Das Jodelquartett der Familie Reichlin wusste zu gefallen.
Das Jodelquartett der Familie Reichlin wusste zu gefallen.
Konzert für St. Gerold: das Schötze-Chörli aus dem appenzellischen Stein. Fotos: zvg
Konzert für St. Gerold: das Schötze-Chörli aus dem appenzellischen Stein. Fotos: zvg

Musik

So herzlich und ergreifend schön

Das sonntägliche Benefizkonzert für Sankt Gerold war sehr gut besucht und stiess bei den Zuhörern auf Gefallen.

Der Grosse Saal im Kloster Einsiedeln war bis auf den letzten Platz gefüllt, als zu Beginn des Konzertes das Schötze-Chörli aus dem appenzellischen Stein mit einem Zeuerli langsam die Bühne betrat (Zeuerli ist ein Jodelgesang ohne Worte) und das Konzert eröffnete.

Hackbrett und Jodel

Pater Kolumban, Propst von St. Gerold, heisst alle Zuhörer und Mitwirkenden herzlich willkommen. Letztes Jahr war das Konzert in der Propstei St. Gerold aufgeführt worden. So hat man Bande geknüpft und das Schötze-Chörli angefragt, ob es in Einsiedeln auftreten möchte. Die Antwort war ja, wenn der Weinkeller so gross sei wie in St. Gerold. Ein weiteres Jodellied lässt die Herzen der Gäste höher schlagen. Töbi Tobler, der Hackbrettvirtuose, macht sich für den Auftritt bereit, bedankt sich und freut sich über die Einladung. Das erste Stück, «Willi-Blues» geht dem Zuhörer unter die Haut. Der grosse Applaus ist der Dank dafür. Als nächste Formation sind es die Schwestern von Pater Kolumban, begleitet von Sonja Schälin mit dem Jodellied «Sing» von Haldimann. «Freud am Läbe» von Franz Stadelmann, das nächste Jodellied, wird verstärkt von der Mutter von Pater Kolumban. «Freud am Singä», «Freud am Läbe» und «Freud am Trurä» ist eine Hommage zum Jodelheld Heiznä, gesungen vom Schötze-Chörli. Das Zeuerli im «Stägeli obä» erfreut die Zuhörer. «Kräuterbuäbe», ein Zeuerli, wird vom Tonkünstler Töbi Tobler auf dem Hackbrett gespielt.

Pferdetherapie

Pater Kolumban spricht über die Sozialwerke der Propstei St. Gerold. Therapeutisches Reiten: Seit Hippokrates weiss man um die heilsame Verbindung zwischen Mensch und Pferd. Mit dem Reiten und der Hippotherapie möchte man einen Beitrag leisten, Menschen zu mehr Lebensqualität und Freude zu bringen. Daher unterstützt sie therapiebedürftige Menschen mit Spendengeldern, wenn weder Versicherung nach öffentliche oder private Institutionen die Kosten übernehmen. Sozialferienfonds OASE. Dieser ermöglicht Menschen in schwierigen Lebenssituationen mit geistigen, körperlichen, psychischen oder seelischen Leiden, denen die finanziellen Mittel fehlen, einen Aufenthalt in St. Gerold. Die Sozialwerke können nur dank Zuwendungen Dritter aufrechterhalten werden.

Reichlins als Höhepunkt

Der Auftritt des Familienquartetts Reichlin mit Pater Kolumban ist einer der Höhepunkte des Abends. Begleitet wiederum von Sonia Schälin. Das Jodellied «Wenn am Morgä» erfreut die Herzen der Gäste. Eine Uraufführung des Schötze-Chörlis, Noldi Alder hat das Bruder-Klausen-Lied «Näher mein Gott zu Dir» in ein Jodellied umgewandelt. Ein Jodellied, das unter die Haut geht. Töbi Tobler wieder mit einem schönen Stück auf dem Hackbrett und als Zugabe «Abäfahrä». Es ist kein Stück, eher ein Zustand. Das Reichlinquartett bedankt sich mit dem Jodellied «Lieb Stärne» und dem «Firabigjuz» von Fredi Allemann bei den Zuhörern. Die Dankesworte von Pater Kolumban gelten allen, die zum Gelingen dieses schönen Abends beigetragen haben, besonders an Pater Lukas und Erich Liebi ein grosser Dank. Der Betruf als Jodellied ist der Dank des Schötze-Chörlis. Ein toller Abend ist zu Ende, alle freuen sich auf das nächste Mal.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.09.2012

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schwyzkultur.ch/Yf12ku