Eines der vielen ausgefallenen Sujets: die «Senioren Achterbahn». Bild René Hensler
Eines der vielen ausgefallenen Sujets: die «Senioren Achterbahn». Bild René Hensler

Volkskultur

Mäuderball 2014 mit Besucherrekord

Am letzten Freitag führten die Goldmäuder zum 47. Mal den Mäuderball durch. Das bewährte Konzept von verschiedenen Unterhaltungsarten wusste auch in diesem Jahr zu überzeugen. Erstmals fanden mehr als 3000 Besucher den Weg an den beliebten Fasnachtsball

Beim letzten Zusammentreffen der Mäuder vor dem Ball machte sich eine leichte Nervosität breit. War alles organisiert? Sind genügend Getränke bereit? OK-Präsident Pascal Betschart gab nochmals letzte Informationen durch. Dann galt es, sich auf die Besucherinnen und Besucher vorzubereiten.

Um 20.15 Uhr wurden die Kassen besetzt und die ersten Eintritte gingen über die Kassenlade. Was in diesem Jahr erfreulich festgestellt werden konnte, die Leute kommen früher. Nichtsdestotrotz war ab viertel vor zehn Warten angesagt. Trotz vier geöffneten Kassen und einem Ablauf, der dem TGV in Sachen Geschwindigkeit Konkurrenz machen konnte, wollte die Warteschlange nicht kürzer werden. Wer es dann aber geschafft hatte, der durfte in acht Lokale, wer älter als 30 war, sogar in neun Lokale.

Live Band im Saal

Das grösste Lokal war natürlich der Saal im Kultur- und Kongresszentrum Zwei Raben, ehemals Dorfzentrum. Dort spielt schon seit Jahren die Partyband «Inside». Die Allgäuer (nicht Bayern und auch nicht Deutsche!) wissen genau, wie die Stimmung immer wieder aufs Neue hochgetrieben werden kann. Anfänglich hatte dort drin auch jeder die Chance, die tollen Kostüme und umgesetzten Ideen zu bestaunen. Da gab es einen Weltrekordversuch einiger Senioren im Achterbahn fahren. Eine Aussenstelle des Klosters konnte ausgemacht werden: ein mobiler Beichtstuhl. Etwas mehr Platz brauchten die Roboter und die fehlgeleiteten Briefe der Coop-Bank. Interessant war da zu lesen, an wen die grösste Personentransportfirma so Gelder zahlt. Urplötzlich summte es überall. Unser bestens bekannte Dorf-Imker Erwin Ochsner zeigte seinen Bienen den Mäuderball und verlangte «More than Honey». Urchiger ging es im Alpstubli zu und her. Das «Echo vom Maisgold» wusste dort zu gefallen. In der Mäuderbar hat sich seit Jahren «DJ Rabbit» eingenistet. Er spielte die Hits von früher genauso gekonnt wie die Hits von heute.

Neuer Standort TopEggBar

An einem neuen Standort, bedingt durch die rege Bautätigkeit im Unterdorf, befand sich die TopEggBar, nämlich auf der Langrütistrasse. Dennoch fanden die Feierwilligen den Weg dorthin und liessen sich durch «DJ Lagi» in Ekstase versetzen. Im Restaurant Sihlsee kitzelte «DJ Thaler» die Plattenteller und konnte so gefallen. An der längsten Bar des Balls, dem Doc Holliday, sorgte «DJ Trial» für ausgelassene Stimmung. Im Restaurant Isebähnli freuten sich die Besucherinnen und Besucher über die Musik der «Steibach Buam».

Prämierungssumme 6000 Franken

Auch in diesem Jahr führten die Goldmäuder wieder eine Maskenprämierung durch. Rund 6000 Franken stellen die Mäuder jährlich für diesen Wettbewerb zur Verfügung. Selber beeinflussen sie den Ausgang nicht. Werden die Jurymitglieder doch ausschliesslich von anderen Einsiedler Fasnachtsvereinen gestellt. Bei den Einzelmasken schwang eine Henne obenaus. Die Römer gewannen bei den Paaren. Und die bereits eingangs erwähnte Senioren-Achterbahn durfte sich die Goldmedaille bei den Kleingruppen umhängen. Die Grossgruppen-Gewinner waren schweinisch: das Säuli-Rennen. Alle Rangierten durften einen Geldbetrag und für den Mäuderball 2015 Gratiseintritte entgegennehmen. Am Samstagmorgen zeigte sich der OK-Präsident Pascal Betschart rundum zu-frieden. Erstmals konnten über 3000 Besucherinnen und Besucher gezählt werden. Die Zukunft wird zeigen, wie mit dieser grossen Zahl umgegangen wird.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

04.02.2014

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schwyzkultur.ch/NSkqPg