Die erfolgreichen Teilnehmer des Solistenwettbewerbs mit dem VMSZ-Präsidenten Mathias Bachmann (rechts).
Die erfolgreichen Teilnehmer des Solistenwettbewerbs mit dem VMSZ-Präsidenten Mathias Bachmann (rechts).

Musik

Wichtige Bühne für junge Musikanten

Bereits zum fünften Mal öffneten sich am 3. Februar in Einsiedeln die Türen zum Solistenwettbewerb für junge Musikanten. Von den hundert Teilnehmern verdienten sich 38 das Prädikat «ausgezeichnet».

Der Solistenwettbewerb des Verbands der Musikschulen des Kantons Schwyz VMSZ durfte dieses Jahr einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnen. Über hundert Kinder und Jugendliche aus zwölf Musikschulen der Kantone Schwyz und Uri nutzten diese Gelegenheit, um ihr Können unter Beweis zu stellen und sich mit anderen zu messen. Dieses Jahr durften Musikantinnen und Musikanten bis zum vollendeten 20. Altersjahr mitmachen, die ein Saiten- oder ein Schlaginstrument spielen. Am Samstag waren vor allem Klavier-, Geigen- und Schlagzeugvorträge zu hören. Weiter ergänzten Gitarren- und Celloauftritte das Angebot. Eine Viola, eine keltische Harfe sowie ein Auftritt mit Xylophon und Vibraphon rundeten die Darbietungen ab.


Das Mitmachen zählt


VMSZ-Präsident Mathias Bachmann schrieb in seinem Vorwort zum Anlass: «Beim Solistenwettbewerb des vmsz geht es primär nicht um den Sieg. Es zählt das Mitmachen und das Musizieren vor einem Publikum mit einem Experten. Dadurch sollen die Musikschüler neue Inputs für den individuellen Instrumentalunterricht erhalten.» Die Teilnehmenden konnten ihre Stücke selber auswählen. Auffallend, wie viele ihre Vorträge auswendig spielten. Die jungen Talente überzeugten mit brillanter Technik und viel Spielfreude. Sie boten zum Teil beachtliche, ja hochstehende Vorträge. Und dies auch in der Kategorie der jüngsten Teilnehmer. Nach dem Auftritt erhielt jeder Solist von der Jury eine detaillierte Rückmeldung und die erreichte Punktzahl.


Vielseitige Musikvorträge


Angenehm überrascht war der Besucher zudem vom dargebotenen, breiten Musikmix. Klar dominierten «klassische» Werke. Aber nicht nur! Die Liste moderner Titel zeigte sich erfreulich lang: Da präsentierten sich etwa Feger von Scott Joplin oder Michael Jackson. Oder Filmmusik von John Williams, Klaus Badelt und Hans Zimmer. Ein Schlagzeuger begleitete gekonnt den Kultsong «Summer of 69».


Ausgereifte Perlen


Einige der besten Teilnehmenden durften mit einem Auftritt an der Preisverleihung ihre ausgereiften Leistungen dem Publikum vorführen. So zeigte etwa Emma Hicklin, wie ein kleines Stück mit viel Dynamik begeistern kann. Oder Marion Albrecht spielte gefühlvoll ihr Solo auf dem Violoncello. Und Jasmin Jauch überzeugte mit perlenden Gitarrenklängen. Ursina Reuter, sie erreichte 89 von 90 möglichen Punkten, bewies mit ihrer fantastisch gestalteten «Legende» ihr Können. Andere Klänge entlockte Jonathan Landtwing dem Flügel mit «Bad/Smooth Criminal». Diese Vorträge waren am Samstag gleichsam die Spitze des Eisbergs. Viele weitere Perlen gab es an den sechs Auftrittsorten in den Schulhäusern des Klosterdorfs während des ganzen Tages. Das kann man auch der Rangliste entnehmen, die 38 Könner mit dem Prädikat «ausgezeichnet» aufführt.


Grosser Einsatz für Nachwuchs


Der Solistenwettbewerb des VMSZ durfte am Samstag ein kleines Jubiläum feiern. Was Georg Hess seinerzeit ins Leben rief, konnte bereits zum fünften Mal angeboten werden: eine Plattform für Kinder und Jugendliche zum Auftritt und Beweis ihres Könnens. Dies ermöglichen nebst den vielen Musikschulleitern und Musiklehrern rund 20 freiwillige Helfer der Rotary Clubs rund um den Kanton Schwyz. Was der VMSZ und die Rotarier unter der organisatorischen Leitung von André Ott ermöglichen, verdient Anerkennung. Präsident Mathias Bachmann dankte aber auch allen Eltern, denn sie ermöglichen ihren Kindern das Erlernen eines Instrumentes und dies unter Einsatz beträchtlicher finanzieller Mittel.


Einsielder Anzeiger / r.st.

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

06.02.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/N6pErd