Drei Zirkusdirektoren sorgten am Freitagabend für etwas Ordnung im Gewusel des Bürgerwehrballs, hier mit entsprechender Begleitung. Fotos: René Hensler
Drei Zirkusdirektoren sorgten am Freitagabend für etwas Ordnung im Gewusel des Bürgerwehrballs, hier mit entsprechender Begleitung. Fotos: René Hensler
Dieses Ländlerquartett wusste die Leute mit seinen selbstgebastelten Instrumenten zu unterhalten.
Dieses Ländlerquartett wusste die Leute mit seinen selbstgebastelten Instrumenten zu unterhalten.

Volkskultur

Ländlerquartett bis Zirkusdirektoren

Der erste Freitag im Februar steht im Zeichen des zweiten Einsiedler Balles, dem Bürgerwehrball. In diesem Jahr wurde erstmals die Vereinsbar im Keller nicht betrieben. Neu gab es eine Kafistube auf dem Dorfplatz.

Er wird liebevoll der Kleine genannt. Die Rede ist vom Bürgerwehrball. All jene, die der Meinung sind, der Mäuderball sei zu gross, aber dennoch daran teilnehmen, lieben wohl die familiäre Atmo- sphäre. Kennen sich doch fast alle an diesem Ball. Und das macht den Reiz für alle aus. Im grossen Saal sorgt jeweils eine Party-Band für den nötigen Soundteppich. In diesem Jahr war «Stark die Band» dafür verantwortlich. Und dies gelang ihr bestens. Die Tanzfläche war immer gut besetzt, die Leute waren maskiert oder zivil. Diese legten dort alle eine flotte Sohle aufs Parkett. Irgendwie hat sich der vorfasnächtliche Tanzkurs gelohnt. Die Band musste jeweils ihr Programm für Guggenmusiken unterbrechen. Als erstes traten die Rande-Hüüler aus Beringen (Schaffhausen) auf. Aufgrund ihrer Fotos auf Facebook schien es ihnen hier im Klosterdorf gefallen zu haben. Auch den Fasnächtlern hat ihre Musik gefallen. Die zweite Gugge hatte nicht so einen weiten Anreiseweg, das Viadukt steht ja noch. Die Villercella spielte als zweites auf. Nach diesem vielen Rumgehüpfe zog es den Schreibenden in ruhigere Gefilde. In der Kafistube ging es mit der Ländlerkappelle Rogenmoser-Kälin urchiger zu und her. So gemütlich konnte ein feiner Kafi genossen werden. Wer es dann wilder mochte, der durfte in die Maisgold-Bar auf der Langrütistrasse. Dort wusste DJ Thaler die richtigen Knöpfe zu drücken und die Zuhörerinnen und Zuhörer zum Mitsingen zu bewegen. Glücklicherweise war die Musikanlage genug laut eingestellt und das ekstatische Gegröhle vermochte diese nicht zu übertönen.


Einfallsreiche Kostüme


Was galt es alles zu begutachten an diesem Ball. Neben Zirkusdirektoren waren auch gefürchige Gestalten, Krampus ähnliche, auszumachen. Die obligaten Kostüme wie Clowns, Cowboys, Bärchen, Vampire gesellten sich friedlich zu den Wildecker Herzbuben. Während des Balls zeigte sich Präsident Beat Camenzind bereits zufrieden. Er freute sich über eine weitere erfolgreiche Ausgabe des Bürgerwehrballs 2018. Sein Dank galt neben allen Mitwirkenden und Helfern auch den Anwohnern, welche nun schon zum zweiten Mal die Einsiedler Fasnacht hautnah miterleben durften. Nun gilt es, sich für die Einsiedler Fasnachtstage bereit zu machen. Die Fasnachtskiste vom Keller oder dem Estrich hervorzuholen, die Sühudilarve allenfalls doch noch anzumalen und/oder sich DAS Thema des letzten Jahres einzuverleiben. Wir sind gespannt, was es in den nächsten Tagen auf den Einsiedler Strassen anzutreffen gibt.


Einsiedler Anzeiger / reh

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

06.02.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/J3728Z