Die Musikgesellschaft Konkordia überzeugte bei ihrem Jahreskonzert am vergangenen Wochenende mit hervorragend vorgetragenen Stücken vom Traditionellen bis zur Morderne. Foto: Franz Kälin
Die Musikgesellschaft Konkordia überzeugte bei ihrem Jahreskonzert am vergangenen Wochenende mit hervorragend vorgetragenen Stücken vom Traditionellen bis zur Morderne. Foto: Franz Kälin

Musik

Tradition trifft auf Moderne

Am vergangenen Wochenende fand das traditionelle Jahreskonzert der Musikgesellschaft Konkordia Einsiedeln statt. Dem zahlreich erschienenen Publikum wurde ein vielseitiges Programm geboten, das Jung und Alt erfreute.

Nach der festlichen Eröffnung mit dem Marsch «Gandria» begrüsste der Präsident Andreas Kälin die Konzertbesucher sowie zahlreiche Vereinsdelegationen im herbstlich dekorierten Saal des Kultur- und Kongresszentrums Zwei Raben. Damit er nur einmal am Abend vor Publikum sprechen musste, nahm Andreas Kälin die etwas langatmigen Dankesworte gleich vorweg. Der Part der Ansage wurde an diesem Abend von Mitgliedern aus den eigenen Reihen übernommen: Jasmin Brunner, Reto Nauer und Eugen Schönbächler führten das Publikum sympathisch und mit Schalk durch den Abend. Diese hatten nun Gelegenheit, mit «Tanz der Vampire» in die Musicalwelt einzutauchen. In diesem Querschnitt an teils bedrohlichen bis hin zu rockigen Melodien überzeugten vor allem die Flöten und Tenöre sowie das präzise Schlagzeugregister.


Berührende Soloeinlage


Traditionell ging es danach weiter. Einerseits mit zwei lebhaften Polkas «Böhmische Liebe» und «Von Freund zu Freund», bei der Jasmin Brunner und Valentin Egli mit einer Soloeinlage zu Beginn eine eindrückliche und berührende Leistung boten. Andererseits mit zwei Schweizer Klassikern «Lueget vo Berg und Tal» und dem Swing- Marsch «From Lucerne to Weggis». Der äusserst ausgewogene Gesamtklang, aber auch die differenzierte Dynamik sowie die präzise Spielweise kamen bei diesen Stücken besonders zur Geltung. Spannend, wie sich das Corps in den letzten Jahren sowohl musikalisch als auch personell mit einigen jungen Gesichtern weiterentwickelt hat. Mit «Appel aux Trompettes» – dem Trompeterruf – und zusätzlicher Unterstützung durch die Tambouren Reto Nauer und Sandro Gschwend fand der erste Konzertteil einen majestätischen Abschluss.


Mit Sängerin und Gitarrist


Nicht weniger als acht Kompositionen warteten im zweiten Konzertteil auf das erwartungsvolle Publikum. Geheimnisvoll dann der Start mit «Smoke on the Water» in einem fast völlig dunklen Saal und das Medley mit italienischer Westernmusik von Ennio Morricone. Im Country-Melodienmix «Creedence Clearwater Revival» und in «You never can tell» kamen die beiden Gäste des Abends, die Sängerin Andrea Deuber und der Gitarrist Christoph Fässler, zu ihrem Einsatz. Deuber setzte mit ihrer ausdrucksstarken Stimme den beiden Stücken eine spezielle Note auf, Fässler begleitete dezent. Rockig ging es auch im Anschluss mit «Don’t stop me now» weiter. Max Birchler am Altsaxophon interpretierte die solistischen Passagen mit viel Leidenschaft. Mit der Titelmelodie zum James- Bond-Klassiker «Skyfall» wurde es für einen Moment etwas ruhiger, bevor es noch einmal richtig rockig wurde. Mit «Best of Polo Hofer» fand auch der im vergangenen Sommer verstorbene Berner Musiker einen Platz im Programm der Konkordianer. Mit Udo Jürgens’ «Vielen Dank für die Blumen» verabschiedeten sich die rund fünfzig Aufführenden unter der sicheren und bewährten musikalischen Leitung von Thomas Truog von den Konzertbesuchern. Diese spendeten viel Applaus und verlangten nach nicht weniger als drei Zugaben, welche die Darbietenden gerne gewährten und bei denen unter anderem Gastsängerin und Gitarrist mit «Simply the Best» sowie ein Trompetentrio mit dem auswendig vorgetragenen «It’s Trumpet Time» nochmals zu solistischen Aufritten kamen. Im Anschluss an das rund zweieinhalbstündige Konzert konnte man den Abend im Untergeschoss bei Kaffee und Kuchen an der Vereinsbar, in der die «Einsiedler Buebe» Julian Landolt und Severin Nauer mit ihren Schwyzerörgeli aufspielten, gemütlich ausklingen lassen. Dasselbe Konzert wurde im Übrigen auch am Sonntagnachmittag nochmals aufgeführt.


Einsiedler Anzeiger / ank

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

07.11.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/tbdHUW