Die Vorträge des Musikvereins Verena Wollerau wurden von der fachkundigen Jury mit «sehr gut» bewertet. Bild René Steiner
Die Vorträge des Musikvereins Verena Wollerau wurden von der fachkundigen Jury mit «sehr gut» bewertet. Bild René Steiner

Musik

Das Eidgenössische ist eröffnet

Das Eidgenössische Musikfest 2011 in St. Gallen ist erfolgreich gestartet. Aus dem Kanton Schwyz beteiligten sich acht Vereine, darunter vier aus March und Höfen. Sie kehrten mit zum Teil hervorragenden Resultaten aus der Gallusstadt zurück.

Das Wetter machte nicht so richtig mit am ersten Wochenende des Eidgenössischen Musikfestes. Musikalisch hingegen liess das laut Organisatoren «grösste Blasmusikfest der Welt» keine Wünsche offen. Die von Guiness nicht bestätigte Rekordzahl an Teilnehmern und Besuchern erlebte ein Fest der «kurzen Wege und grossen Begeisterung». Dafür hatte die Ostschweizer Metropole einiges getan. Rund um das Olma-Gelände als zentraler Treffpunkt sorgten 13 Wettspiellokale und zwei Parademusikstrecken, alle in Gehdistanz, für gute Verhältnisse und faire Bedingungen.

Steinen und Wangen top

Im Mittelpunkt standen die Wettspiele mit den 522 angemeldeten Musikvereinen aus allen Sprachregionen der Schweiz. Erstmals wurde die Unterhaltungsmusik ins Eidgenössische integriert. In der Mittelstufe nahmen insgesamt 28 Vereine teil. Von ihnen beteiligten sich 16 am Cup. Das Programm «Fätzigs usem Stauffacherdorf» der Musikgesellschaft Steinen entpuppte sich als Musik, wie sie das Publikum liebt. Mit dieser reifen, abgerundeten Darbietung erreichte die Musikgesellschaft den Spitzenplatz in ihrer Abteilung. Auch in einer anderen Abteilung führte der Weg nicht an einem Schwyzer Verein vorbei. Mit seinem Programm «I Like to Be in America» schaffte der Musikverein Wangen nicht nur ein hervorragendes Resultat, sondern beendete den Cup-Wettbewerb im zweiten Rang. Wangen setzte bekannte Titel wie «Putin on the Ritz» und «Moment for Morricone» effektvoll zu einem packenden Musikerlebnis ein, das offenbar nicht nur das begeisterte Publikum, sondern auch die Jurys überzeugte. Dirigent Hans Peter Ulrich meinte denn auch glücklich: «Ein schöner Lohn, das motiviert uns alle.»

Spitzenresultat für Freienbach

Solide Leistungen aus dem Kanton Schwyz auch bei der Konzertmusik. Die Harmonie Freienbach mit Dirigent Valentin Vogt überraschte alle mit einem Spitzenresultat. Sie erspielte in der Kirche St. Laurenzen mit ihrem Aufgabe- und Selbstwahlstück 178,67 Punkte, was Rang 3 in der 1. Klasse Harmonie bedeutete. In der gleichen Abteilung holte die Feldmusik Bennau unter der Leitung von Ernst May 171,33 Punkte. Dies ergab Platz 9. Der Musikverein Verena Wollerau unter Urs Bamert erreichte im Stadttheater mit 173,33 Punkten Rang 14. Bei aller Zahlenbeigerei darf man nicht deren Bedeutung vergessen. Alle Vorträge dieser drei Erstklassvereine wurden mit «sehr gut» bewertet.

«Hervorragend» für Siebnen

Die Leistungen des Blasorchesters Siebnen in der Höchstklasse erhielten gar das Prädikat «hervorragend». Einmal mehr überzeugte der Vorzeigeverein aus der March, diesmal unter der Leitung von Blaise Héritier. Die 187,67 Punkte bedeuteten den 6. Rang. Vor allem das Selbstwahlstück erntete tosenden Applaus. Der Westschweizer Spitzendirigent, der das Orchester erst seit Anfang Jahr dirigiert, bezeichnete das Resultat und die Zusammenarbeit mit dem Verein als «einfach super». Der Regen und die Unsicherheit über die Durchführung der Marschmusik liessen am Samstag keine grosse Stimmung aufkommen. Die drei teilnehmenden Schwyzer Vereine sorgten für Resultate im Mittelfeld: Wollerau im 21. Rang mit 80 Punkten, Bennau im 31. Rang mit 78,33 Punkten. Für das beste Resultat in der Marschmusik der Schwyzer Vereine sorgte Ibach mit 80,33 Punkten. Er belegt in ihrer Kategorie ebenfalls den 21. Rang. Das Eidgenössische ist erfolgreich gestartet, am nächsten Wochenende werden wiederum acht Schwyzer Vereine, vier davon aus Ausserschwyz, in St. Gallen ihr Bestes geben.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.06.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/E3fqtE