Überdachte Preise, Sitze und Tribünen - 1

Bühne

Überdachte Preise, Sitze und Tribünen

Neben dem Substantiv «the ticket» gibt es im Englischen auch das Verb «to ticket», was so viel bedeutet wie «ein Ticket verkaufen ». Alles, was mit dem Verkauf von Tickets zu tun hat, fasst man heute unter dem Begriff «Ticketing » zusammen. Beim «Great Theatre oft the World» ist Lukas Lang dafür zuständig.

Mit Lukas Lang sprach Walter Kälin.

Walter Kälin: Die Tickets für das Welttheater 2020 kosten zwar wesentlich mehr als noch vor 70 Jahren, aber sie sind erstaunlicherweise günstiger als jene für das Musical «Io senza te» der Thunerseespiele oder das Musical «Flashdance» auf der Walensee-Bühne. Wie hat der Vorstand die Preise festgelegt?



Der Vorstand hat viele verschiedene Quellen genutzt, um die Preise festzulegen. Neben Abklärungen, was das Publikum für vergleichbare Produktionen zahlen muss, haben wir auch die Preise der früheren Spielperioden und die damaligen Überlegungen berücksichtigt. Schliesslich haben wir von unserem Partner Ticketmaster Inputs zu aktuellen Aspekten der Preisgestaltung erhalten. Dem Vorstand war es einerseits wichtig, insgesamt erschwingliche Tickets anbieten zu können, andererseits wollte er auch ein klares Signal in Bezug auf die Qualität des «Einsiedler Welttheaters» setzen.

Wie wurden die Sitzplätze den vier verschiedenen Kategorien zugeordnet? Ich stelle mir das schwierig vor, wenn man das sozusagen auf dem Reissbrett machen muss.


Auch in diesem Punkt hat der Vorstand Erkenntnisse aus vergangenen Aufführungen und die Erfahrungen von Ticketmaster berücksichtigt. Im Weiteren haben wir auch mit der Firma Nüssli AG, unserem Tribünenbauer, die Möglichkeiten besprochen, welche die Konstruktion bietet, die für den Klosterplatz vorgesehen ist. Mit diesen Fachleuten konnten wir im Voraus festlegen, von wo aus die Sicht perfekt, beziehungsweise eingeschränkt ist. Daraus haben wir die Konsequenzen für die Preisgestaltung gezogen. Die Definition der Kategorien ist das Resultat vieler Gespräche.

Warum gibt es 2020 weniger Sitzplätze als 2013. Statt 2650 sind es 2385.


Der Vorstand hat sich ursprünglich überlegt, in der nächsten Spielzeit nur noch 2200 Sitzplätze anzubieten. Ich bin aber nicht unglücklich darüber, dass es wegen der Tribünen-Konstruktion dann doch 2385 wurden. Die ursprünglich geplante Anzahl hätte ein wesentlich geringeres Verkaufspotenzial mit entsprechenden Auswirkungen auf das Budget zur Folge gehabt. Die Konkurrenz der Veranstaltungen, die 2020 stattfinden, ist gross. Unser Angebot muss deshalb im Markt prägnant wahrgenommen werden, und das bedingt eine entsprechend hohe Anzahl Sitzplätze. Unter Berücksichtigung dieser externen Faktoren wurde dann die Zahl von 2385 Plätzen vom Vorstand als vernünftig eingeschätzt.

Welche direkten finanziellen Auswirkungen erhoffen Sie sich von den überdachten Tribünen?


Wir erhoffen uns einerseits, dass interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer ihre Tickets frühzeitiger buchen und die Spontankäufe im Verhältnis dazu tiefer liegen. Andererseits erwarten wir, dass wir keine oder nur ganz wenige Aufführungen wegen des Wetters absagen müssen. Solche Absagen wären bei heftigen Stürmen und Unwettern aus Sicherheitsgründen natürlich auch dieses Mal nötig.

Neben dem traditionellen Verkauf von Tickets im Spielbüro kann man die Plätze auch online buchen. Der Internet-Verkauf läuft aber nicht über einen der ganz grossen Anbieter – Ticketcorner von Ringier oder Starticket von Tamedia –, sondern über den weniger bekannten Ticketmaster. Was gab den Ausschlag für diese Wahl?


Wir hatten mehrere sehr gute Offerten erhalten. Das Interesse, uns als Partner für das Ticketing zu unterstützen, war ausserordentlich gross. Ticketmaster hat uns mit seinem Angebot und enormen Engagement schliesslich überzeugt. Die Zusammenarbeit ist sehr partnerschaftlich und funktioniert ausgezeichnet. Bei Ticketmaster spüren wir eine grosse Begeisterung für das «Einsiedler Welttheater». Wir sind überzeugt, den richtigen Partner gefunden zu haben.

Einsiedler Anzeiger / Walter Kälin

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

13.12.2019

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schwyzkultur.ch/Cp63HA