Weihnachten und Singen verbindet – die Sänger verbreiteten weihnachtliche Stimmung. Bild Franz Kälin
Weihnachten und Singen verbindet – die Sänger verbreiteten weihnachtliche Stimmung. Bild Franz Kälin

Musik

Vielstimmiger Weihnachtsgesang

Mehr als 200 Einsiedler Sängerinnen und Sänger versammelten sich am Samstag am Weihnachtsmarkt, um vor dem Frauenbrunnen ein Konzert zu geben.

Recht wird immer wieder gesagt: Weihnachten verbindet. Das ist auch in unserem Dorf nicht anders. Der Weihnachtsmarkt zog wiederum eine Riesenschar von Kunden aus der näheren und weiteren Umgebung an. Darf man dies nicht als eine Art Vereinigung betrachten? Singen verbindet, ist auch Maia Schönbächler der überzeugten Meinung.

Idee umgesetzt

Schon ein paar Jahre geisterte in ihrem Kopf die Idee herum, die Einsiedler Chöre, mitten in der festlichen Stimmung des Weihnachtsmarktes auf dem illuminierten Klosterplatz, vereint auftreten zu lassen. Sie wagte, zusammen mit der aktuellen Präsidentin des Frauenchors, Hildegard Berli, den Versuch. Und es klang verheissungsvoll zurück.Es wurde vorerst in den einzelnen Formationen geprobt, was der umsichtige Dirigent des Frauenchors, Fabian Bucher, aus der riesigen weihnachtlichen Musikliteratur hervorgekramt hatte.

Weihnachtsmusik in der Nacht

Der Funken zündete. Am 3. Dezember scharten sich rund 230 Sängerinnen und Sänger beim idyllischen Frauenbrunnen zur nächtlichen Zeit zusammen. Geradezu feierlich erklangen die vierstimmig vorgetragenen bekannten Melodien wie: Alle Jahre wieder, Leise rieselt der Schnee, Das isch de Stärn vo Bethlehem. Daneben vernahmen die Ohren der fast bis zum Rathaus dicht gedrängten Zuhörer nicht so oft vorgetragene Lieder wie: Donna nobis Pacem, Salvator mundi salva nos.

Seltener Kanon

Es war gar ein Kanon zu hören. Diese Vortragsweise ist heute leider selten mehr zu hören. Vielleicht nahm man sie deshalb gerne auf. Fabian Bucher arrangierte zudem festliche Melodien für die Bläsergruppe, welche zum stimmungsvollen Anlass mit ihrem weichen Klang die passende Musik beitrug. Einer Botschaft ähnlich waren die Lieder: hört es singt und klingt mit Schalle und Hört der Engel Lieder wahrzunehmen. Zum Abschluss vereinigte er die Sängerschar und die Musikanten mit den Zuhörern zum feierlichen Gesang des klassischen Stille Nacht.

Nebengeräusche und Dank

Dass der Frauenbrunnen seine eigene Melodie dazuplätscherte, war eine kleine Sonderheit, die nicht störte. Mehr Unruhe produzierte die dem Weihnachtsmarkt beigemischte Musik ab Konserve. Sollte ein anderes Jahr diese Chorvereinigung erneut zur Freude der Besucher auftreten, ist es erforderlich, dass die eingespiesene Musik während des Vortrags abgestellt wird. Die Zuhörer und die Sänger wären dafür dankbar. Nach der ersten Aufführung von 17 Uhr waren die Protagonisten vom OK Weihnachtsmarkt zu Glühwein und Schafbock ins Hotel Drei Könige geladen. Dies erwies sich als eine positive Gelegenheit, neue Kontakte unter den Sängern zu knüpfen. Waren doch in der riesigen Schar solche aus Kirchenchören von den Vierteln, aus dem Frauenchor, dem Männerchor, dem Chor 60+ und weitere zu entdecken. Es gilt zu hoffen, dass die tolle, anerkennenswerte Idee von Maia Schönbächler, die Einsiedler Chöre am Weihnachtsmarkt vereint auftreten zu lassen, in den nächsten Jahren fortgesetzt wird. Die weihnachtlich gestimmten Zuhörer würden dies mit Freude begrüssen.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

06.12.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/PmHTFf