Sie?


Pro Jahr waren es immer etwa fünf bis sechs Auftritte. Jetzt im Jubiläumsjahr sind es zehn Auftritte. Das hat aber nichts mit dem Jubiläum zu tun. Es ist einfach Zufall.


Wie waren Ihre ersten Auftritte?


Unser erster Auftritt war 1993 am Brot-für-alle-Fest der reformierten Kirche Einsiedeln. Den zweiten hatten wir an der «Hausräuke» des Migros-Centers.


Wie hat sich die Band im Verlauf der Jahre entwickelt?


Von den sieben Gründungsmitgliedern sind heute noch die Bläser dabei. Das sind Hansruedi Gattiker, Max Birchler und ich. Die Band bestand immer aus sieben Mitgliedern.


Ist Ihnen ein Konzert speziell in Erinnerung geblieben?


Jedes Konzert hatte seinen eigenen Charakter, darum ist das für mich schwierig zu beantworten. Speziell in Erinnerung bleiben mir vor allem die Begegnungen mit den Menschen.


Welche Aufgaben übernehmen Sie als Bandleader?


Die Arbeit macht weitgehend Hansruedi Gattiker. Ich bin zwar Bandleader, aber eigentlich nur Initiator und Altpräsident (lacht).


Hält Musik jung? Früher hiess es, wenn man Musik mache, werde man nicht dement.


Das ist «Kabis». Viele meiner Kollegen haben Musik gemacht, sogar Orchester geleitet, und wurden trotzdem dement. Vielleicht hält es einen jung, es gibt aber keine Garantie. Es ist ein Glück, wenn man im Alter noch fit und rege ist.


Einsiedler Anzeiger / Interview: Lukas Schumacher

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

25.09.2018

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