Mit den Tüüfle zieht ein archaischer, furchteinflössender Haufen vom Dorfzentrum zum Klosterplatz. Bilder: Franz Steinegger
Mit den Tüüfle zieht ein archaischer, furchteinflössender Haufen vom Dorfzentrum zum Klosterplatz. Bilder: Franz Steinegger
Ein absoluter Höhepunkt des chaotischen Umzugs sind die Sühudi-Trychler
Ein absoluter Höhepunkt des chaotischen Umzugs sind die Sühudi-Trychler

Volkskultur

Schaurig und grotesk

Am beliebten Sühudiumzug in Einsiedeln sieht man Groteskes, welches kaum noch zu überbieten ist.

Der Sühudiumzug am Güdelmändig in Einsiedeln ist etwas vom Traditionellsten und Groteskesten, das der Kanton Schwyz an Fasnachtsbrauchtum vernarbten und geschwürübersäten Gesichtern reichen bis in die Pestzeit zurück, wo diese verhudelten armen Menschen oft vertrieben wurden. Der Umzug am Morgen vom Dorfzentrum zum Klosterplatz wird angeführt von den furchteinflössenden Teufeln, welche wiederum von Fuhrmännern (Geislechlepfern) begleitet werden. Es folgen die lautstarken Sühudi-Trychler, die dem chaotischen Zug eine laut hörbare archaische Note geben. Den grossen Schwanz des chaotischen Umzugs mit mehreren Hundert Maskierten bilden die nicht organisierten Sühudigruppen, die einzeln oder als Gruppen Alltägliches aufs Korn nehmen. Etwas geordneter ging es dann am Nachmittag am grossen Wagenumzug zu und her. Ein absoluter Höhepunkt ist das heutige Brotauswerfen.


Bote der Urschweiz / Franz Steinegger

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

12.02.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/CcC7f1