Die «Wood and Metal Connection» unter der bewährten Leitung von Susanne Theiler erfreute das zahlreich erschienene Publikum mit einem abwechslungsreichen Rockprogramm. Foto: René Steiner
Die «Wood and Metal Connection» unter der bewährten Leitung von Susanne Theiler erfreute das zahlreich erschienene Publikum mit einem abwechslungsreichen Rockprogramm. Foto: René Steiner

Musik

Symphonic Rock – ein Genuss für alle

«Wood and Metal Connection» in Einsiedeln letzten Sonntag Filmmusik nicht zu Hause oder im Kino sondern im Konzertsaal – endlich konnte die «Wood and Metal Connection» zum Konzert einladen. Am Wochenende beglückte das Rockorchester mit Auftritten in Schwyz, Wangen und Einsiedeln das Publikum mit Symphonic Rock vom Feinsten! Mit dabei auch zwei exzellente Solisten!

«Wood and Metal Connection», das längst bekannte, regionale Rockorchester begab sich mit einem gehörfälligen und abwechslungsreichen Programm auf Konzerttournee. Beim Auftritt im Zwei Raben in Einsiedeln am Sonntagabend sah man vor allem zufriedene Gesichter. Nach Monaten der Enthaltsamkeit wieder vor Publikum aufspielen dürfen, das muss jeden Musikanten «aufgestellt » haben. Endlich wieder Musik von der Bühne erleben, die Besucher haben es genauso genossen! Alles analog, nicht digital – oh wie schön! Und den Covid-19-Massnahmen konnte man am Sonntagabend einen weiteren Vorteil abgewinnen. Obwohl praktisch jeder Stuhl im Saal belegt war, hatte jeder Besucher dank der lockeren Bestuhlung rund um sich viel Platz. Es fehlte nur noch der Kinosessel. Zudem sorgte die dezente Lichtinszenierung für ein angenehmes Ambiente und unterstützte die Musik optisch angenehm und wirkungsvoll.

Lieblingskomponist John Williams


Unter der Leitung von Susanne Theiler, sie dirigierte ihr Orchester erneut sicher durch die Vorträge, zeigten die 65 Musikantinnen und Musikanten, dass sie das Spielen nicht verlernt hatten und beglückten ihr Publikum mit beeindruckender Filmmusik. Es ist unglaublich, wie viele Filmmusikkompositionen auch ohne Bild und Action wirken, wie sie Stimmungsbilder ausdrucken können. Schon die «Avengers Suite» zu Beginn wirkte mit ihren harten Akkorden unheimlich und mysteriös. Oder die feinfühligen, ja romantischen Ausschnitte aus «King Kong» im Wechsel mit schlichten Trommel- und Paukenschlägen, die gespannte Stimmungen aufbauen. Auffallend auch, wie viele Werke diesmal zum Schluss immer leiser wurden, ins Nichts verklangen. Musik mit viel Gefühl. «Wood and Metal» beeindruckte mit Spielfreude und konzentriertem Aufspielen. Erneut präsentierte sich ein ausgewogener Klang, der nicht zuletzt der grossen Streicherfraktion zu verdanken ist. Besonders eindrücklich bewiesen in der gefühlvoll gespielten Melodie «Hatikva» von John Williams. Das Orchester wählte auffallend viele Kompositionen dieses Meisters der Filmmusik. Weitere Ausschnitte aus «The Force Awakens» und «Star Wars» zeigten das vielfältige Musikschaffen des mehrfachen Oscar- und Grammy-Gewinners. Vor allem in «Seven Years in Tibet» präsentiert Williams eine Gefühlswelt sondergleichen.

Zwei Stars mit Soloeinlagen


«Comeback-Tour» auch mit den Solisten Severin Suter und Cyrill Greter. Die charmanten Ansagerinnen Zoe Gyr und Ursi Staub, sie sorgten mit locker vorgetragenen Wortspielereien für zahlreiche Lacher, kündeten Severin Suter als «Stargast» an. Einverstanden! Der Cellist Severin Suter setzte die vielfältige Gefühlswelt der «Seven Years in Tibet» ausdrucksvoll um. Genauso in «Hatikva» und – im Wechselspiel mit der Oboe – im Ohrwurm von Ennio Morricone aus «The Mission». Weniger zum Träumen, mehr zum Mitgehen und Mitwippen regten die Soloeinlagen von Cyrill Greter an. Ursi Staub hatte für ihn den richtigen Ausdruck bereit: ein Bratschen-Influenzer! Am Sonntagabend gab Greter eine gute Vorstellung seines Könnens in «How to Train Your Dragon». In «Music», dem Symphonic-Rock-Klassiker von John Miles, sorgte er mit seiner E-Viola ganz klar für die besondere Note und lieferte bei den Deep-Purple-Zugaben mit seinen Soloeinlagen den Groove zu einem Feuerwerk als Abschluss. Das Publikum war begeistert! Das war endlich wieder einmal ein Live-Auftritt mit packendem Symphonic Rock!

Einsielder Anzeiger / René Steiner

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

26.10.2021

Webcode

www.schwyzkultur.ch/AAcbGe