Die Solistinnen und Solisten traten traditionsgemäss in ihren eleganten Rokoko-Kostümen auf. Bild Janine Jakob
Die Solistinnen und Solisten traten traditionsgemäss in ihren eleganten Rokoko-Kostümen auf. Bild Janine Jakob

Musik

Mit Rondò Veneziano im Barock-Zauber

Der erfolgreiche Musiker Gian Piero Reverberi (75) trat mit seinem Orchester Rondò Veneziano im Tischmacherhof Galgenen auf. Das ausverkaufte Konzert sorgte für grosse Begeisterung beim Publikum.

Rondò Veneziano trat am DonnerstagabendimTischmacherhof in Galgenen auf. Das international renommierte und gefragte italienische Orchester von Gründer, Komponist, Arrangeur und Dirigent Gian Piero Reverberi begab sich für einmal nicht in einen der grossen Konzertsäle bekannter Städte wie Paris, New York oder Mailand, sondern in das vergleichsweise bescheidene Märchler Idyll im Grünen. Das Konzert mit 960 Plätzen war in Kürze ausverkauft. Ein Grossteil des Publikums stammte aus der Region.

Gewaltiges Programm

Magisch, feurig, romantisch, temperamentvoll, märchenhaft, lebensfroh – geboten wurde ein emotionales Konzertprogramm auf höchstem musikalischem Niveau. René Häberli, Gemeindepräsident von Galgenen, verdeutlichte in seiner Ansprache die grosse Freude: «Es ist uns eine Ehre, und Galgenen bedankt sich für dieses Konzert.» Der Anlass fand unter dem Patronat der Kulturkommission unter der Leitung von Jon Kägi statt, der sich begeistert bei Reverberi bedankte. «Die fast ein Jahr dauernden Vorarbeiten mit dem siebenköpfigen Team – darunter Brigitta Meyer, welche die zündende Idee hatte Reverberi anzufragen, haben sich gelohnt », so Kägi.

Unerwartet gute Akustik

Reverberi hat seinen Wohnsitz seit 1989 in Galgenen, wo er im Jahr 2009 eingebürgert wurde. In Galgenen fühlt sich der Star zu Hause, weshalb er mit Freude und ohne zu zögern einem Konzert vor heimischer Kulisse zustimmte. Wie war es denn nun für den Musikkünstler, in Galgenen aufzutreten, und wie war die Akustik auf der Bühne? «Überraschenderweise sehr gut dafür, dass die Halle nicht für solche Anlässe gebaut wurde. Es war fantastisch hier in Galgenen vor diesem tollen Publikum aufzutreten», erklärte Reverberi erfreut. Auch das Publikum sprach von einer «guten Akustik». Nicht zuletzt haben neben den klassischen Instrumenten auch Schlagzeug und E-Gitarre «gut eingeheizt », so eine Besucherin.

Musikalisches Erlebnis

Das zweiteilige Konzert bestand aus den besten Kompositionen Reverberis, welche innerhalb des 35-jährigen Bestehens des Orchesters entstanden sind. Die Musik als Symbiose von venezianischem Barock und moderner Musik sorgte mit «Rondò Veneziano», womit die Erfolgsgeschichte begann, aber auch mit «Seduzione» und «Perle d’Oriente» für Begeisterung. Reverberi überzeugte als Dirigent und Pianist, mit seinem Charisma und seinem harmonischen Umgang mit dem Ensemble. Sehr geschätzt wurden auch seine humorvollen Showeinlagen und sein Spiel mit dem Publikum. Highlight des Abends waren insbesondere die Zugaben «Barocco» und als Überraschung das Medley-Arrangement für Galgenen bestehend aus «Vo Luzern gäge Wäggis zue» und dem für die Schweiz historisch bedeutenden «Beresinalied». Das Publikum dankte mit einer Standing Ovation für das einzigartige, geschichtsträchtige Erlebnis.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Janine Jakob)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

20.04.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/WFpyaW