Solist Moritz Roelcke erstaunte mit seinem einfühlsamen Klarinettenspiel. Bild Simone Pflüger
Solist Moritz Roelcke erstaunte mit seinem einfühlsamen Klarinettenspiel. Bild Simone Pflüger

Musik

Ein Schmaus für die Ohren

Das Jugend Sinfonieorchester Zürich begeisterte am letzten Samstag in Freienbach die Zuhörerschaft. Mit einem Konzert von Mozart und einer Sinfonie von Beethoven bewiesen die jungen Musikerinnen und Musiker ihr Können.

Bereits zum achten Mal trat das Jugend Sinfonieorchester vom Konservatorium Zürich in der Pfarrkirche in Freienbach auf. Fredy Kümin, der im Leutschering Freienbach den Bereich Kultur und Geselligkeit leitet, wusste denn auch schon, auf was sich die Zuhörer gefasst machen konnten: «Einen Ohrenschmaus». Als erstes stand das «Konzert für Klarinette und Orchester in A-Dur» von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Programm. Es begann mit einem beschwingten Allegro. Der Solist Moritz Roelcke spielte seine Klarinette äusserst souverän und mit grosser Leichtigkeit. Durch die Bewegungen seines Köpers unterstützt, holte er die Klänge aus der Tiefe hervor oder streckte sich aus nach den Höhen. Auch mit den leisesten Tönen, die er in einer besonderen Intensität vortrug, fesselte er das Publikum.

Perfekt auf Solisten abgestimmt

Das Orchester war perfekt auf den Solisten abgestimmt. Einmal spielte es dezent im Hintergrund, dann trat es wieder strahlend hervor. Immer hellwach und konzentriert achteten die Jugendlichen auf ihren Dirigenten Massimiliano Matesic. Wunderschöne Melodien erfreuten die Zuhörer auch im zweiten Satz, dem Adagio, mit seiner gebundenen und getragenen Musik. Schliesslich endete das Stück mit einem tänzerischen und fröhlichen Rondo im 6/8-Takt.

Krönender Abschluss

Nach einer Pause ertönte die «Sinfonie Nr. 3 in Es-Dur, Eroica» von Ludwig van Beethoven. Der begeisterte Anhänger der Französischen Revolution widmete die Sinfonie ursprünglich Napoleon und betitelte sie später als «Sinfonie, komponiert um das Andenken eines grossen Mannes zu feiern». Das Orchester spielte diese «Heroische Sinfonie» mit viel Leidenschaft, äusserst sicher und bestimmt. Das Stück endete in einem prachtvollen Finale. Für ihre ausserordentlichen Leistungen erhielten die Jugendlichen und der Dirigent einen kaum enden wollenden Applaus. Nach dem Konzert stand ein Apéro bereit, was der Guggenmusik Geuferludis zu verdanken war.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

07.02.2011

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schwyzkultur.ch/T8f3FM