Die 14 Sängerinnen und sieben Instrumentalisten entführten das Publikum in eine einstündige musikalische Reise durch diverse Stilrichtungen. Bild Werner Bösch
Die 14 Sängerinnen und sieben Instrumentalisten entführten das Publikum in eine einstündige musikalische Reise durch diverse Stilrichtungen. Bild Werner Bösch

Musik

Voice Up sang sich in die Herzen

Der Sek1-Schülerchor mit 14 Schülern und Instrumentalisten zeigte einen grossen musikalischen Querschnitt und begeisterte mit seinem einstündigen Konzert das Publikum. Chorleiterin Corinne Rath zeigte mit dem Ensemble in drei Konzerten, was mit Freude, Beharrlichkeit und musikalischem Können entstehen kann.

Corinne Rath ist Klassenlehrerin an der dritten Sek 1, ausgebildete Chorleiterin und ausgezeichnete Sängerin. Als Leiterin des Schülerchors «Voice Up», dem sie in der aktuellen Zusammensetzung seit Sommer 2015 vorsteht, arbeitete sie zielstrebig auf das Konzert hin und musste dabei einige der 14 vorgetragenen Lieder selber bearbeiten. «Der Aufwand hat sich gelohnt», meinte die begeisterte Musikerin, die ihre Schützlinge auf tolle Art und Weise zu motivieren verstand, am Klavier meisterhaft begleitete und dabei viel Ruhe und Sicherheit ausstrahlte. Am Mittwoch- und Donnerstagmorgen sang und spielte man vor je rund 250 Schülerinnen und Schülern, am Donnerstagabend dann stand die gut besuchte öffentliche Vorstellung im Gemeindesaal des Alten Schulhauses auf dem Programm.

Vier Sprachen und viele Stilrichtungen

Sympathisch kam rüber, dass die Sängerinnen und Leiterin Corinne Rath die vorgetragenen 14 Stücke selber ansagten und kommentierten. Scat Calypso, im 20. Jahrhundert auf Trinidad entstanden, bildete beim Einzug des Chors ein gelungenes Warm-up. Anitha Kasiananthan bewältigte den ersten Teil von «The rose» aus dem Jahre 1979, ein Lied, welches unter anderem von Barbara Streisand gecovert wurde. Dann folgte ein Sprung ins Jahr 2014 und mit «Autumn leaves» bei fallendem Herbstlaub eine Erinnerung an das Liebesglück im Sommer. Der ganze Chor mit seinen unterschiedlichen Stimmfarben zeigte auch hier gute Präsenz. Die Beatles for ever! Wer kennt nicht den Hit «Can't buy me love», eines der ersten Lieder der Popmusik, welches mit dem Refrain beginnt? Die jungen Sängerinnen trugen den 1964er-Song mit erstaunlicher sprachlicher Sicherheit vor. Gleiches trifft für Seraina Reichmuth zu, welche einen Teil von Elvis' «Love me tender» als Solistin interpretierte. Zum Schluss des ersten Teils folgte ein Lied des mit 36 Jahren viel zu früh verstorbenen Berner Liedermachers Mani Matter, «Portemonee» (1967) mit seinen genialen Reimen.

Sogar zwei Eigenkompositionen

Es war die DDR-Gruppe «Karat», die den Song «Über sieben Brücken» 1978 veröffentlichte; die Version von Peter Maffay jedoch erlangte grössere Berühmtheit. Mit Corinne Raths einfühlsamer Begleitung und der tollen Leistung der Instrumentalisten gefiel das Lied ebenso wie das nachfolgende «Everything», zu Beginn von Seraina Kauflin engagiert vorgetragen. Dann gabs einen kulturellen Abstecher weit weg nach Sri Lanka. Anitha Kasiananthan präsentierte mit ihrer wundervollen Stimme ein tamilisches Lied, in dem es um Leben, Liebe und Musik geht. Der verdiente Applaus für Anitha wollte kein Ende nehmen!. Nach so viel schönem Gesang folgte mit «Friling», einer jiddischen Weise, ein Instrumentalstück, gekonnt und variationsreich von Josef Hensler (Klarinette) und Corinne Rath (Klavier) gespielt. Ed Sheeran, geboren 1991, schrieb 2014 «Thinking out loud» und eroberte damit unzählige (weibliche) Fan-Herzen. Auch dem Voice Up-Chor gelang dies am Donnerstagabend! Je zwei Solistinnen, unterstützt vom Chor und Cellistin Tirja Rath, bestritten diesen Titel. Chorleiterin Corinne Rath erklärte anschliessend mit einem aktuellen Bild von Flüchtlingen, die mit Vorurteilen konfrontiert sind, das Entstehen ihrer Komposition «One race» (eine Rasse). Dieses Lied, mit ihrer Tochter Tirja im Duett wundervoll interpretiert, soll all denjenigen gewidmet sein, die unter Ausgrenzung leiden. «Lasst uns menschlich sein, lasst uns eine Rasse sein, leben wir!» Würden sich doch nur mehr Menschen diesen Liedtext in ihre Herzen schreiben! Das Publikum quittierte die tolle gesangliche Leistung mit wohl verdientem Applaus.

Botschaften vermittelt

«Voice Up» hiess dann bezeichnenderweise auch das Schlusslied; drei Schülerinnen hatten beim Entstehen der Melodie mitgeholfen. Die Botschaft: Erhebt eure Stimme! Richtet sie gegen Mobbing, kämpft gegen Verleumdung, erhebt eure Stimme, erzählt, wie es wirklich war». Anhaltender Applaus führte dann zur Zugabe mit «Can't buy me love». Corinne Rath war es dann, die am Schluss da

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

07.06.2016

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schwyzkultur.ch/sH9yft