Die Rothenthurmer waren fast die einzigen, die noch Ländler mit sich führten, und sogar noch live. Bild Andreas Knobel
Die Rothenthurmer waren fast die einzigen, die noch Ländler mit sich führten, und sogar noch live. Bild Andreas Knobel

Volkskultur

Feusisberg rockte und trotzte dem Regen

Der Höfner Bezirksumzug in Feusisberg vom Wochenende wurde zu einem Spektakel für die ganze Region. Viele Wagen und viel Stimmung liessen staunen.

Das Glück winke dem Tüchtigen, heisst es. Beim Höfner Bezirksumzug vom Wochenende traf dies eindeutig zu. Denn die organisierende und ihr 90-Jahr-Jubiläum feiernde Humoria Feusisberg unter ihrem Präsidenten und OKP Peter Schuler samt grossem Helferteam legte sich mächtig ins Zeug. So darf es als Lohn betrachtet werden, dass sowohl am Samstagabend wie am Sonntagnachmittag trotz sehr schlechter Prognosen nur wenige Tropfen Regen gefallen sind.

Viele Zuschauer – viele Wagen


Eine grosse Genugtuung dürfte es auch gewesen sein, dass sich doch recht zahlreich Zuschauende am Strassenrand des Dorfes Feusisberg einfanden. Es dürften an den beiden Umzügen in etwa gleich viele gewesen sein. Zu sehen gabs wahrlich viel. Auffallend war, dass ungewöhnlich viele, grosse und aufwendig gestaltete Wagen in der Parade vertreten waren. Einzelne herauszuheben wäre etwas unfair, deshalb sei es bei der Feststellung belassen, dass die eigenen Dorfvereine bis zur Primarschule sehr aktiv mitmachten. Und zu bemerken ist auch, dass einzelne auswärtige Gruppen – die kaum eine eigene Fasnacht kennen – mit unglaublichen Konstruktionen auffuhren. 47 Gruppen waren es am Nachtumzug vom Samstag, 51 am Sonntagnachmittag. Ihre Disziplin war bemerkenswert, es gab kaum Lücken in der Abfolge, die Umzüge dauerten so weniger als zwei Stunden. Etwas schwierig war die Identifikation der einzelnen Gruppen, weil auf den «Täfeli» an der Spitze nur noch der Sponsor, nicht aber der Vereinsname stand. So musste sich das Publikum vermehrt am Festführer und an den Speakern orientieren, was aber auch kein Problem darstellte.

Stimmung bis lange danach


Das passable, aber doch nicht allzu freundliche Wetter hatte immerhin zur Folge, dass nach den Umzügen so ziemlich sämtliche Unterhaltungslokale im Dorf überrannt wurden. Davon gab es eine ganze Menge, nämlich fünf am Samstag und vier am Sonntag. Lediglich in der Turnhalle hatte es noch wirklich Platz, sonst war es proppenvoll. Für Stimmung sorgten verschiedenste Kapellen, Bands und DJs bis lange nach den Umzügen. So wurde Feusisberg seinem Motto für den Höfner Bezirksumzug – «Feusisberg rockt» – in all seinen Facetten gerecht. Selbst in vielen Privathäusern, die dank des ausgeschriebenen Gestaltungswettbewerbs oftmals geschmückt waren, wurde entlang der Strasse noch zünftig gerockt. «Keep on rocking – Feusisberg!»

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Andreas Knobel

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

03.02.2020

Webcode

schwyzkultur.ch/nvfRbh