Die Harfe zu erlernen braucht viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Bilder Carole Arbenz
Die Harfe zu erlernen braucht viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Bilder Carole Arbenz
Die Harfenschülerinnen und -schüler bedanken sich bei den drei Leiterinnen.
Die Harfenschülerinnen und -schüler bedanken sich bei den drei Leiterinnen.

Musik

Musikalisch nach Brasilien, Italien und die blaue Donau versetzt

Nach einer Woche intensiven Übens zeigten 13 Harfenschülerinnen und -schüler beim Abschlusskonzert vom Samstag, was sie drauf haben. Zu hören waren Duos, Trios, Quartette, ein Octett und zwei Ensembles verschiedener Musikstile.

 Auch in diesem Jahr fand vom 5.bis 11. August die Harfenwoche in Ligerz statt. 14 Schülerinnen und Schüler aus den drei Musikschulen Freienbach, Uster/ Greifensee und der Jugendmusikschule Pfannenstil übten unter der Leitung von Alexandra Horat und Julia Steinhauser während dieser Zeit vor allem die beiden Ensemble-Stücke, die beim Abschlusskonzert vom Samstag im Gemeinschaftszentrum Freienbach aufgeführt wurden. Eine intensive Zeit, in der auch Blasen an den Fingern dazugehörten. Vor allem bei den Kleinsten seien die Unterschiede vor und nach dem Lager merklich gewesen: «Die grösste Herausforderung für sie war das Zählen der Pausen, zu wissen, wann sie wieder einsetzen müssen», erzählte Horat.


Ein kurzfristiger Krankheitsfall zwingt zur Improvisation


14 Schülerinnen und Schüler zwischen neun und 16 Jahren sollten es sein, am Schluss waren es 13 Harfentalente an diesem Abschlusskonzert der bereits zum 13. Mal durchgeführten Harfenwoche. Rengin Toprak, die zusammen mit Esther Kauschke «Andante – Allegro Scherzo» von Guillaume Gatayes spielen sollte, wurde kurz vor dem Konzert krank. Da musste improvisiert werden. Glücklicherweise konnte Julia Steinhauser für das Mädchen einspringen.


Keine Spur von Nervosität beim Abschlusskonzert


Zu hören waren zehn Kammermusikstücke verschiedener Musikstile. Mal zeichnen sie sich aus durch eine Leichtigkeit und Verspieltheit, dann wieder beschleunigt sich das Tempo, Stolz und eine Aufbruchstimmung prägen das Lied, beispielsweise beim «Akamaque », das zu acht gespielt wurde. Einige Lieder wie «An der schönen blauen Donau» von Johann Strauss oder «Orfeo Negro» von Luiz Bonfa sind bekannt und animieren zum Mitwippen und -schaukeln. Andere Stücke regen zum Träumen an; gedanklich folgt man auf einem Spazierweg am Waldrand einem farbenfrohen Schmetterling auf seiner Reise oder fühlt sich musikalisch nach Venedig oder Brasilien versetzt. Eindrücklich, wie hochkonzentriert und präzise auch die Kleinsten die Stücke spielten. Man sieht ihnen an, dass sie für dieses edle und romantische Instrument eine Passion entwickelt haben. Ein nicht ganz günstiges Hobby: Für eine grosse Harfe müssen bis zu 45 000 Franken hingeblättert werden, eine kleine Harfe ohne Pedale kostet zwischen 3000 und 3500 Franken. Im Anschluss an das Konzert bedankten sich die Schülerinnen und Schüler bei ihren drei Lehrerinnen und überreichten ihnen je einen Blumenstrauss. Alexandra Horat, Julia Steinhauser und Rebekka Zweifel engagieren sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Harfe und organisieren die Harfenwoche.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Anouk Arbenz

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

27.08.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/C5k5sL