Solist Mischa Greull begeisterte mit dem Sinfonieorchester Nota Bene unter der Leitung von Massimiliano Matesic die Zuhörer. Bild Lilo Etter
Solist Mischa Greull begeisterte mit dem Sinfonieorchester Nota Bene unter der Leitung von Massimiliano Matesic die Zuhörer. Bild Lilo Etter

Musik

Sensible Hornklänge erfüllen die Kirche

Im Rahmen seiner Sommerkonzerte 2012 gastierte am Samstagabend das Sinfonieorchester Nota Bene aus Zürich in der katholischen Kirche in Freienbach. Als Gastsolist war Hornist Mischa Greull zu hören.

Eröffnet wurde das Konzert des Sinfonieorchesters Nota Bene unter der Leitung von Massimiliano Matesic mit «Interludium für Orchester » des polnischen Komponisten Witold Lutoslawski (1913–1994). Die zeitgenössische Musik floss langsam, ruhig und durchgebunden dahin, Spannung erzeugten einzig hier und da eingestreute, quirlige Tonsprengsel von einigen Bläsern. Dem folgte «1. Konzert Es-Dur für Waldhorn op. 11 mit Orchesterbegleitung » von Richard Strauss (1864–1949) mit Solist Mischa Greull. Nahtlos und kaum merklich fügten sich die drei Sätze Allegro, Andante und Rondo aneinander.

Festliche Musik


Zuweilen getragen von Dynamik hob die Musik festlich an. Dann wurde das energische Spiel, wie als Antwort auf die virtuosen Klänge des Horns, zurückgenommen in harmonisch melodiöse Takte. Mit grosser Sensibilität gab der Hornist dem Werk Weite und Tiefe, setzte klangvolle Akzente, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Das Publikum war zum Schluss derart bezaubert, dass es lange und intensiv klatschte und sich Mischa Greull mehrmals für den begeisterten Applaus bedankte.

Minutenlanger Applaus

Nach einer kurzen Pause kam «1. Serenade D-Dur für grosses Orchester» von Johannes Brahms (1833–1887) zu Gehör. Die Musik im sechssätzigen Werk konnte sich zu raumgreifender Fülle steigern, wie mit viel Feinheit ganz sanfte Töne klingen lassen. Eine schöne, innige Melodie gab dieser fantasiereich gestalteten Serenade ebenso ihren Charakter wie fast majestätische Feierlichkeit. Am Ende schwoll das schneidige Spiel zu einem vitalen Schluss an. Wiederum waren die Zuhörer hingerissen und bekundeten ihre Anerkennung mit einem kräftigen Applaus, der mehrere Minuten anhielt, sodass sich auch Dirigent Massimiliano Matesic mehrmals dafür bedankte.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.07.2012

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schwyzkultur.ch/XJU38M