Die Guggenmusik Biberchrouser wusste dem Partyvolk so richtig einzuheizen. Bilder René Hensler
Die Guggenmusik Biberchrouser wusste dem Partyvolk so richtig einzuheizen. Bilder René Hensler
Viel Spass am Bürgerwehrball.
Viel Spass am Bürgerwehrball.

Volkskultur

Bürgerwehrball in neuem Gewand

Am letzten Freitag führte die Bürgerwehr etwas früher als üblich ihren Ball durch. Das Kultur- und Kongresszentrum Zwei Raben hatte so seine erste grosse Ball-Feuertaufe nach dem Umbau zu absolvieren.

Üblich ist eigentlich, dass der Bürgerwehrball am ersten Freitag im Februar durchgeführt wird. In diesem Jahr ist die Fasnacht allerdings so kurz, das Datum des Mäuderballs immer am letzten Freitag im Januar ist gesetzt, dass es notwendig wurde, den Ball vorzuverlegen. So fand der Ball am letzten Freitag statt. Eigentlich war irgendwie niemand auf den Ball selber gespannt, sondern alle nur auf die Tatsache: Wie bewährt sich das «neue» Kultur- und Kongresszentrum Zwei Raben an der Fasnacht? Auch der Schreibende konnte sich diesen Gedankenspielchen nicht entziehen. Nun zurück zum Ball. Schon während des Tages zeichneten sich ausserhalb des Areals Änderungen ab. Infolge fehlender Kassen wurden diese nun ausserhalb aufgestellt. Ein Grillstand und die Partyhütte vervollständigten den Vorplatz. Alles brav mit grossen Gittern eingepackt und der Ball konnte starten. Der Eingangsbereich war jetzt schon gross und konnte all jene Leute aufnehmen, welche sich nicht in den Saal getrauten.

Hits von gestern und heute

Die ehemalige, nennen wir sie hier jetzt salopp «Toiletten-Bar», heisst jetzt korrekt Seminarraum-Bar. Der Rest im Saal war wie gehabt. Und dort tummelte sich das Partyvolk. Auszumachen war alles, was an einen richtigen Fasnachtsball gehört. Für Unterhaltung sorgte das Partyduo Hautnah. Mit Schunkelliedern, den Hits von heute und gestern und taktvollen Liedern zum Mittanzen, fanden die zwei Musiker schnell zum Publikum. Da diese nicht endlos spielen konnten, irgendwann bekommt jedes gestandene Mannsbild Durst, durften zwei Guggenmusiken ebenfalls aufspielen.

Guggemusiken wussten zu gefallen

Den Anfang machten die Beizzä-Gümper aus Oberiberg. Das Publikum ging auch zu diesen Stücken voll mit. Die Mitternachtsshow bestritten die Biberchrouser aus Bennau. Die 20 Guggenminuten, für normal Sterbliche sind dies rund 40 Minuten, wussten zu gefallen. Wer es lüpfiger mochte, der begab sich in die Niederungen des ehemaligen Waisenhauses. In der Shot-Bar gab es Kurze auf die Schnelle. Gleich nebenan tönte es dann ganz urchig. Die Schwingerbüeblä gefielen mit ihren Schwyzerörgeli. Dazu noch ein gutes Kafi und alle waren glücklich. Wer sich dann zu fortgeschrittener Stunde auf den Nachhauseweg machen wollte, der kam nicht an der Partyhütte auf der Langrütistrasse vorbei. Viele Leute durften wohl die gleiche Idee gehabt haben. DJ Trial, welcher sich dem Rock'n'Roll verschrieben hat, war für die musikalische Auswahl zuständig. Ein bisschen mehr Mitsing- und Schunkellieder hätten dem Schreibenden besser gefallen. Ein Lied mit Gitarren-Solo tönt ja schön, aber der Text und die Tonlage sind halt schwer mitsingbar. Wer sich dann schwach fühlte, so wie der Verfasser dieses Textes, der konnte sich noch stärken. Glücklicherweise stand da ein Grillhäuschen. Schnell was gegessen und der Heimweg, irgendwann in den frühen Morgenstunden, konnte unter die Füsse genommen werden.



Einsiedler Anzeiger (reh)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

26.01.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/59DZxr