Domorganist Willibald Guggenmos konzertierte in der St. Martin Kirche in Galgenen für einen guten Zweck. Bild Bettina Schärlinger
Domorganist Willibald Guggenmos konzertierte in der St. Martin Kirche in Galgenen für einen guten Zweck. Bild Bettina Schärlinger

Musik

Kontrastreiches Orgelkonzert für die Kapelle

Die Reihe von Benefizkonzerten zur Restaurierung der Jostenkapelle in Galgenen fand vergangenen Samstag ihren Abschluss. Der Erlös von 1570.45 Fr. wird vollumfänglich der Kapelle zugutekommen. In der gut besetzten Kirche St. Martin konzertierte Willibald Guggenmos.

Bevor die Konzertbesucher mit den modernen Klängen von der «Jazz-Toccata» von Peter Wittrich in den Herbstabend entlassen wurden, durften sie ein kontrastreiches Orgelkonzert, gespielt vom Domorganisten aus St. Gallen, geniessen.

Koryphäe an der Orgel

Der konzertierende Willibald Guggenmos gilt als Koryphäe und ist bekannt wegen seiner überragenden Technik und seiner hinreissenden Musikalität. Guggenmos gibt Konzerte rund um die Welt. Auf seine Motivation, dieses Konzert zu spielen, angesprochen, meinte er: «Es ist die Freude und Begeisterung, auf dieser phänomenalen Orgel zu spielen.» Das Konzert hat er aus Werken zusammengestellt, die speziell zur Metzler-Orgel passen. In der Eröffnungsrede dankte Simon Scheiwiller, Initiant der Benefizkonzerte, allen Musikern, die an den vergangenen Veranstaltungen teilgenommen und dadurch das Renovationsprojekt für das wohl bedeutendste Kulturdenkmal der Region im grösseren Umfeld bekannt gemacht haben. Mit viel Elan organisierte Schweiwiller die Benefizkonzerte in Kapellen der Nachbarschaft und hat so einen beachtlichen Beitrag für den Renovationsfond gesammelt.

Ruhiger Konzertbeginn

Mit «March in G» von Georg Friedrich Händel wurde das Publikum auf das rund einstündige Konzert eingestimmt. Alessandro Marcellos «Adagio c-moll» mit seinen ruhigen, verspielten Klängen und vielen Verzierungen stand im starken Kontrast zum folgenden «Präludium et Fuga in c» von Johann Sebastian Bach.

Gewittersturm alsHöhepunkt

Ein Höhepunkt des Konzertes war «Scène champêtre et Orage» (Ländliche Szene und Gewittersturm) von dem aus Fribourg stammenden Jacques Vogt. Dieses Stück wurde laut Guggenmos geschrieben, um neue Kirchenorgeln zu prüfen. Feine, fast volksmusikalische Klänge vermittelten ein Bild einer ländlichen Gegend. Immer lauter und dichtere Tonfolgen liessen die Zuhörer spüren, dass ein Gewitter mit Wind und Regen naht. Das Werk endete mit an herkömmliche Kirchenmusik erinnernde Töne, bei denen vom Instrument und dem Organisten alles abverlangt wird. Nach Verklingen des letzten Tons bedankte sich das Publikum bei dem sympathischen Organisten mit langanhaltendem Applaus und forderte so eine Zugabe, welche er gerne zum Besten gab.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

31.10.2011

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schwyzkultur.ch/surEcm