Volkskultur

Die Guggerzytli überzeugten die Jury

Bei schon fast frühlingshaften Temperaturen besammelte sich das Partyvolk rund um das Kultur- und Kongresszentrum Zwei Raben zum 49. Mäuderball und feierte eben diesen bekannten letzten Freitag im Januar.

In Fasnachtskreisen wird der letzte Freitag im Januar auf Jahre hinaus rot eingerahmt in den Kalendern. An diesem Tag findet immer der grösste Ball der Zentralschweiz statt: Der grosse Mäuderball. Am Morgen liess Petrus die Wolken nochmals so richtig regnen. Die Hoffnung bestand also, dass am Abend und in der Nacht trockenes Wetter angesagt war. Und die Hoffenden wurden nicht enttäuscht. Die Nacht startete mit angenehmen Temperaturen, weit weg von den Minustemperaturen, welche in dieser Jahreszeit eigentlich vorherrschen. Der Ballabend selber begann gemütlich. In den ersten zwei Stunden konnte ohne grosses Anstehen der Eintrittsbändel erworben werden. Das neue Anstehregime, gleich drei Reihen, trug zum schnellen Erwerb des Eintrittes bei. Auch in diesem Jahr durfte jede Besucherin und jeder Besucher sein Alter mittels einem persönlichen Ausweis bekannt geben. Danach standen die neun Lokale offen. Die kleineren mobilen Bars waren auch schnell gut besucht. Etwas länger dauerte es im Kultur- und Kongresszentrum Zwei Raben, bis sich dieses mit Menschen füllte. Dort spielte die bestens bewährte Vollgas Kompanie. Ein neues Zuhause fand die Mäuderbar im Keller, dem ehemaligen Uranus/Jugendkeller. Dort ging es irisch zu und her. Stilecht wurde da Guiness ab Fass verkauft. Die Band Saint-City Orchestra spielte irische Musik vom Feinsten.

Für alle Musikgeschmäcker

Wer mehr auf Live-Musik in gemütlicher Form stand, der kam in der Festhütte-Bar auf der Langrütistrasse mit Unterhalter Stephan Jäggi auf seine Kosten. Die erfahrenen Fasnächtler trafen sich in der Ü30-Bar bei DJ Örwein. Das Restaurant Sihlsee war ein weiteres Mal in den Händen von DJ Thaler. Die Garantie für eine gute Party war in diesem Fall gegeben. Im Doc, beziehungsweise im Moment in der Himmel. und-Hölle-Bar, setzte DJ SwissFire die Gäste unter Feuer. In der ehemaligen Waldstatt, dem Lokal vom Töffclub Booze, griff DJ Malibu in die Regler. Und zu guter Letzt ging es urchig im Isebähnli mit DJ Dani zu und her.

Schöne Masken

Am Mäuderball kann Mann und Frau nicht nur feiern, sondern mit tollen Kostümen richtig Eindruck schinden. Dank der Maskenprämierung, an welcher rund 5000 Franken ausbezahlt werden, liessen sich die Leute in Sachen Kreativität nicht lumpen. Die wohl auffälligsten waren Quallen. Mit Schirmen und blinkenden Lichtern waren diese weit herum sichtbar. Etwas weniger mobil, aber dennoch top, waren die Guggerzytli. Mit richtigen Häuschen waren diese ein Hingucker. An alles wurde dort gedacht. Neben dem obligaten Kuckuck war auch der dazugehörige Ton vorhanden. Bei der Prämierung schwangen bei den Einzelmasken der Blumentopf, das Krokodil und der Virus-Clown obenaus. Bei den Paaren konnten die Wikingerinnen vor Dr. Gorilla und dem Comeback von Urs Kälin überzeugen. Das Guggerzytli obsiegte vor den Quallen und den Mikrowellen. Die Besten bei den Grossgruppen waren die Hexen, gefolgt von den Runzlä-Gümpern, einer Seniorenfitnessgruppe. Das Podest komplettierten die All Blacks, das Rugby-Team aus Neuseeland.

Rundum zufriedene Gesichter

Am Morgen, nach getaner Arbeit, konnte der abtretende Ballchef Pascal Betschart eine rundum positive Bilanz ziehen. Die Besucherzahl war leicht rückläufig, aber dennoch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Auch dankt er allen beteiligten Partnern recht herzlich für die sehr gute Zusammenarbeit. Er freue sich nun, in die zweite Reihe zu treten und einen gesunden Anlass seinem Nachfolger José De Dios zu übergeben. Die Rangierten der Maskenprämierung feiern auf der Bühne weiter. Fotos: René Hensler DasneuseeländischeRugbyteam«AllBlacks»liesssichdenBesuchamMäuderballnichtnehmen.

Die Guggerzytli überzeugten die Jury

EA. Am Freitagabend präsentierten diverse Gruppen ihre aufwendigen Kostüme am Mäuderball. In fünf Lokalitäten wurden die Teilnehmer von der Jury bewertet. Dabei sorgten die Guggerzytli mit ihren Häuschen für Aufsehen.

Einsiedler Anzeiger (reh)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

02.02.2016

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