Zur Musik von «Black Pearl», einem Remix von «Pirates Of The Caribbean», flimmert im Hintergrund der Jazzfilm von Alba Stocker über die Leinwand.  Bild Claudia Hiestand
Zur Musik von «Black Pearl», einem Remix von «Pirates Of The Caribbean», flimmert im Hintergrund der Jazzfilm von Alba Stocker über die Leinwand. Bild Claudia Hiestand

Bühne

Eigenes Kunstwerk erschaffen

Alba Stockers Leidenschaft ist das Tanzen. Für ihre Abschlussarbeit hat sie sich eine Choreografie ausgedacht, sie zusammen mit fünf Tänzerinnen einstudiert und verfilmt.

Normalerweise ist Alba Stocker die Tanzschülerin. Für ihre Abschlussarbeit an der Sek Eins Höfe ist sie jedoch in die Rolle derTanzlehrerin geschlüpft. «Das war schon eine sehr spezielle Erfahrung», erzählt sie, «denn einige der Schülerinnen, die ich unterrichtet habe, tanzen länger als ich und sind besser als ich.» Sie sei denn auch dankbar, dass ihre Kolleginnen sich bereit erklärt hätten, an ihrem Projekt mitzuwirken. «Ohne sie wäre es nicht gegangen», soAlba Stocker. «Ich war zu einem grossen Teil sehr von ihnen abhängig.»

Fachmännische Unterstützung

Auch ihrer Tanzlehrerin spricht die Freienbacherin einen grossen Dank aus. «Sie hat mir ihrenTanzraum und Kostüme zur Verfügung gestellt.» Zu guter Letzt war Alba Stocker auch auf einen Kameramann angewiesen, der den Entstehungsprozess der Abschlussarbeit mit dem Titel «Alba’s Direction» filmte und das Material zuschnitt und mit Musik hinterlegte. «Das hat ein Kollege von mir übernommen. Darüber war ich sehr froh, denn von Filmen habe ich keine Ahnung », sagt die angehende Gesundheitsfachfrau.

Nichts beschönigt

«Am Ende war ich zufrieden und erfreut über das Ergebnis, aber ich hatte immer wieder meine Zweifel», so die 16-Jährige. «Alles in allem habe ich aber gelernt, dass auch eine herausfordernde Arbeit Spass machen kann.» Herausforderungen traten vor allem im zwischenmenschlichen Bereich an Alba Stocker heran. «Meine Tanzschülerinnen neigten manchmal dazu, meine Choreografie zu hinterfragen und wollten Änderungsvorschläge einbringen. Es war nicht immer einfach, strikt bei meinen Vorgaben zu bleiben und quasi die Chefin zu markieren.» Die Gruppe sei auch nicht immer gleich motiviert gewesen. Genau diese Elemente hieltAlba Stocker ebenfalls in ihrem Film fest. «Das warTeil des Prozesses», begründet sie. Insgesamt sieben Mal hat sich Alba Stocker mit ihrer Tanzgruppe getroffen, um die Choreografie mit ihr einzustudieren. Die Proben dauerten jeweils zwischen 45 und 120 Minuten. Dazu kamen viele Stunden am Computer zwecks Bearbeiten des Filmmaterials. Für den schriftlichen Teil ihrer Arbeit hat Alba Stocker zudem zwei Tänzerinnen interviewt. «Auch wenn es manchmal mühsam war, letzten Endes bin ich stolz auf das, was ich erreicht habe.»


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

13.08.2014

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schwyzkultur.ch/bEVbm3