Brauchtum / Feste

Freienbachs Schnitzelbanksänger sind auch in Wollerau gerne gesehen

Die Fröschebächli-Zunft begab sich mit der Fasnachtsgruppe Bögnerei und der meisterhaften Musiktruppe The Geuferludis auf Tournee durch die ganze Gemeinde Freienbach, um auch an der Beizli-Fasnacht in Wollerau willkommen geheissen und bejubelt zu werden.

Die Gemeinde- und Dorfgrenzen verlaufen in den Höfen nicht immer ganz logisch – schon gar nicht an der Fasnacht. Müssen sie auch nicht, Hauptsache, der Spass kommt nicht zu kurz. So wurde am Schmutzig Dunnschtig die Beizli-Fasnacht der Fidelitas Wollerau in den Restaurants Metzg, Orion, Hinterhof und La Dolce Vita Bar zum Start der Vereinsfasnacht vor allem von Freienbachern gestaltet.

 

Eine ausgedehnte Tournee

Das Schnitzelbank-Singen der Fröschebächli- Zunft mit der Combo The Geuferludis und der Bööggen-Gruppe Bögnerei zieht sich nämlich durch die ganze Gemeinde Freienbach, aber auch durch Wollerau. Die Tournee startete im Rosso Rosso in Pfäffikon, um gleich im Orion und in der Metzg in Wollerau Halt zu machen. Danach gings zurück in den Steinbruch in Bäch sowie den Sternen in Pfäffikon. Am Sonntag wurde die Tour von der Pfarrmatte in Freienbach und dem St.Antoniusheim in Hurden über die Schützenstube und das Schiff in Pfäffikon bis ins Ried in Freienbach weitergeführt.

 

Musiktruppe in eigener Klasse

Für die Einstimmung waren die Geuferludis zuständig. Sie sind keine Guggenmusik, keine Band und auch kein Orchester – aber irgendwie alles zusammen. Schon seit dem Jahr 1997 ist die Gruppe unterwegs, um mit ihren – von den Melodien wie von der Lautstärke her angenehmen – Klängen die Menschen an der Fasnacht zu erfreuen. Tatsächlich würden sie nächstes Jahr das 30-Jahr-Jubiläum feiern, erklärte Florian Kümin. Damals hätten sie noch gespielt, als niemand mehr spielte; heute würden sie spielen, bevor die anderen spielten, nahm er das eigene Alter auf die Schippe. Von Altersbeschwerden ist bei den Geuferludis aber gar nichts zu spüren. Mehr noch; wer hätte gedacht, dass sie sämtliche Guggenmusiken in den Höfen überleben würden. Für Auflockerung sorgten traditionsgemäss die Damen der Bögnerei. Sie liessen nicht nur Fragebogen ausfüllen, um die Kurswünsche des Publikums zu ergründen. Sie holten auch etliche Prominente mit ins Boot. So musste Wolleraus Gemeindepräsident Chrigel Marty ebenso wie seine beiden potenziellen Nachfolgerinnen Sonja Böni und Franziska Zingg, aber auch Verleger Philipp Theiler ihr Konterfei als Vorlage für «Nähen nach Zahlen» hergeben. Und natürlich durfte ein Gläsli mit einem äusserst süssen alkoholischen Getränk nicht fehlen.

 

Geschichten mit eigenen Melodien

Als Höhepunkt darf man aber schon den Auftritt der Fröschebächli-Zunft mit ihren Schnitzelbänken bezeichnen. Denn diese Mannen machen keine Reime, sondern erzählen ganze Geschichten. Und diese jedes Mal zu einer völlig anderen Melodie. Das ist nicht nur anspruchsvoll, sondern auch richtig gut gemacht. Die Stimmen waren so aufeinander abgestimmt, dass die Texte auch ohne Papiervorlage problemlos zu verstehen waren.Und ja, die virtuose und dennoch strukturierte Begleitung durch den legendären Ländler-Akkordeonisten Martin Nauer bildete den Rhythmus und den Rahmen dazu. Sowohl für Text als auch Musik wurde die Fröschebächli- Zunft deshalb nicht nur in Freienbach, sondern auch in Wollerau bejubelt.

 

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Andreas Knobel

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

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  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

16.02.2026

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