In Händels Oper «Alcina» übernahm Katrin Alexandrova gleichzeitig zwei Rollen, indem sie sang und tanzte. Am Piano begleitet wurde sie von Reto K. Fritz. Bild Hans Ueli Kühni
In Händels Oper «Alcina» übernahm Katrin Alexandrova gleichzeitig zwei Rollen, indem sie sang und tanzte. Am Piano begleitet wurde sie von Reto K. Fritz. Bild Hans Ueli Kühni

Musik

Operngesang und Ballett verschmelzen

Am Sonntag lud der Ortsverein Leutschering Freienbach zu einem besonderen Ereignis ins Gemeinschaftszentrum: Es gab Georg Friedrich Händels Oper «Alcina» mit Katrin Alexandrova zu erleben.

Das Gemeinschaftszentrum in Freienbach war am Sonntag für einmal eine Opernbühne. Nur, in diesem Fall war es nicht einfach eine Oper, es war die perfekte Verschmelzung von Musik, Gesang und Ballett.

Grossartige Kombination

Die sowohl in Ballett als auch in Gesang ausgebildete Künstlerin Katrin Alexandrova verband die beiden Disziplinen simultan – etwas, das gemäss ihrer Aussage eine weltweit einmalige Kombination darstellt. Dazu kommt, dass die ganze Choreografie von ihr stammt. Klar, dass sie nach Engagements an der Wiener Staatsoper oder am Zürcher Opernhaus das Metier des Tanzens perfekt beherrscht. Verblüffend aber war, wie Katrin Alexandrova gleichzeitig mit ihrer Sopranstimme die anspruchsvollen Arien der Oper «Alcina» von Georg Friedrich Händel sang und in immer neue Rollen schlüpfte. Oft wechselte sie während des Singens gleich noch die Garderobe für das folgende Stück.

Einfühlsamer Pianist

Doch was wäre Händels «Alcina» ohne Musik? Diese spielte Reto E. Fritz auf dem Flügel in beeindruckender Weise. Einfühlsam auf der einen Seite, dann wieder impulsiv variierte er sein Spiel. Fritz ist ausgebildeter Pianist, Chordirigent und Kapellmeister an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe – mit anderen Worten ebenfalls eine Koryphäe.

Auch ohne Luxus eindrücklich

Eines ist sicher: Alcina, die Zauberin, die ihre Kräfte in den Dienst der Verführung stellt und nicht mehr benötigte Liebhaber zu Blumen, Steinen oder gar wilden Tieren verzaubert, gefiel in der präsentierten Version den Zuschauern auch ohne den Luxus eines Opernhauses. Schliesslich waren es die Leistungen der Sängerin respektive Tänzerin und die grossartig vorgetragene Musik, die begeisterten.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Hans Ueli Kühni)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.01.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/StMgAg