Carlo Brunner wird 60 Jahre alt. Die Musik wurde ihm in die Wiege gelegt. Bild Archiv SKP
Carlo Brunner wird 60 Jahre alt. Die Musik wurde ihm in die Wiege gelegt. Bild Archiv SKP

Musik

Mit 60 noch immer ein Lausbub

Ländlerkoryphäe Carlo Brunner wird am 22. April 60 Jahre alt. Dies feiert er unter anderem mit einer Jubiläums-Gala, die ihn mit «Das Zelt» an verschiedene Orte der Schweiz führt. Im Interview spricht er über die Gala, sein Leben und sein musikalisches Schaffen.

Mit Carlo Brunner sprach Irene Lustenberger

Irene Lustenberger:Sie werden am 22.April 60 Jahre alt. Das feiern Sie mit einer Jubiläums-Gala im «Das Zelt», die am Sonntag in Lachen Premiere feiert. Was gibt es dazu zu erzählen?

Carlo Brunner:Die Jubiläums-Gala ist ein Rückblick auf meine musikalische Tätigkeit der vergangenen 40 Jahre. Ich habe als Kind schon Klarinette gespielt, und seit 40 Jahren spiele ich mit Martin Nauer zusammen. Es ist sozusagen das Jahr der Jubiläen (lacht). Die Gala zeigt die ganze Palette meines Schaffens – die Anfangszeit mit Martin, die Superländlerkapelle, den Volkstümlichen Schlager und die Nachwuchsförderung, allen voran Lisa Stoll.

Wer ist alles mit dabei?

Neben Lisa Stoll sind natürlich meine Ländlerkapelle sowie meine Superländlerkapelle mit dabei.Der volkstümliche Bereich wird von der Kapelle Echo vom Tödi abgedeckt, eine Formation, die sehr beliebt, aber nicht mehr so aktiv ist.Dann ein Dreiergespann von Sängerinnen, die ich sehr gerne mag: meine Schwester Maja,Monique und Sarah-Jane.Kliby & Caroline stehen dafür,dass ich es gerne lustig habe.Die beiden sind generationenübergreifend, auch meine Enkel sind Feuer und Flamme für die beiden.Nicht fehlen darf Joschi Closchi, ein guter Freund und langjähriger Partner beim Lachner Wiehnachts-Zauber, den ich gerne in meine Gala einbinde. Durch den Abend führt Kurt Zurfluh. Mit ihm bin ich befreundet, und er ist ein toller Moderator.

Warum gerade im «Das Zelt»?

Ich habe bisher alle meine runden Geburtstage mit einer Tournee verbunden. Das war jeweils eine grosse Arbeit, weil ich alles selber organisiert habe. «Das Zelt» ist eine wandelnde Bühne, die stets die gleiche Infrastruktur und die gleiche Grösse bietet, aber an anderen Standorten. Da ist es egal, ob ich in Basel, in St. Gallen oder in Lachen spiele. Das vereinfacht uns vieles. Es ist das dritte Mal, dass ich im «Das Zelt» auftrete, aber zum ersten Mal unter meinem Namen.

Wurden die Orte gezielt ausgewählt oder Ihrem Terminplan angepasst?

Ich bin Realist. Ich weiss, an welchen Orten der Schweiz die Ländlermusik populär ist. Man muss auf dem Teppich bleiben, und es wäre vermessen, zu glauben, dass ich 30, 40 Konzerte geben kann und überall Erfolg habe. Deshalb decke ich die Deutschschweiz grossräumig ab,indem ich in St.Gallen, Zürich, Basel, Aarau und Interlaken auftrete. Lachen liegt auf der Hand, hier ist mein Zuhause. Und in Luzern wäre ich sicherlich auch im «Das Zelt» aufgetreten, das erübrigt sich aber wegen des KKLs.

Was ist im Jubiläumsjahr sonst noch geplant?

Es ist relativ viel los. Im Herbst machen die Kapelle Carlo Brunner und die Kapelle Echo vom Tödi eine kleine Tour. Wir spielen im «Sternen» in Pfäffikon, in Vilters, in Wattwil und in Giswil. Dort kommen die Ländlermusikfreunde auf ihre Kosten. Ausserdem spielt die Superländlerkapelle an zwei Abenden mit dem Toggenburger Orchester, einem Sinfonieorchester,zusammen. Und auch sonst ist der Terminkalender voll. Ausserdem gibt es eine Fernsehsendung über mich (siehe Box), und im «Samschtig-Jass» werde ich auch noch zu sehen sein.

Sie haben es erwähnt: Sie spielen seit 40 Jahren mit Martin Nauer zusammen. Wie haben Sie sich kennengelernt?

Das war in Benken im «Pilgerhaus».Damals konnte ich mit der Klarinette unter dem Arm in ein Lokal gehen und andere Musiker treffen. Martin war auch immer dort, und wir haben gemeinsam gespielt. Ich war damals 18 und habe in der Kapelle meines Vaters gespielt. Dann habe ich Martin gefragt, ob er Lust habe,mit mir zusammen Musik zu machen.Er hat aber verneint,weil er sich nicht binden wollte. Nach meiner Rekrutenschule hat er dann aber zugesagt, und so hatten wir am Konzert des Musikvereins Muotathal unseren ersten Auftritt.Und seither spielen wir zusammen. Inzwischen sind es über 5000 gemeinsame Auftritte. Auch mit Philipp Mettler verbindet Sie eine jahrelange Zusammenarbeit. Sie waren sein Vorbild und Entdecker. Gibt es etwas, dass er besser kann als Sie? Als Musikproduzent ist er besser

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

11.03.2015

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schwyzkultur.ch/iw876Q