Für Musical-Darsteller Roland Schmidlin alias David Morell war bereits mit vier Jahren klar, dass Schauspielern und Singen das ist, was er sein Leben lang machen möchte. Bild zvg
Für Musical-Darsteller Roland Schmidlin alias David Morell war bereits mit vier Jahren klar, dass Schauspielern und Singen das ist, was er sein Leben lang machen möchte. Bild zvg

Bühne

Mit neuem Elan auf die Bühne

Vor wenigen Wochen feierte Roland Schmidlin an der Oberstufenschule Leutschen in Freienbach als Leiter und Regisseur des Schultheater-Stücks «Gefangen» grossen Erfolg. Auch er wird bald wieder selber auf der Bühne stehen.

«It’s all about one thing: Discipline». Das waren die ersten Worte von Roland Schmidlins Schauspiel- Dozentin an der Schauspielakademie «The Liverpool Institute For Performing Arts», gegründet von Sir Paul McCartney. Das war vor 15 Jahren. Seither hat der Schauspieler, Sänger und Lehrer unter dem Künstlernamen David Morell eine beachtliche Karriere mit Engagements auf der ganzen Welt hingelegt (wir berichteten).

Zufrieden mit seinen Rollen

Dem Credo «Disziplin» blieb Roland Schmidlin alias David Morell all die Jahre über treu. So kam es, dass zumindest bei ihm hinter den Bühnen nicht das Showbusiness-Klischee «Sex, Drugs and Rock’n’Roll» vorherrschte, sondern im Gegenteil alles «recht beschaulich zu und her ging», wie er sagt. «Ich hatte womöglich Glück, aber ich durfte stets in einem tollen Umfeld mit guten Leuten zusammenarbeiten.Auch gab es keine Konkurrenzkämpfe untereinander.» Letzteres könnte auch damit zusammenhängen, dass Schmidlin stets zufrieden mit seinen Rollen war. Sei es nun als Che in «Evita», als Riff Raff in der Original West End Produktion der «Rocky Horror Show» oder seinem absoluten Favoriten, als Fritz Aeberli im Schweizer Musical «Dällebach Kari». Trotz oder gerade wegen des Erfolgs hinterliessen das ständige Reisen und Bewerben für Rollen dennoch ihre Spuren. «Für mich als doch sicherheitsdenkender Mensch war es eine mentale Herausforderung, nicht auf ein fixes Einkommen zählen zu können; dies hatte zur Folge, dass ich mir über Jahre keine Pausen gönnte», erinnert sich der Künstler. Seine eiserne Disziplin und der Perfektionismus waren ebenfalls nicht förderlich dabei, zur Ruhe zu kommen. Deshalb entschloss er sich, nach seiner letzten Musical-Hauptrolle vor einem Jahr eine Bühnenpause einzulegen.

Verschiedende Projekte

Schmidlin nahm eine Teilzeitstelle als Lehrer der Gruppe «Schooltime» an der Sek Eins Höfe in Freienbach an, an der er noch heute unterrichtet. Auch realisierte er als Leiter der dortigen Theatergruppe nebenbei bereits zwei Produktionen, von denen eine erst vor wenigen Wochen grossen Premieren- Erfolg feierte. Im nächsten Schuljahr wird er das Schultheater zwar nicht leiten, aber langweilig wird es Schmidlin so oder so auch in diesem Jahr nicht, denn er hat viel geplant: Nach den erfolgreichen Konzerten im KKL Luzern wird er Ende März sechsmal im Kursaal Bern auf der Bühne stehen und begleitet vom Christoph Walter Orchestra singen. Der 43-Jährige wird zudem eine psychologische Weiterbildung und eine Coaching-Ausbildung beginnen und zeitgleich sein neues Solo-Musik-Projekt erarbeiten. Schmidlin: «Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit. Es ist eine Zeit des Umbruchs.»

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

13.02.2014

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schwyzkultur.ch/8Qgmb4