Traum gelebt: Diese Sängerinnen und Sänger sangen nicht nur das Lied «We have a dream», sie haben ihren Traum vom Musikmachen während einer Woche wahr gemacht.
Traum gelebt: Diese Sängerinnen und Sänger sangen nicht nur das Lied «We have a dream», sie haben ihren Traum vom Musikmachen während einer Woche wahr gemacht.
Grosses Finale: Mit dem grandiosen Stück «I will follow him» verabschiedeten sich die 50 Kinder und Dirigent Erwin Füchslin vom Publikum. Bilder Nadja Tratschin
Grosses Finale: Mit dem grandiosen Stück «I will follow him» verabschiedeten sich die 50 Kinder und Dirigent Erwin Füchslin vom Publikum. Bilder Nadja Tratschin

Musik

TV als Thema fürs Abschlusskonzert

Die fünfte Musikplauschwoche, die die Stiftung Zukunft Musik (SZM), organisiert hatte, war ein voller Erfolg. Als Highlight gaben die 50 Kinder, die daran teilgenommen hatten, ein ganz speziell gestaltetes Abschlusskonzert im Theatersaal des Klosters Einsiedeln.

Der Kanon in D von Johann Pachelbel, «My heart will go on», der Themensong des Films «Titanic», «Raider’s March», die Filmmusik von «Indiana Jones», aber auch lüpfige Volksmusik aus der Sendung «Samschtig-Jass», Ausschnitte aus der Sendung «Koch Arena», Auftritte aus der Show «Das Supertalent» und eine Rap- und Tanz-Performance vom Theaterensemble Bodypercussion waren Teile des speziell gestalteten Abschlusskonzerts der fünften Musikplauschwoche. Möglich war diese Vielfalt dadurch, dass die ganze Lagerwoche und insbesondere das Abschlusskonzert das Thema Fernsehen als Motto hatte.

Tolle Programmführung

Dank dieser abwechslungsreichen Programmführung konnten sich alle Kinder irgendwo mit ihrem Instrument oder ihrer Stimme einbringen, manche sogar in mehreren Programmteilen. So zum Beispiel Remo von Rickenbach aus Illgau. Er spielte am Konzertabend das Stück «Let it be» am Keyboard und sang in den Chorparts die Lieder «Summernights» aus dem Musical «Grease» und «We have a dream», das «Music Star»-Lied der ersten Staffel. Auch Kinder, die kein Instrument spielen können, durften sich für die fünfte Musikplauschwoche anmelden. Sie durften dann dafür Perkussionsinstrumente wie Bongos, Schlaghölzer oder Pauken spielen, einen Tanz oder einen Rap einstudieren, sich als Nachrichtensprecher oder Jurymitglied der Sendung «Das Supertalent» engagieren oder im mehrstimmigen Chor mitwirken.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Gerade die Sendung «Das Supertalent» war im Abschlusskonzert ein sehr witziger und beliebter Teil, der beim Publikum gut ankam. Jonas Bless aus Siebnen trat darin als Österreicher auf, der ein Stück für seinen verstorbenen Grossvater spielte. Die Jury belohnte ihn für sein Klarinettensolostück mit viermal Ja. Auch Vladan Ugrica aus Siebnen überzeugte mit seiner originellen und einmaligen Beatbox-Nummer nicht nur die Fachjury auf der Bühne, sondern auch das Publikum im Theatersaal. Faszinierend war auch der von den Kindern und der musikalischen Leitung einstudierte Bodypercussion-Rap. Darin setzten alle Kinder ihren Körper als Instrument ein und rappten, was die Bühnenbretter aushielten. Die harmonische und eben stimmige Atmosphäre unter den Kindern und den musikalischen Leitern war während des ganzen Abends spürbar.

Motivationwar riesig

«Auch unter der Woche mussten wir die Kinder nie anstossen oder zum Mitmachen animieren. Diesmal war die Motivation für die Musik, den Tanz, das Theaterspielen und den Gesang während der ganzen Woche enorm hoch», sagte Cornelia Schnider, Musikalische Gesamtleitung, dazu. Die Stückauswahl sei wegen der Planung für die Instrumentierung bereits im Vorfeld gegeben gewesen, alles andere aber, die vielen Ideen für die Sendungen oder die Werbespots dazwischen, hätten die Kinder mit viel Kreativität und Spontanität kreiert, ergänzte Cornelia Schnider. Zudem sei sie davon überzeugt, dass gerade diese vielfältige Einsatzmöglichkeit dazu beigetragen habe, dass alle Kinder eine unvergessliche Lagerwoche in Einsiedeln erlebt hätten, deren Erinnerungen noch lange nachwirkten.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

17.10.2011

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schwyzkultur.ch/X6YP6j