Matthias Kümin löste mit seinen Trompetensoli wahre Begeisterungsstürme aus. Bild Verena Blattmann
Matthias Kümin löste mit seinen Trompetensoli wahre Begeisterungsstürme aus. Bild Verena Blattmann

Musik

Jubiläum ging würdevoll zu Ende

Am vergangenen Wochenende beendete die Harmonie Freienbach im Schulhaus Steg in Pfäffikon mit einem Jubiläumsfestival die über ein Jahr andauernden Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen. Gratulationsparty und Galakonzert unter der Leitung von Valentin Vogt begeisterten die Besucher gleichermassen.

Mit einem Zitat von Thomas Morus brachte es Präsident Ruedi Burkhalter zum Schluss der Jubiläumsfeierlichkeiten am Samstagabend auf den Punkt: «Tradition ist nicht das Aufbewahren der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme». Dass es die Harmonie versteht, ihre Flamme mit viel Fleiss, Idealismus, Begeisterung und ihrer Liebe zur Musik am Lodern zu halten und auch weiterzugeben, bewiesen Musiker und Dirigent am Galakonzert vom Samstagabend auf eindrückliche Weise.

Hudeli-Musik umrahmte Apéro

Vor dem feierlichen Galakonzert waren alle Gäste zu einem Apéro geladen. Dieser wurde musikalisch umrahmt von der Hudeli-Musik aus Einsiedeln. Manuela Vielmi und Fabian Röthlisberger führten auf sympathische Weise durch das Programm, das unter anderem von der Schnellpolka «Ohne Sorgen» von Josef Strauss über den «Florentiner Marsch» von Julius Fucik bis hin zu «Music» von John Miles reichte. Mit Franz von Suppés «Leichte Kavallerie» spielte sich die Harmonie Freienbach gleich von Beginn an in die Herzen der beeindruckten Zuhörer. So unterschiedlich das Programm auch war, eines zeichnete Musiker und Dirigent im Besonderen aus: Exaktheit und eine sehr ausdrucksstarke und gefühlvolle Spielweise.

Solisten bereicherten das Konzert

Eine Bereicherung erfuhr das Programm durch die Mitwirkung einer Solistin und zwei Solisten. Die «Rhapsody in Blue» von George Gerswhin mit einer brillanten Patricia Ulrich am Piano, unterstützt durch Dimitri Ashkenazy auf der Klarinette, war ein musikalischer Leckerbissen, den es einfach nur zu geniessen galt. «Mein Hut, der hat drei Ecken» – diese Melodie war in verschiedenen Varianten im Stück «Karneval von Venedig» von Jean-Baptiste Arban zu hören. Gespielt wurden sie vom Solisten Matthias Kümin auf der Trompete, sanft untermalt von der Harmonie. Die unglaubliche Virtuosität Kümins löste Staunen und wahre Begeisterungsstürme aus. Jörg Sandmeier ist Saxofonist bei der Pepe-Lienhard-Band. Die Stücke «Pick Up the Pieces», «Grace» und «Street Life» bereicherte er eindrücklich mit seinen Soli und zeigte sich mal «funkig», dann wieder schmachtend schmeichelnd.

Harmonie lud ein und viele kamen

Als originell erwies sich die Gratulationsparty vom Freitagabend. Zwölf Gratulanten und Überraschungsgäste, die sich als «Iischäller» der Trottemüetterli Pfäffikon entpuppten, erwiesen dem Geburtstagskind – zusammen mit vielen Sympathisanten – ihre Reverenz. Nicht nur einheimische oder befreundete Formationen und Vereine wie der Turnverein STV Pfäffikon- Freienbach, der Männerchor Pfäffikon am Etzel, die Trachtengruppe Höfe oder die «Take 9» vom Musikverein Verena turnten am Barren, sangen spanische Lieder, tanzten den Maibaumtanz oder spielten der Harmonie zu Ehren auf. Moderator René Birrer von Tele Züri konnte unter anderem auch Willy Valottis Wyberkapelle oder «Heybsch Brass Einsiedeln», die auch noch ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellten, ankündigen.

Originelles Programm begeisterte

«Es waren zwei äusserst schöne und erfolgreiche Abende», freute sich OK-Präsident Guido Cavelti. «Ich bin einfach überwältigt von diesem Publikumsaufmarsch», schwärmte OK-Mitglied Thomas Gwerder an der Gratulationsparty vom Freitag. Ein gelungenes, vielseitiges Programm, eine gute, gemütliche Stimmung in schönem Ambiente: Die vielen zufriedenen Gäste dürften diesen Aussagen nichts entgegenzusetzen haben.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

16.04.2012

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schwyzkultur.ch/S2bqYP