Der alte und der neue Präsident des Historischen Vereins Zentralschweiz: Peter Hoppe (links), alt Staatsarchivar des Kantons Zug, und Jürg Schmutz, Staatsarchivar des Kantons Luzern. Bilder zvg
Der alte und der neue Präsident des Historischen Vereins Zentralschweiz: Peter Hoppe (links), alt Staatsarchivar des Kantons Zug, und Jürg Schmutz, Staatsarchivar des Kantons Luzern. Bilder zvg

Volkskultur

Neuer Präsident für Historischen Verein

Der Historische Verein Zentralschweiz führte am Samstag im Kloster Einsiedeln seine 166. Jahresversammlung durch. Peter Hoppe, alt Staatsarchivar des Kantons Zug, trat nach 16 Jahren als Präsident zurück. Zum neuen Präsidenten wurde Jürg Schmutz, Staatsarchivar des Kantons Luzern, gewählt.

Der Historische Verein Zentralschweiz blickt auf ein gutes Vereinsjahr zurück: Im Frühjahr wurde in Zug eine erfolgreiche Arbeitstagung zur Medienlandschaft Zentralschweiz von der frühen Neuzeit ins 21. Jahrhundert durchgeführt. Das Jahrbuch «Geschichtsfreund» erschien mittlerweile zum 164. Mal und enthält die Ergebnisse des zweiten Zentralschweizer Historikerinnenund Historikertags 2010 in Luzern sowie weitere Forschungsergebnisse vom Schwören im alten Luzern über die Rolle der Wirte in der Politik, den Kriegsflugplatz Littau 1940 bis 1945 bis zur Übersicht über 150 Jahre Luxustourismus in Andermatt und die Bibliografie 2008 zur Zentralschweiz. Seit Oktober 2010 sind die Jahrgänge 1843 bis 2005 des Geschichtsfreundes vollständig und kostenlos online einsehbar unter http://retro.seals.ch.

Mitgliederzahlen leicht rückläufig

Die geführten Ausstellungs- und Museumsbesuche, ein weiteres Angebot des HVZ, wurden im vergangenen Jahr unterschiedlich besucht. Die Mitgliederzahlen sind auch im abgelaufenen Jahr leicht rückläufig, aber der Verein ist mit seinen derzeit rund 880 Mitgliedern finanziell gesund und kann seine Kernaufgabe, die Förderung der historischen Forschung in der Zentralschweiz und über die Zentralschweiz, unter guten Voraussetzungen weiterhin durchführen.

Spannender Vortrag

Die Jahrestagung im Grossen Saal des Kloster Einsiedeln wurde umrahmt von der Begrüssungsrede des Ehrenvorsitzenden, Ständerat Bruno Frick, musikalischen Einlagen von Stiftsorganist Pater Theo Flury und von einem spannenden Vortrag von Erwin Horat, Staatsarchiv Schwyz, mit dem überraschenden Titel «‹Chömed use, ihr gottlose Chaibe, die kei Religion händ›. Einsiedeln als liberale Hochburg im konservativen Kanton Schwyz während der Regeneration».

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

06.09.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/HBfKsj