Die Narren der Narrenzunft Fridingen am Ziehen des Pfluges vor dem Kloster. Bild René Hensler
Die Narren der Narrenzunft Fridingen am Ziehen des Pfluges vor dem Kloster. Bild René Hensler

Volkskultur

Die Zuschauer kamen in Scharen

Nach einem neunjährigen Unterbruch führten die Goldmäuder zum zweiten Mal einen Brauchtumsumzug durch das Klosterdorf durch. Neu an der diesjährigen Ausführung waren die Vorstellungen der Gruppen am Samstagabend.

Vor rund drei Jahren wurde ein Organisationskomitee unter der Leitung von Ehren- und alt Obermäuder Stephan Zürcher einberufen. Als erstes wurde ein geeignetes Datum in einer langen Fasnacht gesucht. Und dann galt es, die verschiedenen Gruppen und Fasnachtszünfte einzuladen. Dank der in den letzten Jahren zahlreichen Umzugsbesuchen in der näheren und weiteren Umgebung konnte hier auf gute Kontakte zurückgegriffen werden. Obwohl an diesem Wochenende auch an anderen Orten Anlässe stattfanden, wurden dennoch Delegationen ins Klosterdorf gesandt. Heuer wurde die Veranstaltung an zwei Tagen statt an einem Tag durchgeführt. So reiste ein grosser Teil bereits am Samstag an und konnte so die Einsiedler Gastfreundschaft ausführlicher geniessen.

Vorstellung der Gruppen

Auf der Bühne vor der Schwyzer Kantonalbank trat ein Teil, auf der Bühne vor dem Rathaus der andere Teil auf. Und schon da gab es einen wunderbaren Vorgeschmack auf den Sonntag. Den wohl grössten Eindruck machte an diesem Abend die Seibi Clique aus Basel. Zogen sie doch mit den typischen Basler Tönen durch das Klosterdorf. Es ähnelte definitiv der Morgenstraich-Stimmung! Im Anschluss an die Vorstellungsrunden genossen die verschiedenen Gruppen das Einsiedler Nachtleben. Hierfür erhielt jede Gruppe einen Mäuder-Götti, welcher sich persönlich darum kümmerte, dass jede und jeder das Einsiedler Dorf bestens kennenlernte. Da in Einsiedeln ein Beizensterben im Gange ist, wurden extra verschiedene temporäre Lokale aufgestellt. So konnte auf dem Klosterplatz in der Alp Trueb der Pfadi eingekehrt werden. Vor der Schwyzer Kantonalbank bezogen die Hudi17 mit der Blackbox Position. Die Ringer begrüssten die Gäste auf dem Waldstatt-Areal in der Ringer-Bar. Auf dem Dorfzentrumplatz bedienten einerseits das Dreamteam, andererseits die Kulturreisenden Ybrig die Gäste. Und die Gäste genossen es!

Bräuche und Traditionen

Am Sonntagmorgen lud Obermäuder Claudio Cefola die Vereinspräsidenten und Zunftmeister zum Apéro ins Hotel Drei Könige. Auch die anderen Lokale wurden bereits am Morgen wieder geöffnet. Kurz nach Mittag tauchten schon die ersten Zuschauerinnen und Zuschauer auf. Langsam aber stetig füllten sich die Trottoirs und alle warteten auf den Umzug. Kurz nach halb zwei ging es los. Der Umzug wurde durch den Obermäuder und den Präsidenten des Organisationskomitees angeführt. Die Standarte, das Kalb und die Uustrichler ergänzten die erste Nummer. Dann ging es Schlag auf Schlag. Die befreundeten Baarer Fasnächtler reis-ten mit dem Räbegäuggel nach Einsiedeln. Der Original Rothenthurmer Tiroler tanzte vor der Endinger Narrenzunft mit ihrem Jokili. Die Waldhexen Siebnen trieben ihren Schabernack vor allem mit den jüngeren Damen am Strassenrand. Rhythmisches Tricheln mit Showeinlagen boten dann die Edelweisstrychler aus dem Amt Entlebuch. Mit ihnen waren die Mäuder vor rund zwei Jahren in London.

Engel,Nüssler undNarren

Die schwarzen Engel aus Flums nahmen die Zuseher zeitweilen auf die Hörner und die mitgereisten Chrüüterwiiber schenkten gesundes aus. Prachtvoll zum Anschauen waren die Röllelibutzen aus Altstätten SG, die Narren aus Wilflingen und auch die Fasnächtler aus La-chen. Bei den Lachner Grinden konnten sich viele vor Lachen nicht mehr zurückhalten. Die aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Bres-cia stammenden Ballerini di Bagolino zeigten ihre alten Tänze immer wieder. Ein grosser Applaus war ihnen immer sicher! Die Fasnachtsgesellschaft Steinen war mit einer grossen Nüssler Rott zugegen. Die Fridinger Narren zogen gemeinsam einen Pflug am Seil durch die Einsiedler Strassen. Einen Querschnitt durch die Einsiedler Fasnacht präsentierte die Fasnachtsgesellschaft Bürgerwehr. Ganz wild zu und her ging es dann mit den Drapoling aus Amsteg. Viele mussten sich vor ihnen in Sicherheit bringen.

Fasnachtsmärsche

Mit den schönsten Märschen der Basler Fasnacht zogen dann die Trommler und Pfeifer der Seibi Clique vorbei. Dann galt es zu lärmen was das Zeug hielt, um eine Gabe der

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

18.02.2014

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www.schwyzkultur.ch/8wDe92