Der neue Vorstand: Hinten von links Liliane Rukanayakage, Susanne Zähringer und Myrtha Betschart, vorne Silvia Heinzer und Beatrice Betschart. Auf dem Bild fehlt Marcel Betschart. Bild: Ernst Immoos
Der neue Vorstand: Hinten von links Liliane Rukanayakage, Susanne Zähringer und Myrtha Betschart, vorne Silvia Heinzer und Beatrice Betschart. Auf dem Bild fehlt Marcel Betschart. Bild: Ernst Immoos

Volkskultur

Frauen retten Negerschacher

Die Gesellschaft stand vor dem Aus. Es gab eine erfolgreiche Rettungsaktion mit fünf Frauen im Vorstand.

Die 52. Generalversammlung der Negerschacher-Gesellschaft Morschach sollte die letzte werden. Dies jedenfalls verriet die Traktandenliste: «Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die noch verbleibenden Vorstandsmitglieder ihre Ämter abgeben und der Verein sich auflöst», war zu lesen. Diese Hiobsbotschaft rüttelte etliche Fasnächtler wach, und an der gut besuchten GV im Restaurant Buongustaio wurden nicht nur Giftpfeile abgeschossen, sondern auch nach Schuldigen gesucht – und gefunden. Es war zu hören, dass innerhalb des Vorstandes die Chemie schon lange nicht mehr stimme und auch keine lockere Atmosphäre möglich sei. Anlässlich dieser emotionalen Redeschlacht ging gar unter, dass das unterbesetzte Vorstandsquartett dank Anstrengungen nicht nur den finanziellen Mehraufwand des 50-Jahr-Jubiläums wettmachen konnte, sondern auch noch mehrere Tausend Franken Reingewinn schrieb.

Erstmals eine Frau zur Präsidentin gewählt


Nach der eigentlichen «Chropfläärete» gings zur Vereinsrettung beziehungsweise zur Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern. Präsident Iwan Betschart wie auch Kassier Edi Waldis traten zurück, nur Beatrice Betschart und Silvia Heinzer stellten sich zur Wiederwahl. Um die über 50-jährige Negerschacher- Gesellschaft zu retten, stellten sich auf einmal gleich mehrere Personen für den Vorstand zur Verfügung. Erstmals wurde mit Beatrice Betschart eine Frau zur Präsidentin gewählt. Silvia Heinzer bleibt Aktuarin. Dazu gesellen sich vier Neue: Myrtha Betschart, Kassierin, sowie Susanne Zähringer, Liliane Rukunayakage und Marcel Betschart. Der Fasnacht 2020 steht nun nichts mehr im Wege…

Bote der Urschweiz / Ernst Immoos

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

12.11.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/wwQPA4