Unverwüstliche Musikanten unterstützen die Musikgesellschaft Konkordia wieder. Bild René Hensler
Unverwüstliche Musikanten unterstützen die Musikgesellschaft Konkordia wieder. Bild René Hensler

Volkskultur

Einsiedler Umzug mit tanzenden Hörnern

Am Güdelmontagmorgen fand der wildeste und wohl grösste unorganisierte Umzug durch das Klosterdorf statt. Beim Sühudiumzug
wurde gezeigt, was im letzten Jahr alles passiert ist. Auch aktuelle Geschehnisse wurden aufgegriffen.

Nach dem obligaten fasnächtlichen Trichlerwecker galt es, sich schon bald auf den Sühudiumzug vorzubereiten. Glücklicherweise waren die Temperaturen noch mild, somit konnten die schweren Winterkleider zu Hause bleiben. Gespannt schauten die Zuschauerinnen und Zuschauer vom Ober- ins Unterdorf. Und auf einmal sahen sie die tanzenden Hörner der typischen Einsiedlertüüfel. Diese in diesem Jahr wiederum stattliche Zahl wurde von einigen Fuhrmännern mit der «Geisle» angetrieben. Dann folgte das erste Sujet: Die Trichler, welche sich den Bundesnormen von maximal 93 Dezibel widersetzten. Diese waren schaurig schön verkleidet, wie es sich für ein Sühudi gehört. Langsam aber sicher folgte dann der wilde Haufen der Sühudi. Einige machten sich stark für eine spezielle Wirtschaftsförderung in Unteriberg. Die Erstellung von Gewächshäusern solle gefördert werden, damit Gras besser im voralpinen Bereich wächst. Wieder andere traten als neue Einsiedler Spitalleitung auf und versuchten, am Umzug Patienten für das Gebäude gegenüber dem Kloster zu gewinnen. Einige Unentwegte bliesen dem Umzug den Marsch, wurden sie doch als Oldies wieder aufgeboten, aktiv bei der Konkordia mitzuspielen. Wendy Holdener mit Manager liess es sich nicht nehmen, am Umzug teilzunehmen und ihre Fans beim Jubeln zu unterstützen. Spezielle Pistenfahrzeuge mit Schwimmhilfen zeigten dem Stüdler Langlaufclub auf, wie man sonst noch eine Langlaufspur sicher erstellen könnte. Eine ganz Stille sass immer wieder am Strassenrand und hielt ein Kartonplakat in ihren Händen. Die schwachen schwedischen Kenntnisse des Schreibenden reichten aus, hier die Greta beim Streik für ein besseres Klima auszumachen. Die Wartenden auf dem Klosterplatz kamen wiederum in den Genuss des mobilen Getränkestandes. Gerne legten da die Teilnehmer etwas in die Kasse für den Neubau der Mäuderloki. Nach über einer Stunde zog die wilde Schar nochmals, aber deutlich dezimiert, durch die Hauptstrasse hinunter. Und dann wurde es ziemlich stürmisch im Dorf und alle versteckten sich irgendwo in einem angeschriebenen Haus, wollten doch einige auch am Nachmittag nochmals ihr Sujet zum Besten geben.


Einsiedler Anzeiger / reh

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

08.03.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/S48X8n