Viele helfende Hände braucht es auch beimAnzünden der Kerzen am Marienbrunnen. Bild Jean-Marie Duvoisin
Viele helfende Hände braucht es auch beimAnzünden der Kerzen am Marienbrunnen. Bild Jean-Marie Duvoisin

Volkskultur

Viele helfende Hände für die grosse Engelweihe

Bald ist es so weit: Am 14. September feiern wir in Einsiedeln die Grosse Engelweihe! Ein kleiner Vorgeschmack dieses besonderen Fests liegt in der Luft. Viele fleissige Hände sind mit den Vorbereitungen beschäftigt.

Wenn ich durch die Klostergänge gehe, kann ich erste Anzeichen erkennen, die auf die Engelweihe hindeuten. Im Musikhaus hört man Klänge der Prozessionsgesänge, in der Gärtnerei werden Blumen gerüstet, im Wallfahrtsbüro werden Pilger informiert und besondere Führungen vorbereitet und viele Mitbrüder und Angestellte unseres Klosters sind für das Fest gerüstet.

Zehntausende von Lichtern

Neben dem Kloster sind auch ganz viele Menschen aus dem Dorf mitverantwortlich, dass die Engelweihe ein ganz besonderes Fest wird. Wie wohl kaum ein anderes Fest, ist die Engelweihe mit dem Dorf besonders verbunden. Denn die Engelweihe ist ein Fest, das es nur in Einsiedeln gibt. Besonders die Zehntausende von Lichtern in der Klosterkirche, auf dem Klosterplatz und an den die Prozessionsroute säumenden Häusern bezaubern die Menschen. Dieses Schauspiel ist nicht ohne Engagement der Bevölkerung möglich.

Grosszügige Unterstützung

In den vergangenen Jahren durften Kloster und Bezirk auf die grosszügige Mithilfe der Bevölkerung zählen. Dieses Jahr sind wir ganz besonders auf die Mithilfe aus dem Dorf angewiesen. Die Lichterprozession führt uns nämlich nicht bloss auf den Klosterplatz, sondern Mitten ins Herz unseres Dorfes - auf den Sternenplatz.

Die Prozession als Highlight

Für unser Kloster ist es etwas ganz Besonderes, an der Engelweihe die Monstranz mit dem Allerheiligsten durch die Strassen unseres Dorfes zu tragen. Immer wieder berührt es uns auch und erfüllt uns mit grosser Dankbarkeit, wenn wir sehen dürfen, wie viele Menschen sich ganz selbstverständlich - und oft ganz schlicht im Hintergrund - für diese Feierlichkeit engagieren: von der Feuerwehr, die mit einer ganzen Mannschaft auffährt, bis zum kleinen Viertklässler, der beim Anzünden der Kerzen beim Marienbrunnen mithilft, - fast das ganze Dorf ist auf den Beinen.Das Engelweihfest soll mit seiner besonderen Ausstrahlung uns alle tief im Herzen berühren. Es soll für uns ein Vorgeschmack von dem sein, was uns in der Ewigkeit erwartet.

Prozession auf jeden Fall

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, dass die Prozession durch das Dorf am Abend des 14. September auf jeden Fall stattfinden wird. Je nach Wetterlage entweder im feierlichen oder einfacheren Rahmen. Es wäre schön, wenn die Bevölkerung am Klosterplatz und entlang der Prozessionsroute (Schmiedenstrasse Sternenplatz- Hauptstrasse - Klosterplatz) Teelichter aufstellen und am Abend anzünden würde. Selbstverständlich sind auch jene Bewohner Einsiedelns, welche nicht direkt am Klosterplatz oder am Prozessionsweg wohnen, herzlich eingeladen, ihre Fenstersimse mit Kerzen zu schmücken.

Die Klostergemeinschaft und der Bezirk danken allen Einsiedlerinnen und Einsiedlern, die durch das Aufstellen von Teelichtern auf den Fenstersimsen und besonders durch ihre Teilnahme an den Gottesdiensten zum Gelingen dieses Festes beitragen.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

28.08.2014

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schwyzkultur.ch/yc7nRg