Die ersten in der Kategorie Grossgruppen, die Hot Chicken, animierten mit ihrem Ententanz so manchen Ballbesucher zum Mittanzen.
Die ersten in der Kategorie Grossgruppen, die Hot Chicken, animierten mit ihrem Ententanz so manchen Ballbesucher zum Mittanzen.
Ein lokales Motiv: Die Erstrangierten in der Kategorie Kleingruppen, die Hagelversicherungen des letzten Jahres. Bilder René Hensler
Ein lokales Motiv: Die Erstrangierten in der Kategorie Kleingruppen, die Hagelversicherungen des letzten Jahres. Bilder René Hensler
Zum Anbeissen: Die Erstrangierten der Zweiergruppen, zwei Pastetli.
Zum Anbeissen: Die Erstrangierten der Zweiergruppen, zwei Pastetli.

Volkskultur

Mäuderball: Ein erneuter Besucherrekord

Zum 44. Mal führten die Goldmäuder ihren Maskenball durch. Im Dorfzentrum spielte mit den Tornados eine neue Partyband. Die Nacht der Nächte verlief ruhig und gesittet. Noch nie konnten so viele Besucher und Besucherinnen gezählt werden.

Bauchef Elmar Fuchs hatte am Freitag mit seinen Helfern die wohl arbeitsintensivste Woche der Fasnacht hinter sich. Morgens um acht Uhr waren er und seine Mitarbeiter bereits auf dem Platz vor dem Dorfzentrum anzutreffen und begannen mit den letzten Aufbauarbeiten. Galt es doch noch die Top-Egg-Bar, die Rondell-Bar und die Kassenhäuschen aufzustellen. Am Nachmittag wurde der Dorfplatz immer mehr zum Zentrum des Mäuderballs.

Alles war vertreten

Pünktlich um 20 Uhr wurden die Kassen geöffnet und die Eintrittsbändel verkauft. Und der Ansturm begann sofort. Das war ein köstliches Bild, welches sich den Beobachtenden bot. Alles, aber auch wirklich alles, was auf der Welt herum kriecht und fliegt, war vertreten. Neben den üblichen Verdächtigen wie Clowns, Cowboys und Indianern, zeigten die Ballbesucher viel Kreativität. Da der Ball ja motto-frei ist, wurden hier auch keinerlei Grenzen gesetzt. Neben etlichen Gruppen, welche das gleiche Thema verschieden darstellten, sah man auch einzigartige Sujets am Start.

Avatare und «Köfferlimunis»

So fanden die Stars aus dem erfolgreichsten Film aller Zeiten den Weg nach Einsiedeln. Diese Avatare fielen in der grossen Masse wirklich auf, waren sie doch von Kopf bis Fuss blau. Gar mit tierischer Verstärkung sind einige Bauern angetreten und demonstrierten allen, wie auf vielen Bauernhöfen die Fortpflanzung der Kühe funktioniert. Als solche «Köfferlimuni» hatten sie immer wieder die Lacher und die Gunst der anderen Besucher auf ihrer Seite. Eine Gruppe animierte die Zuschauer zum Tanzen. Kein Problem, da diese heissen Hühner mit allen den Ententanz vorführten. Natürlich waren sie nicht die einzigen, welche die Leute zum Mitmachen bewegten.

Die neue Partyband gefiel…

Im Saal des Dorfzentrums spielten die Tornados. Die aus dem Bernbiet stammenden Musiker dürften vielen Turnern von diversen Festen bekannt sein. Auch in Einsiedeln konnten sie alle begeistern. Das Repertoire ist riesig und für jeden Geschmack war etwas dabei. Wer es etwas urtümlicher wollte, der ging in den Keller und genoss im Alpstubli das Echo vom Schilti. Im ersten Stock legte DJ Rabbit vornehmlich rockige Musik auf. Etwas ruhiger war es in der Gangbar, ein idealer Ort, um dabei, aber nicht mittendrin zu sein. Auf dem Vorplatz stand, wie schon eingangs erwähnt, die allseits beliebte Top-Egg-Bar. Dort sorgte DJ Lagi mit Partyhits von einst und jetzt für beste Unterhaltung.

Auch anÜ30 gedacht

In der Bar für die Reiferen, der Ü30-Bar, unterhielt DJ Leoni die Anwesenden mit älteren Liedern. Aber auch er gönnte sich die eine oder andere neue CD und konnte mit den aktuellsten Hits mithalten. Und zu guter Letzt war da noch der Sihlsee-Saal, in welchem Les Castagnier mit irischer Musik die Besucher auf die grüne Insel versetzten. Die typisch irischen Biere und Whiskies unterstützten dieses Vorhaben bestens. Mit so vielen verschiedenen Unterhaltungsmöglichkeiten war es auch kein Wunder: Die Nacht der Nächte ging schnell über die Bühne.

… und die Guggen schränzten

Zusätzlich waren auch noch zwei Guggenmusiken zugegen, welche mit kakophonischen Klängen dem Publikum zu gefallen wussten. Einerseits waren da die «Egedus» aus Neuheim am Start. Diese spielten eher gekonnte und nicht so schränzige Stücke. Zum anderen die «Trubadix» aus Wädenswil. Diese in unseren Breitengraden bestens bekannte Gugge schränzte so richtig los. Ruhig und friedlich Morgens konnte Ballchef Pascal Betschart ein rundum positives Fazit ziehen. Die Verschiebung der Musikbühne im Saal des Dorfzentrums habe sich bewährt. Auch der Einsatz des Sicherheitsdienstes hätte sich ausbezahlt, waren doch in diesem Jahr keinerlei Vorfälle ausserhalb der Norm zu verzeichnen. Das Gleiche wurde auch von der Kantonspolizei Schwyz festgestellt. Glücklicherweise konnten sich selbst die Samariter über Arbeitsmangel beklagen. Einzig die Heftpflaster waren hoch im Kurs. Immerhin mussten drei dieser Schnellverbände angelegt werden.

Grösster Maskenball

Was natürlich sehr erfreulich i

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

01.02.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/AhbM39